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Kommunalwahl 2019 : Die Hochburgen der Parteien in den Potsdamer Wahlkreisen

Bei der Kommunalwahl 2019 in Potsdam gab es sechs Wahlkreise. Hier die Übersicht, wo jede Partei am besten gepunktet hat.

Foto: Andreas Klaer


Potsdam - Die Ergebnisse der einzelnen Parteien bei der Kommunalwahl 2019 im Überblick - aufgeteilt nach den Wahlkreisen:


Wahlsieger in den einzelnen Wahlkreisen

Potsdam war zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in sechs Wahlkreise aufgeteilt:


Ergebnisse der Parteien in den einzelnen Wahlkreisen


Die Linke

Die Wahlverlierer der Linken konnten in den Plattenbaugebieten Drewitz, Stern und Waldstadt zwar Ergebnisse von mehr als 30 Prozent holen, bei Spitzenreiter Johannes-Kepler-Platz sogar 43,1 Prozent – in diesem Wahlbezirk lag die Wahlbeteiligung aber nur bei 37 Prozent. Generell lag die Wahlbeteiligung in den traditionell linken Wahlkreisen 5 und 6 nur bei unterdurchschnittlichen rund 52 Prozent.


SPD

Auffällig am Ergebnis der SPD ist: Fast überall im Stadtgebiet erhielten die Sozialdemokraten zweistellige Zustimmungsraten. 34 Prozent holte man etwa am Kiewitt, auch in der Waldstadt gab es für die SPD durchweg rund 25 Prozent. Mies war das Ergebnis in Neu Fahrland mit 11,7 Prozent – zuletzt erreichte die SPD dort zumindest noch 20,3 Prozent.


CDU

Die CDU war am stärksten in der Speicherstadt mit 28,1 Prozent, aber auch in der Berliner Vorstadt, Grube und Groß Glienicke. Im 2014 noch CDU-dominierten Uetz-Paaren – damals 49 Prozent – hingegen wählten diesmal nur elf Prozent christdemokratisch. Wenig überraschen dürfte das schlechte Abschneiden in den Plattenbaugebieten: CDU-Schlusslicht ist Wiesenhof/Bisamkiez mit drei Prozent.


Grüne/Bündnis 90

Die Grünen erreichten erstmals in den Wahlkreisen 5 und 6 mit den Plattenbaugebieten Stern, Drewitz, Schlaatz und Waldstadt zweistellige Ergebnisse. In klassischen Grünen-Hochburgen – Brandenburger Vorstadt und Babelsberg – konnten sie teils mehr als 30 Prozent einfahren. Überraschend bei der Brandenburger Vorstadt: Jenseits der Zeppelinstraße, Auf dem Kiewitt, gab es mit 8,9 Prozent eines der schlechtesten Ergebnisse.


Die aNDERE

Die linksalternative Die Andere hat ihren stärksten Bezirk gleich neben der CDU-Hochburg Speicherstadt: Im Finkenweg kam sie auf 35,9 Prozent. Insgesamt erreichte die Wählergruppe in den Wahlkreisen 3 und 4 mit Babelsberg, der Brandenburger Vorstadt und Potsdam West locker zweistellige Ergebnisse, im Wahlkreis 6 mit Stern, Drewitz und Kirchsteigfeld dagegen nur fünf Prozent. Schlusslicht ist Groß Glienicke mit 1,5 Prozent.


AfD

Wahlgewinnerin AfD konnte ihren Stimmenanteil verdoppeln. Im Schlaatz, in Drewitz und der Waldstadt II erhielten die Rechtspopulisten mehr als 20 Prozent. In der Innenstadt, Brandenburger Vorstadt und Babelsberg blieb die Partei im niedrigen einstelligen Bereich.


FDP

Auch die Liberalen haben zugelegt. In zwei Innenstadt-Briefwahlbezirken sowie der Berliner Vorstadt und der Nauener Vorstadt kamen sie auf zweistellige Ergebnisse. Bemerkenswert: Auch in den Plattenbaugebieten im Wahlkreis 5 konnte die Partei ihren Stimmenanteil verdoppeln – auf 3,6 Prozent.


Sonstige:

BVB/Freie Wähler konnten mit Andreas Menzel besonders in Groß Glienicke punkten – es blieb aber bei einem Sitz im Stadtparlament. Neu ist die Partei Die Partei mit einem Sitz. Die Politsatiriker schnitten besonders gut in Eiche, der Innenstadt, der Brandenburger Vorstadt und Babelsberg ab – dort, wo auch Grüne und Andere stark waren.


Bürgerbündnis


BVB/ Freie Wähler


Die Partei


Ingo Charnow (Einzelbewerber)