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Potsdamer Norden : Volkspark wird für Kinder kostenlos

Die Stadtverordneten haben den freien Eintritt für Minderjährige in das ehemalige Buga-Gelände im Bornstedter Feld beschlossen. 

Ab dem kommenden Jahr sollen Kinder und Jugendliche gratis in den Volkspark dürfen.
Ab dem kommenden Jahr sollen Kinder und Jugendliche gratis in den Volkspark dürfen.Foto: Sebastian Gabsch

Bornstedter Feld - Mit einer breiten Mehrheit haben die Stadtverordneten am Montag für den künftig kostenlosen Eintritt für Kinder und Jugendliche in den Potsdamer Volkspark gestimmt. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sollen diese damit ab dem kommenden Jahr umsonst in das ehemalige Buga-Gelände dürfen. 

Der Beschluss geht auf Initiative der Fraktion Die Andere zurück, die ursprünglich einen komplett kostenlosen Eintritt in den Volkspark erreichen wollten. Nach verschiedenen Änderungen des Antrags hatte auch die Stadtverwaltung den Stadtverordneten empfohlen, für die Senkung des Eintritts zu stimmen. Dies sei wirtschaftlich vertretbar (PNN berichteten).

Bisher zahlen Kinder vom 7. bis zum 16. Lebensjahr 50 Cent Eintritt, ältere 1,50 Euro für die Tageskarte. Der prognostizierte Einnahmeausfall für den kostenlosen Eintritt für Jugendliche bis 18 Jahre beträgt rund 35 000 Euro von bisher rund 160 000 Euro Gesamteinnahmen pro Jahr. Daneben fallen einmalige Kosten in Höhe von rund 12 000 Euro für die Umprogrammierung der Ticketautomaten und neue Schilder an.

4000 Unterschriften gegen die Verkleinerung

Die Änderung läuft damit parallel zu der geplanten Verkleinerung des Parks. Wie berichtet soll ebenfalls im kommenden Jahr die Fläche entlang der Georg-Hermann-Allee, zwischen Biosphäre und der Minigolfanlage, zugunsten von geplanten Wohnblocks beschnitten werden. Eine Online-Petition gegen diese Pläne, gegen die sich viele Anwohner wehren, haben bisher 4000 Menschen unterschrieben. Deshalb müssen sich die Stadtverordneten damit erneut befassen. Ebenfalls noch zur Bearbeitung im Rathaus liegt ein von der CDU erarbeiteter und von den Stadtverordneten gebilligter Kompromissvorschlag, ob statt der Wohnblocks auch soziale Infrastruktur wie Kitas auf die Parkflächen gebaut werden kann – um Konflikte zwischen Parknutzern und Anwohnern zu vermeiden. 

Bereits in der Hauptsitzung vergangenen Mittwoch haben die Stadtverordneten einen Prüfauftrag zur Erweiterung der Freizeitsporteinrichtungen im Kleinen und Großen Wiesenpark beschlossen. Den Antrag hatten die Fraktionen CDU/ANW und SPD gemeinsam gestellt. Der Oberbürgermeister soll nun gemeinsam mit dem Entwicklungsträger prüfen, ob dort bis zum Frühjahr 2019 etwa ein Bolzplatz, Volleyballfeld oder Basketballkörbe aufgestellt werden können, um das Angebot des Volksparks zu ergänzen. 

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