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  • 11.08.2018

European Championships 2018: Starke Wasserspringer - enttäuschte Turner

Florian Fandler (unten) und Christina Wassen drehen sich zu Bronze. Foto: dpa

Silber und zweimal Bronze im Wasser, aber erneut keine Medaillen für die deutschen Turner. Das brachte der vorletzte Tag bei den European Championships.

0,6 Sekunden fehlten im Loch Lomond auf EM-Gold. Die deutschen Freiwasserschwimmer haben am Samstag mit Silber bei den European Championships ihre dritte Medaille gewonnen. Neben dem Traumpaar der deutschen Schwimmer mit Florian Wellbrock und Sarah Köhler gehörten Leonie Beck und Sören Meißner zum Team, das sich in der Staffel nur den Niederlanden geschlagen geben mussten.

„Unser Ziel war eine Medaille, jetzt ist es Silber geworden in einem unglaublich spannenden Rennen“, sagte Bundestrainer Stefan Lurz. Leonie Beck und die in Glasgow mit zwei Medaillen im Becken erfolgreiche Köhler hatten dem deutschen Team eine vielversprechende Ausgangslage erarbeitet. „Wir haben alle einen guten Job gemacht. Dass Silber rausgekommen ist, freut uns umso mehr“, sagte Beck. Meißner brachte die Mannschaft nach vorne, 1500-Meter-Europameister Wellbrock übernahm als Schlussschwimmer zwischenzeitlich die Spitze. Doch Olympiasieger Ferry Weertman aus den Niederlanden spielte im Schlussspurt seine Routine aus.

Wasserspringerin Tina Punzel hat bei der EM in Edinburgh die Bronzemedaille vom Drei-Meter-Brett gewonnen. Die 23 Jahre alte Dresdnerin kam am Samstag auf 324,65 Punkte und musste sich nur Grace Reid aus Großbritannien (329,40 Punkte) und deren Landsfrau Alicia Blagg geschlagen geben, die 3,05 Zähler mehr holte als die Deutsche. Für Punzel ist es die zweite Medaille bei den European Championships. Im Mixed-Synchronspringen vom Dreier hatte sie mit Lou Massenberg Gold geholt. Vor Punzels Bronze hatten Florian Fandler und Christina Wassen den dritten Platz im Mixed-Synchronspringen vom Turm belegt. Nach dem vorletzten Wettkampftag im Royal Commonwealth Pool haben die deutschen Wasserspringer nun sieben Medaillen auf dem Konto.

Die deutschen BMX-Fahrer hatten mit der Medaillenvergabe nichts zu tun

Die deutschen Turner verpatzten hingegen ihre erste Team-Medaille seit acht Jahren. Mit 243,629 Punkten reichte es für die Männer um den Olympia-Zweiten Marcel Nguyen am Samstag nach zwei Abstürzen nur zu Platz vier. Knackpunkte waren der Sturz von Nick Klessing beim Sprung und ein erneuter Patzer von Reckspezialist Andreas Bretschneider, der seine schwierige Übung wie schon im Vorkampf nicht durchturnen konnte.

„Ein vierter Platz ist immer undankbar“, sagte Nguyen verärgert, der nun aber weitere zwei Chancen in den Einzelfinals am Sonntag hat. Den Titel sicherten sich vor über 6000 Zuschauern in der Hydro Arena zum dritten Mal in Serie die Russen.

Die deutschen BMX-Radsportler Julian Schmidt und Jonas Ballbach scheiterten in den Achtelfinals. Schmidt kam in seinem Lauf auf den sechsten Platz, nur die besten Vier erreichten die nächste Runde. Im Schlussklassement bedeutete das für ihn Rang 27. Ballbach wurde in seinem Achtelfinal-Rennen disqualifiziert. Die EM-Titel holten sich der Brite Kyle Evans und die Niederländerin Laura Smulders. (dpa)

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