26.05.2018, 25°C
  • 14.02.2018
  • von Stephan-Andreas Casdorff

Casdorffs Agenda: "Seit' an Seit'" - und über den Tag hinaus

von Stephan-Andreas Casdorff

Das aktuelle Führungsteam der Sozialdemokraten: Interims-Parteichef Olaf Scholz, die vermutlich künftige Parteichefin Andrea Nahles und Generalsekretär Lars Klingbeil (von rechts nach links). Foto: Tobias Schwarz/AFP

Die Parteihymne der SPD ist heute so aktuell wie zu kaum einem Zeitpunkt vorher: "...fühlen wir, es muss gelingen". Ein Kommentar.

Ausgerechnet am Valentinstag… Von wegen: Nur die Liebe zählt! Nein, es geht um die blanke Macht, in diesem Fall um die in der SPD. Soll nach mehr als 150 Jahren eine Frau diese Partei führen, die sich selbst seit Urzeiten für emanzipatorisch hält? Die Antwort darauf ist noch einfach: ja. Schwieriger ist die auf die Frage: wer?

Unglückseligerweise sind die Spitzensozialdemokraten gerade derart außer Form oder in ihrem eigenen Orbit, dass sie die Signale von der Basis nicht so richtig mitbekommen. Die will nämlich wählen, genauer: die Auswahl haben. Will selbst bestimmen, nicht bestimmt werden. Hinterzimmer war gestern.

Und, richtig, mit der neuen Chefin muss tatsächlich eine neue Zeit anbrechen. Davon können sie ein Lied singen: „Wann wir schreiten Seit’ an Seit’/ und die alten Lieder singen/ und die Wälder widerklingen/ fühlen wir, es muss gelingen:/ Mit uns zieht die neue Zeit.“ Das gilt über den Tag hinaus.

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