• Potsdam: News, Tipps und Termine für Mittwoch, 4. September 2019

Mittwoch, 4. September 2019 : Das ist heute in Potsdam wichtig

Haha, hihi, huhu ... heute haben wir etwas zu lachen, wollen mal Danke sagen und tauschen unsere Klamotten. Ein ganz normaler Tag in Potsdam, liebe Neubürger.

Heute trifft sich der Lachclub im Bildungsforum.
Heute trifft sich der Lachclub im Bildungsforum.Foto: Franziska Kraufmann/ dpa

Potsdam - Am heutigen 4. September, am „Tag des Zeitungsausträgers“, verbeugen wir uns tief und ziehen den Hut vor all jenen, die uns jeden Morgen eine Zeitung in den Briefkasten werfen: Vielen Dank dafür, schön, dass es Euch gibt. Und wir wollen auch Herta Heuwer danken – für die Currywurst. Heute vor genau 70 Jahren soll die Berlinerin die Currywurst erfunden haben. In Berlin gibt es sie allerorten - allerdings ist das Hin- und Zurückkommen wegen des Schienenersatzverkehrs auf der gesperrten S-Bahnstrecke zwischen Westkreuz und Potsdam und mit überfüllten Regionalzügen momentan ein eher zweifelhaftes Vergnügen...

Bei uns in Potsdam sind die Wurststände rar gesät. Und in der Waldsiedlung in Groß Glienicke werden sie in naher Zukunft gar nicht vorkommen - zumindest nicht im alten Trafohäuschen. Zwar hatten die Stadtverordneten bereits einem Antrag von SPD und CDU/ANW zugestimmt, in dem alten Trafohäuschen ein Café oder Imbiss mit Verkaufsraum einzurichten. Jetzt hat Andreas Menzel (BVB/ Freie Wähler) beim Oberbürgermeister aber mal nachgefragt, wie der Stand der Dinge ist. Machen wir es kurz: So bald gibt es im alten Trafohäuschen keine Currywurst. Dafür muss der B-Plan geändert werden. Das dauert. Überhaupt sei im aktuellen Einzelhandelskonzept kein Imbiss für die Waldsiedlung vorgesehen, heißt es in der Antwort der Stadtverwaltung.

Keine Räume für Musiker

Spätestens seit Frühjahr 2014, als die Proberäume in der Alten Brauerei am Brauhausberg verloren gingen, erschallt regelmäßig ein Hilferuf von Potsdamer Musikern: Es fehlen Proberäume. Zwar gibt es immer wieder Angebote, aber es reicht bei weitem nicht für alle Bands. Zwar hat das Rathaus den Bau eines Musikzentrums angekündigt, viel passiert ist bisher aber anscheinend nicht. Potsdams Musiker wollen daher heute Abend zusammenkommen, um die "unbefriedigende" Situation zu erörtern. Das Treffen findet heute um 18.30 Uhr im Rechenzentrum (Kosmos) statt.

Willkommen in Potsdam

Zu gleichen Zeit, um 18.30 Uhr, trifft sich - so wie jeden ersten Mittwoch im Monat - der Kulturstadtverein Potsdam e.V. im Restaurant "Alter Stadtwächter", Schopenhauerstraße 33. Dazu eingeladen sind alle Neu-Potsdamer, die gerne Kontakte zu ihren neuen Nachbarn knüpfen möchten und Fragen hinsichtlich ihres neuen Zuhauses auf dem Herzen haben - und es gibt auch ein Pils aufs Haus, teilte der Verein mit. Zum  Vereinsstammtisch ist Markus Wicke eingeladen. Der Vorsitzende des Fördervereins des Potsdam Museums informiert über die 2020 geplante Sonderausstellung "Karl Hagemeister – '…das Licht, das ewig wechselt' – Landschaftsmalerei des deutschen Impressionismus".

Bewegung für Kita-Kinder

Im Luftschiffhafen findet heute die 15. Bummi-Olympiade statt. Über 300 Kita-Kinder üben sich heute Vormittag beim Sprint und anderen Laufsportarten, Ball- und anderen Mannschaftswettbewerben. Ziel der Veranstaltung ist es, den Kindern die frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem Sport zu ermöglichen und so auf eine "sportliche Orientierung auf einem gesunden Lebensweg der Kinder" einzuwirken, teilte die Vorsitzende der Stadtsportjugend Potsdam mit.

Umleitung zweier Buslinien

In Bewegung bleiben auch diejenigen, die in der Drewitzer Straße wohnen und die der 693er oder der Nachtbus N14 direkt vor die Haustür bringt. Im Bereich der Doppelkreuzung Drewitzer Straße, An der Alten Zauche, Heinrich-Mann-Allee wird die Fahrbahn saniert - und ab heute gelten für die genannten Linien einige Änderungen.

Die Gretchenfrage

Im Museum Barberini findet heute Abend ein äußerst interessanter Dialog statt. Wolfgang Huber, ehemals Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Sabine Kunst, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, werden über die Kluft zwischen Wissenschaft und Glaube diskutieren. Die beiden holen weit aus. Ausgangspunkt des Gesprächs wird der historische Streit zwischen Papst Urban VIII. und Galileo Galilei über die Lehre des Kopernikus sein, der dreist behauptete, die Erde würde um die Sonne kreisen. Das kam beim Papst weniger gut an, er drängte den Astrologen aus dem öffentlichen Leben. Übrigens: Erst im Jahr 1992 wurde Galileo von Papst Johannes Paul II. rehabilitiert. Aber warum eine solche Veranstaltung im Museum Barberini? Die Antwort ist leicht: Papst Urban VIII. hieß ursprünglich Maffeo Barberini und ist der Namensgeber des gleichnamigen Palazzo in Rom. Zudem trug er einen Großteil der Kunstsammlung zusammen, die dort heute zu sehen ist - und zurzeit teilweise im Museum Barberini am Alten Markt in unserer Stadt. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Nochmal etwas zur Wahl

Am Sonntag fanden in Brandenburg und Sachsen Landtagswahlen statt. In beiden Bundesländern hat die CDU mehr als sieben Prozent verloren. Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung verkauft den Wahlausgang auf ihrer Homepage natürlich so positiv wie möglich für die CDU, aber viel zu beschönigen gibt es eigentlich nicht. Wie berichtet gab es bereits auch erste Rücktrittsforderungen an Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben. Heute Abend um 19 Uhr will man im Steigenberger Hotel an der Allee nach Sanssouci gemeinsam mit dem Berliner Parteien- und Wahlforscher Oskar Niedermayer die Ergebnisse auswerten.

Die Wahl wird auch im heutigen Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung - dazu später mehr - eine Rolle spielen. Oder eigentlich eher die Wahlplakate. Heute will man darüber diskutieren, ob es bei zukünftigen Wahlkämpfen eine Begrenzung der Zahl der Wahlplakate geben soll.

Hauptausschuss im Stadthaus

Heute tagt der Hauptausschuss. Neben der gerade erwähnten Plakatfrage stehen noch diverse Punkte auf der Tagesordnung, die mit viel Leidenschaft diskutiert werden dürften und von den Potsdamern mit viel Interesse erwartet werden. Da wären zum einen die Einrichtung eines Uferbeirates und die Bildung eines "Zeitweiligen Ausschusses Kita-Elternbeiträge". Zum anderen geht es um die Zukunft der Nutheschlange, den "Tag des Respekts" und den Tourismus in Potsdam. Wer sich den öffentlichen Teil, darunter fallen alle erwähnten Punkte, vor Ort ansehen und -hören will, kommt um 17 Uhr in den Raum 280a im Stadthaus.

Mal richtig lachen

Garantiert was zum Lachen gibt es im Bildungsforum: Dort trifft sich um 16 Uhr im Raum 208 der Lachclub. Es geht um nichts anderes als die Reaktivierung der Königsdisziplinen der Lebensfreude: Lachen, tanzen, spielen und (wer mag) singen. Es sind alle ab 18 Jahren willkommen. Und das Allerbeste ist: "Vorkenntnisse, gute Laune oder ähnliches sind nicht nötig." Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bequeme Kleidung ist von Vorteil und etwas zu trinken kann nicht schaden. Es geht ja um eine Art Sport und nicht um eine gemütliche Witzerunde.

Apropos Humor: Um 19 Uhr geht es in dem Gemeindezentrum der Adventgemeinde in der August-Bonness-Straße 1 darum, wie man mit Humor sein Leben verändern kann. Es sollen Humorfertigkeiten vermittelt werden, um "mehr spielerische Leichtigkeit im Leben" zu erlangen.

Zwischen Herkunft und Gestaltung

In der Nagelkreuzkapelle beginnt heute die neue Veranstaltungsreihe "Herkunft = Zukunft?". Versucht wird, den Zusammenhang zwischen Herkunft und der Gestaltung der eigenen Zukunft zu beleuchten.

Beim heutigen Auftakt um 19 Uhr wird Deborah Feldman zu Gast sein. Sie wuchs in einer jüdischen Sekte in New York auf und erarbeitete sich einen Weg in ein selbstbestimmtes Leben als Schriftstellerin ("Unorthodox" und "Überbitten"). Heute lebt sie mit ihrem Sohn in Berlin. Und auch der nächste Gast wurde bereits verraten: Erwartet wird dann Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

Die Geschichte vom Deichgrafen

Im Hans Otto Theater wird heute Abend um 19.30 Uhr "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm aufgeführt. Regisseurin Katrin Plötner inszeniert Storms Novelle als düsteres Gesellschaftspanorama. Unsere Kollegin war nach der Premiere sehr angetan: Vom Anfangsbild bis zum "starken Schlussbild" - und von den Hauptdarstellern Guido Lambrecht und Kristin Muthwill.

Übrigens ist am Hans-Otto-Theater der Vorverkauf für den Oktober gestartet.

Tauschen statt kaufen

Heute findet zwischen 15 und 19 Uhr auf den Wiesen des Jugendclub Alpha im Schlaatz eine Open-Air-Kleidertauschparty statt. Also: Klamotten ausmisten, vorbeibringen, tauschen und neu gestylt nach Hause. Aber: "#KeineSchlüpfer", heißt es auf der Alpha-Facebookseite.

DDR-Amateurfilme im Filmmuseum

Seltene Potsdam-Aufnahmen aus DDR-Amateurfilmen sind heute im Filmmuseum zu sehen: Dort wird das Buch "Greif zur Kamera, gib der Freizeit einen Sinn. Amateurfilm in der DDR" von Museumsmitarbeiter Ralf Forster vorgestellt - mit Kurzfilmprogramm. DDR-Amateurfilme seien "ein Brennglas der damaligen Gesellschaft", sie pendeln zwischen Anpassung und vorsichtiger Kritik, riefen mitunter auch die Stasi auf den Plan, heißt es in der Ankündigung. Im Filmprogramm werden Aufnahmen aus Eisenhüttenstadt, vom Wohnungsbau in Potsdam (Zentrum Ost) und dem ersten Film über die Frauenfußballmannschaft von Turbine Potsdam unter Bernd Schröder gezeigt. Beginn ist 19 Uhr. Der Eintritt kostet 6, ermäßigt 5 Euro.

Zum Schluss das Wetter

Ach, das wird ein schöner Tag. Nicht zu heiß, aber trocken. Herrlich.