• Paralympisches Schwimmen in Potsdam: Starker Start in ein WM-Jahr der Ungewissheit

Paralympisches Schwimmen in Potsdam : Starker Start in ein WM-Jahr der Ungewissheit

Beim ersten Wettkampf 2019 überzeugten Potsdams paralympische Schwimmer mit Deutschen Rekorden und dem Erfüllen von Normen für die Weltmeisterschaften. Der WM-Austragungsort ist nach einem Diskriminierungs-Eklat jedoch noch offen.

Norm geknackt. Peggy Sonntag und zwei weitere Potsdamerinnen sicherte sich die WM-Qualifikation.
Norm geknackt. Peggy Sonntag und zwei weitere Potsdamerinnen sicherte sich die WM-Qualifikation.Foto: Cosima Engel/Verein

Berlin - Mit fünf Deutschen Rekorden starteten die paralympischen Schwimmer aus Potsdam ins Wettkampfjahr 2019. Zu gleich drei nationalen Bestmarken ihrer Wertungsklasse schwamm Gina Böttcher vom SC Potsdam in Berlin: über 50 und 100 Meter Freistil sowie über 50 Meter Schmetterling. Tom Meixelsberger vom Brandenburgischen Präventions- und Rehabilitationssportverein (BPRSV) stellte über 50 Meter Brust einen neuen Deutschen Rekord auf, ebenso seine Vereinsgefährtin Verena Schott über 50 Meter Rücken. Böttcher, Schott und Peggy Sonntag (BPRSV) erfüllten zugleich Normen für die diesjährigen Weltmeisterschaften.

Wo diese stattfinden, ist allerdings noch offen. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) entzog Malaysia die Austragung der WM vom 29. Juli bis 4. August. Grund: Die malaysische Regierung hatte angekündigt, israelischen Sportlern die Einreise zu verwehren. Malaysia ist mehrheitlich muslimisch geprägt und unterhält keine diplomatischen Beziehungen zum jüdischen Israel. „Jede WM muss für alle qualifizierten Athleten und Nationen offen sein, um sicher und frei von Diskriminierung im Wettkampf antreten zu können“, betonte IPC-Präsident Andrew Parsons. „Die paralympische Bewegung war immer und wird immer angetrieben sein vom Bestreben nach Inklusion, nicht Exklusion.“

Die Suche nach einem neuen Ausrichter läuft derzeit. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, hatte dafür Deutschland ins Spiel gebracht. Damit könne man „auch unsere besondere Verantwortung im Hinblick auf das Thema Israel“ unter Beweis stellen, sagte Hörmann.