• Potsdamer Junge leidet an Kinderdemenz: Spendenaktion für Kulani (5) voller Erfolg

Potsdamer Junge leidet an Kinderdemenz : Spendenaktion für Kulani (5) voller Erfolg

Innerhalb kurzer Zeit kamen mehr als 4250 Euro zusammen. Kulanis Familie ist überwältigt. Das Geld ist für die Finanzierung einer Intensivtherapie gedacht.

Kulani auf seinem Therapiefahrrad.
Kulani auf seinem Therapiefahrrad.Foto: privat

Potsdam - Spendenziel erreicht: Innerhalb von nur drei Tagen sind auf der Crowdfunding-Seite der Potsdamer Stadtwerke die angepeilten 4250 Euro für eine Intensivtherapie für den fünf Jahre alten Kulani gesammelt worden. Der Potsdamer Junge leidet an Neuronaler Ceroid Lipofuszinose Typ 2 (NCL), die auch als Kinderdemenz bezeichnet wird. "Heute um 7.47 Uhr ging die entscheidende Spende ein", teilte Kulanis Vater am Freitagmorgen bei Facebook mit. Die Aktion war am Dienstagmorgen gestartet.

Kinderdemenz ist eine tödliche Krankheit. Die Hirnzellen im Kopf des Kindes sterben nach und nach ab. Die seltene Krankheit ist unheilbar. Man kann lediglich versuchen, ihren Verlauf zu verlangsamen. Das soll durch eine speziell auf den Jungen abgestimmte Therapie in einem Sanatorium in der Slowakei gelingen. Diese Intensivtherapie wird allerdings nicht von der Krankenkasse bezahlt.

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Es kann weiter gespendet werden

Daher wurde im Internet eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Freitag wurde das Spendenziel erst erreicht - und schließlich übertroffen. "Wir sind sehr überwältigt von der ganzen Aktion", teilte Kulanis Vater den PNN mit. 

Wie ursprünglich geplant, wird die Crowdfunding-Aktion bis zum 4. Mai fortgesetzt. Es kann also weiter gespendet werden. Zu finden ist das Projekt unter dem Stichwort „Langer Abschied aus kurzem Leben“. Das überschüssige Geld soll in die Therapie fließen, falls diese länger gehen soll und dadurch teurer wird. Auch die NCL-Stiftung, die sich mit der Erforschung der Krankheit befasst, soll unterstützt werden. Laut der Stiftung leiden in Deutschland rund 700 Kinder an NCL, weltweit gibt es etwa 70.000 Betroffene.

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