• GFZ in Potsdam: Chef Reinhard Hüttl muss nach Kooperationsvorwürfen gehen

Nach Korruptionsvorwürfen : GFZ-Chef Hüttl abberufen

Das GeoForschungsZentrum in Potsdam hat seinen Chef abberufen. Gegen Reinhard Hüttl waren Korruptionsvorwürfe erhoben worden.

Reinhard Hüttl.
Reinhard Hüttl.Foto: Manfred Thomas

Potsdam - Das Kuratorium des Deutschen GeoForschungsZentrums hat am Dienstag in einer Sondersitzung Prof. Reinhard Hüttl mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als wissenschaftlicher Vorstand und Sprecher des Vorstands abberufen. Die Kuratoriumsvorsitzende wurde gebeten, den Anstellungsvertrag fristlos mit sofortiger Wirkung zu kündigen.

Im Vorjahr war bei der für Korruptionsdelikte zuständigen Staatsanwaltschaft in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) eine Strafanzeige gegen Hüttl eingegangen. Hintergrund waren mutmaßliche Compliance-Verstöße wegen des Umgangs mit Finanzmitteln, die ein anonymer Hinweisgeber gemeldet habe. Das hatte das GFZ wie berichtet selbst am 23. Oktober mitgeteilt. 

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Auf Wunsch von Hüttl hatte das Kuratorium des GFZ einen Tag zuvor beschlossen, ihn von seinem Amt als Wissenschaftlicher Vorstand des GFZ bis auf weiteres zu entbinden. Wie das GFZ mitteilte, wurde das Verfahren zur Neubesetzung des Amtes regulär eingeleitet worden. "Die Findungskommission hat ihre Arbeit bereits begonnen", teilte das GeoForschungsZentrum mit. Hüttl hatte das GFZ seit 2007 geleitet. Aufgrund der bekanntgewordenen Tatsachen sah das Kuratorium keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.


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