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  • 05.03.2011
  • von Simon Poelchau

Berliner Gründer ausgezeichnet Drei Firmen aus der Hauptstadt gewinnen Preise

von Simon Poelchau

Berlin - Welche Größe habe ich eigentlich? Diese Frage soll jetzt der Vergangenheit angehören – zumindest wenn man seine Kleidung im Internet bestellt. Die beiden Wirtschaftswissenschaftler Asaf Moses und Sebastian Schulze haben eine Technologie entwickelt, die über eine Webcam automatisch die Konfektionsgröße erfasst. Sie gründeten darauf hin das Unternehmen Up-cload. Ihre Idee brachte den beiden Berlinern jetzt den Hauptpreis im „Gründerwettbewerb – IKT-innovativ“, der am Freitag auf der Cebit in Hannover vom Bundeswirtschaftsministerium verliehen wurde.

Moses und Schulze sind aber nicht die einzigen Berliner, die ausgezeichnet wurden. Von fünf Hauptpreisen, die mit einem Preisgeld von jeweils 30 000 Euro dotiert sind, gingen drei in die Hauptstadt. Unter den 13 weiteren Preisträgern, die jeweils 6000 Euro bekommen, befanden sich weitere fünf Berliner.

Der Gründerwettbewerb, an dem 331 Unternehmen teilgenommen haben, ist Teil der Initiative „Gründerland Deutschland“ des Ministeriums und wird zweimal jährlich vergeben. Mit dem Preisgeld sollen junge Unternehmen in der Informationstechnik- und Kommunikationsbranche gefördert werden.

Auch der zweite Hauptpreis für Berlin hat mit Bekleidung zu tun: Die Produktdesignerin Hanna-Lisette Wiesener macht aus Musik Strickmode. Zusammen mit der Modedesignerin Magdalena Kohler hat sie ein Programm entwickelt, das eine Strickmaschine mittels Audiobotschaften steuert. Die Gründerinnen machen also aus Tönen Mode. Der dritte Hauptpreis geht an das Team von Virtenio, das drahtlose Miniaturcomputer mit minimalem Energiebedarf entwickelt. Ihre Computer, die permanent Informationen sammeln, können unter anderem in der Logistik und der Landwirtschaft zum Einsatz kommen.

Nach der Preisverleihung konnten sich die Berliner Preisträger schon mal vernetzen. „Wir wollen mit Userlutions zusammenarbeiten“, erzählt Schulze von Up-cload. Die Macher von Userlutions analysieren Internetseiten auf ihre Nutzerfreundlichkeit hin und geben ihren Kunden Tipps, wie sie die Internetseiten verbessern können. Simon Poelchau

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