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  • 19.06.2017
  • von Sascha Karberg

Roboterforscher Gordon Cheng: An der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine

von Sascha Karberg

Die Beziehung des Menschen zum Roboter – für den wohl berühmtesten Roboterforscher Gordon Cheng ist das noch nie eine Einbahnstraße gewesen.

Als Gordon Cheng in Japan das „Computational Brain“ (CB) baute, den ersten vollintegrierten Roboter, der laufen, springen und balancieren sowie sehen, hören und greifen konnte, war die Reaktion der Menschen für den Roboterforscher mindestens so wichtig wie die des Roboters auf seine menschlichen Vorbilder. Nur so lasse sich die Technik an die Bedürfnisse des Menschen anpassen und weiterentwickeln, meint der Wissenschaftler, der seit 2010 in einer „Leuchtturm-Professur“ an der Technischen Universität in München forscht und dort das Institut für Kybernetische Systeme und das Kompetenznetzwerk Neuroengineering leitet. Dabei beschäftigt sich Cheng, geboren in der ehemals portugiesischen und jetzt chinesischen Kolonie Macao, eigentlich erst seit 15 Jahren mit Robotern. Aufgewachsen in Australien, wo er Computerwissenschaften studierte, gründete er erst ein Computerlogistik-Unternehmen, bevor er an die Nationale Universität in Canberra wechselte, um seinen Doktor zu machen. Seine steile Karriere führte ihn zunächst an das Labor für humanoide Interaktion in Tsukuba, wo CB entstand, bevor er an die Abteilung für humanoide Roboter und Neurocomputerwissenschaft am Advanced Telecommunications Research Institute in Kyoto wechselte.

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