• Potsdam HEUTE, Freitag, 25. Februar 2022: Ein Alptraum ist wahr geworden

Potsdam HEUTE, Freitag, 25. Februar 2022 : Ein Alptraum ist wahr geworden

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Der PNN-Newsletter - heute von Jana Haase.
Der PNN-Newsletter - heute von Jana Haase.Grafik: TSP

Guten Morgen,

in Kiew und anderen ukrainischen Städten haben am Donnerstag die Sirenen Bombenalarm geheult, in Potsdam die Glocken der Friedenskirche im Park Sanssouci und der Nikolaikirche für Frieden geläutet - das Entsetzen über Putins Angriffskrieg auf die Ukraine war bei vielen Potsdamer*innen ebenso groß wie die Anteilnahme mit den Betroffenen: Am Abend versammelten sich mehrere Hundert Menschen auf dem Alten Markt, um Solidarität zu demonstrieren und ein Zeichen gegen militärische Gewalt zu setzen. Vor Potsdams Stadthaus wehte die ukrainische Flagge. Die Schlösserstiftung hatte schon am Nachmittag an der Friedenskirche zu einer Schweigeminute aufgerufen. "Unsere Stiftung hat nicht nur die Aufgabe, bedeutende Unesco-Welterbestätten zu bewahren, sondern sieht sich auch in der Pflicht, über unsere Geschichte zu informieren und aufzuklären", erklärte Stiftungsdirektor Christoph Martin Vogtherr. "Wenn die Vergangenheit uns eines lehrt, dann das: Krieg ist immer der falsche Weg." Mein Kollege Henri Kramer fasst die Potsdamer Reaktionen auf den Ukraine-Krieg hier zusammen.

Ich musste an den WM-Sommer 2006 zurückdenken, als Potsdam Gastgeber der ukrainischen Nationalmannschaft sein durfte, die Fans gemeinsam auf dem Luisenplatz feierten und das größte Problem quakende Frösche vorm Mannschaftsquartier am Templiner See waren. Der Kontrast zu den Bildern, die uns jetzt aus der Ukraine erreichen, könnte nicht größer sein. Die Nachrichten über Bombardierungen, Vormärsche, Todesopfer sind kaum zu ertragen, auch wenn die Eskalation sich lange abgezeichnet hat. Von einem "Tag der Schande" sprach Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Mit der russischen Invasion ist ein Alptraum wahrgeworden - für die Menschen in der Ukraine und die Sicherheit in Europa.

Wenn es am Donnerstag trotzdem ein Zeichen der Hoffnung gab, dann waren es für mich die Bilder von Demonstrationen gegen den Krieg in mehreren russischen Städten. Die Menschen in St. Petersburg, Moskau, Novosibirsk riskieren mit solchem Protest in einem autoritären Staat alles. Und ja, Aktivisten berichteten am Abend von fast 1400 Festnahmen. Aber wenn die Menge der Mutigen groß genug wird, können sie auch alles gewinnen - und echte Veränderung bewirken. Wo wüsste man das besser als in Ostdeutschland.

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