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  • 14.03.2018

Konsumausgaben kräftig gestiegen: Deutsche im Kaufrausch

Die Deutschen sind in Kauflaune. Foto: Elisabeth Rabe/dpa

Den Deutschen sitzt das Geld locker: Die Ausgaben für Bekleidung, Fahrzeuge, Nahrungsmittel und andere Konsumgüter sind 2017 kräftig gestiegen.

Angetrieben von niedrigen Zinsen, einer starken Wirtschaftsentwicklung und günstigen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt gaben die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr rund 1,64 Billionen Euro für ihre eigenen Bedürfnisse aus. So stiegen die gesamten Konsumausgaben um 3,6 Prozent, erklärten die Fachleute vom Statistischen Bundesamt am Mittwoch und bestätigten damit weitgehend eine Schätzung von Mitte Januar. Dies ist der größte Zuwachs seit 1994. Bereinigt um steigende Preise lag das Plus bei 1,9 Prozent.

Die Ausgaben für Schuhe und Bekleidung stiegen sogar so stark wie seit 1992 nicht mehr. Der Anstieg belief sich auf 5,9 Prozent. Für Fahrzeuge gaben die Deutschen 8,6 Prozent mehr aus, fürs Tanken 7,8 Prozent mehr. In der Sparte Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (plus 3,8 Prozent) nahmen die Verbraucher vor allem für Nahrungsmittel (plus 4,8 Prozent) mehr Geld in die Hand - "bedingt durch einen vergleichsweise hohen Preisanstieg von 3,0 Prozent".

Auch die Ausgaben für Hotel- und Restaurantbesuche (plus 4,9 Prozent) sowie für Freizeit, Unterhaltung und Kultur (plus 4,0 Prozent) kletterten deutlich. Für Wohnungen und deren Nebenkosten brachten die privaten Haushalte dagegen lediglich 2,7 Prozent mehr Geld auf.

Auf Dienstleistungen entfielen über die Hälfte der Konsumausgaben der privaten Haushalte. Gut ein Viertel steckten die Menschen in sogenannte Verbrauchsgüter wie Nahrungsmittel und Kraftstoffe. Der Anteil kurzlebiger Güter wie Bekleidung lag bei neun Prozent, der von langlebigen Gütern wie Autos und Sofas bei zwölf Prozent.

Dank der Rekordbeschäftigung und Job-Sicherheit ist der Konsum seit Jahren ein feste Stütze für das Wirtschaftswachstum in Deutschland. (dpa/Reuters)

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