• Susanne Buiter leitet künftig Geoforschungszentrum: Niederländische Professorin steht für Neuausrichtung

Susanne Buiter leitet künftig Geoforschungszentrum : Niederländische Professorin steht für Neuausrichtung

Nach Compliance-Skandal um Ex-Chef Hüttl: Buiter übernimmt ab Mitte Mai die Leitung des GFZ in Potsdam. Sie will die Grundlagenforschung weiter vorantreiben.

Susanne Buiter leitet ab 15. Mai 2022 das GFZ.
Susanne Buiter leitet ab 15. Mai 2022 das GFZ.Foto: Andreas Schmitter/GFZ

Potsdam - Die niederländische Geophysikerin Susanne Buiter leitet ab 15. Mai das Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam. Das Kuratorium des GFZ habe die 51-Jährige Ende März zum neuen wissenschaftlichen Vorstand und zur Sprecherin des Vorstands berufen, teilte das GFZ am Montag mit. 

„Mein Ziel ist es, die Grundlagenforschung weiter voranzutreiben, damit wir in der Wissenschaft ebenso wie als Gesellschaft in der Lage bleiben, uns den geologischen Herausforderungen einer Erde im Wandel zu stellen, zu denen Naturgefahren ebenso gehören wie die Energiewende“, sagte Buiter laut Mitteilung. Sie freue sich auf die neue Aufgabe, zu der auch die Integration des Potsdamer Institute For Advanced Sustainability Studies (IASS) mit seinen wichtigen Dimensionen der Transformationsforschung gehöre.

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Susanne Buiter stammt aus Drenthe, einer Provinz in den Niederlanden. Sie studierte in Utrecht Geophysik und wurde mit einer Arbeit zur Oberflächenverformung aufgrund von tektonischen Prozessen promoviert. Sie hat eine Professur für Tektonik und Geodynamik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen inne. Davor leitete sie das Team „Solid Earth Geology“ am staatlichen geologischen Dienst Norwegens NGU.  

Buiter löst Niels Hovius ab, der das GFZ seit November 2020 als kommissarischer wissenschaftlicher Vorstand geleitet hatte. Hovius hatte ab 16. November bis auf Weiteres das Amt von Reinhard Hüttl übernommen, der Ende Oktober 2020 auf eigenen Wunsch von seinem Amt als wissenschaftlicher Vorstand entbunden worden war. 

Hintergrund waren mutmaßliche Compliance-Verstöße wegen des Umgangs mit Finanzmitteln, die ein anonymer Hinweisgeber gemeldet hatte. Das GFZ schaltete daraufhin die für Korruptionsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft Neuruppin ein. 

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