Semesterstart in Potsdam : Jetzt geht's los

Überraschungen, Spaß und deutsches Bier: Was Potsdams Erstsemester vom Studium in der Stadt erwarten. Interviews mit acht von rund 5200 Studienanfängern der staatlichen Hochschulen.

Carina Zidan, 25.
Carina Zidan, 25.Foto: Peter Raddatz

Carina Zidan, 25, studiert Animationsregie an der Filmuniversität.

Da komme ich her

Ich komme aus Bulgarien, dort habe ich bis vor Kurzem Szenografie studiert. Insgesamt studiere ich seit ungefähr zehn Jahren Kunst. Und jetzt mache ich hier in Potsdam meinen Master in Animationsregie.

Da will ich hin
Das ist sehr schwierig, ich möchte mich jetzt nicht festlegen. Erst einmal möchte ich ein tolles Projekt machen, vielleicht einen Animationsfilm drehen.

So lief die Bewerbung
Ich habe mich zunächst online beworben. Danach habe ich mein Portfolio per Post nach Potsdam geschickt. Das alles hat sehr lange gedauert, drei Monate insgesamt, weil ich mich um so viele Dokumente kümmern musste, die für die Bewerbung ins Deutsche übersetzt werden mussten.

Das erwarte ich von der Hochschule
Ich erwarte viele schöne Überraschungen und möchte viele nette Leute kennenlernen.

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Caroline Zeiger, 21
Caroline Zeiger, 21Foto: Peter Raddatz

Caroline Zeiger, 21, studiert Politik, Verwaltung und Organisation an der Uni Potsdam.

Da komme ich her
Ich stamme aus Angermünde in der Uckermark. Vor drei Jahren bin ich nach Berlin gezogen, habe dort eine Ausbildung in der Verwaltung des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf abgeschlossen. Dort wohne ich noch und pendle nun zum Studium nach Potsdam. Das Abitur habe ich in Angermünde gemacht, danach direkt die Ausbildung. Meine Schwester hat bereits in Berlin gewohnt und studiert den gleichen Studiengang in Potsdam wie ich. Das trifft sich gut.

Da will ich hin
Ich möchte weiter in der Verwaltung arbeiten, je nachdem wohin mich der Weg führt. Ich hätte nach der Ausbildung bereits einen Arbeitsplatz in Berlin gehabt, wollte aber erst noch studieren. Später hätte ich das sicher nicht mehr gemacht. Ich will fürs erste den Bachelor machen, wenn das Studium mir richtig zusagt, dann mache ich vielleicht noch den Master. Ich will aber auf jeden Fall in Berlin bleiben, am liebsten am Stadtrand wohnen und in Brandenburg arbeiten. In die Uckermark möchte ich aber eher nicht zurückkehren. Ich will etwas Neues sehen, außerdem ziehen dort zu viele junge Menschen weg, auch aus meinem Abi-Jahrgang.

So lief die Bewerbung
Alles online. Der Studiengang hatte zwar einen Numerus Clausus, aber meine Note hat gereicht und ich hatte durch die Ausbildung Wartezeit. Das ging dann alles sehr schnell an der Uni Potsdam – anders als an anderen Hochschulen in Berlin, an denen ich mich ebenfalls beworben hatte. Ich hatte mehrere Zusagen und habe mich dann für Potsdam entschieden.

Das erwarte ich von der Hochschule
Von der Universität erwarte ich, dass man einen Leitfaden im Studium erkennt. Allerdings bin ich auch darauf eingestellt, es ohne anzugehen. Irgendwie kommt man ja immer in etwas Neues hinein. Ansonsten erwarte ich das typische Studentenleben. Ich will auf jeden Fall Hochschulsport machen und neue Leute kennenlernen. Ich würde gerne ein neues Umfeld finden. Der Alltag wird sich für mich nun stark ändern. Ich erwarte mir, dass ich im Studium mehr Zeit für eigene Dinge – beispielsweise Musik und Freizeit – habe als während der Ausbildung. Potsdam ist eine schöne Stadt, hier werde ich nun bestimmt öfter sein. Ich finde die Schlösser und Parks sehr schön. Mal sehen, wie viel Zeit dafür bleibt.

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Chris Swientek, 21
Chris Swientek, 21Foto: Peter Raddatz

Chris Swientek, 21, studiert Schauspiel an der Filmuniversität Babelsberg.

Da komme ich her
Ich komme aus Berlin. Seitdem ich Abi gemacht habe – drei Jahre ist das jetzt her – stand für mich immer dieses Theaterding im Vordergrund. Ich habe an verschiedenen Theatern gespielt.

Da will ich hin
Ich kann jetzt gerade gar nicht sagen, ob das Arbeit im Theater, beim Film oder was auch immer sein wird. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, mit meinem Beruf glücklich zu sein und dann ein glückliches Leben führen zu können.

So lief die Bewerbung
Nach der Online-Bewerbung mussten wir in drei Runden vorsprechen. In der ersten Runde waren Monologe dran und in der zweiten Runde musste man dann verschiedene Tests machen, zum Beispiel einen Kameratest, einen Bewegungstest und einen musikalischen Test. In der letzten Runde haben wir dann Ensemblearbeit gemacht. Da haben sie mit uns improvisiert und Spiele gemacht.

Das erwarte ich von der Hochschule
Ich hoffe auf einen Ort, an dem ich mich entfalten kann und wo ich mich geborgen fühle. Ich wünsche mir, dass mir der Ort die Möglichkeit gibt, mich auch ausprobieren zu können, damit ich so mit mir selbst und meinem Beruf weiterkommen kann.

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George Moran, 21.
George Moran, 21.Foto: Peter Raddatz

George Moran, 21, studiert Germanistik und Französisch an der Universität Potsdam.

Da komme ich her
Ich komme aus Großbritannien, dort studiere ich an der Universität Southampton. Das liegt am Meer, dort bin ich auch als Rettungsschwimmer tätig. Aber es ist dort nicht so schön wie in Berlin und Potsdam, hier gefällt es mir viel besser. Es ist eine gute Möglichkeit für mich, nun hier sein zu können. Ich wohne in einer Studentenwohnung in Babelsberg und pendele von dort zum Neuen Palais, das macht mir nichts aus. Die Verbindungen sind gut.

Da will ich hin
Jetzt studiere ich Sprachen, später will ich Botschafter werden. Ich will um die Welt reisen, so viele Länder wie möglich sehen, bevor ich alt bin. Ich liebe es zu Reisen. Deutschland ist mein Lieblingsland, wegen dem Bier und dem Fußball – auch trotz der Krise bei der WM in diesem Jahr. Mir gefallen die Bierkrüge und das Bier schmeckt hier viel besser – es ist etwas bitter und ein bisschen stärker als in England. Spannend finde ich auch das Oktoberfest in München. Es ist zwar etwas teuer, aber man muss das mal erlebt haben. Ich studiere eine Verbindung aus Bachelor und Master, das heißt, dass ich im nächsten Jahr sehr viel arbeiten muss. Aber das wird gehen.

So lief die Bewerbung
Das war nicht schwierig, es lief gut, über das Internet. Ich habe viel Hilfe bekommen von meiner Universität in England. Eine meiner Dozentinnen von dort arbeitet nun hier, das hat mir auch geholfen. Southampton ist eine Partneruniversität von Potsdam. Ich hatte vier deutsche Unis zur Auswahl – Potsdam war die beste. Die Universität Potsdam hat eine sehr gute Reputation in England. Die Geschichte und die Architektur machen die Stadt außerdem interessant, vor allem auch die Gegenwartsgeschichte mit der Teilung und der Mauer finde ich sehr spannend.

Das erwarte ich von der Hochschule
Da ich gehört habe, dass das Niveau an der Universität Potsdam sehr hoch ist, erwarte ich einen sehr guten Unterricht. Es gibt auch ein internationales Gefühl hier, das gefällt mir. Ich will viele Leute kennenlernen. Es ist hier offener als in England – und man hat mehr Unabhängigkeit. Ich hoffe, auf sehr freundliche Kommilitonen zu treffen. Vielleicht entwickelt sich auch die ein oder andere Freundschaft daraus. Es sind auch andere Studenten von meiner Uni in England hier – aber ich will vor allem Deutsche kennenlernen und Deutsch sprechen. In Potsdam habe ich viele Museen und Parks gesehen. Das will ich erst einmal alles besuchen, bevor ich mir auch in Berlin etwas anschaue. Potsdam ist nun mein Mittelpunkt.

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Joshua Chiger, 21. 
Joshua Chiger, 21. Foto: Peter Raddatz

Joshua Chiger, 21, studiert Produktdesign an der Fachhochschule Potsdam.

Da komme ich her
Ich komme aus Wannsee und habe mich schon immer vor allem für Modedesign interessiert. Ich habe auch eine Ausbildung zum Visual Merchandiser angefangen. Weil ich dann doch lieber studieren wollte, habe ich die Ausbildung aber abgebrochen. Ich habe viele Leute kennengelernt und mit ihnen über ihr Modedesignstudium gesprochen. Und gerade, weil ich mich so viel über dieses Studium unterhalten habe, habe ich mich gleichzeitig mehr mit Produktdesign auseinandergesetzt. Schließlich habe ich festgestellt, dass man damit in der Zukunft bessere Chancen hat.

Da will ich hin
Am meisten interessiere ich mich für Interior- und Produktdesign. Ja, ich denke, da will ich hin. Ich sehe mich erst einmal nach dem Studium in einer coolen Agentur, vielleicht auch in einer Firma.

So lief die Bewerbung
Ich habe mich online beworben. Das war nicht besonders aufwendig, das ging alles ganz schnell.

Das erwarte ich von der Hochschule
Ich bin total aufgeregt, aber ich freue mich riesig auf das Studium hier an der Fachhochschule. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt konkrete Erwartungen habe, was die kommende Zeit betrifft. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was jetzt auf mich zukommt.

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FH, Madlin Heinrich, 21. 
FH, Madlin Heinrich, 21. Foto: Peter Raddatz

Madlin Heinrich, 21 studiert Bauingenieurwesen an der FH Potsdam

Da komme ich her
Ich komme aus Falkensee und habe eine Ausbildung zur Bauzeichnerin gemacht. Danach habe ich mich ein Jahr lang auf mein Fachabitur vorbereitet. Ich habe mir Zeit gelassen, auch um mir wirklich sicher zu sein, was ich machen möchte. Jetzt habe ich mich für den Studiengang Bauingenieurwesen entschieden.

Da will ich hin

Auf jeden Fall möchte ich später einen sicheren Job haben. Mal sehen, wie sich die Lage verändert. Ich werde sehen, was es für Angebote gibt, wenn ich mit dem Studium fertig bin.

So lief die Bewerbung
Beworben habe ich mich erst über das Studienportal Hochschulstart und dann auch direkt über das Bewerbungsportal auf der Internetseite der Fachhochschule Potsdam. Die Fragen waren schon manchmal knifflig, aber im Endeffekt hat alles gut geklappt.

Das erwarte ich von der Hochschule
Ich hoffe, dass das Studium sich an der Praxis orientiert, dass nicht nur der Stoff durchgerattert wird, sondern dass das Studium wirklich auf den Beruf und die Aufgaben eines Bauingenieurs vorbereitet.

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Thaiane Deringer, 25.
Thaiane Deringer, 25.Foto: Peter Raddatz

Thaiane Deringer, 25, studiert Deutsch auf Lehramt an der Universität Potsdam.

Da komme ich her
Ich komme aus Brasilien und werde hier das Wintersemester als Austauschstudentin studieren. In Brasilien habe ich bereits Deutsch studiert. In meiner Familie gibt es deutsche Wurzeln, mein Ururgroßvater kam aus Deutschland, der Mädchenname meiner Mutter ist Krug. In Potsdam wohne ich am Neuen Palais, da kann ich zu Fuß zur Uni gehen. Ich bin schon seit fünf Wochen in Deutschland, zuvor habe ich in Stuttgart ein Praktikum beim Institut für Auslandsbeziehungen gemacht. In Brasilien arbeite ich an einem Forschungsprojekt, das Zeitungen der deutschen Einwanderer untersucht.

Da will ich hin
Ich will in Brasilien Deutsch an Sprachschulen unterrichten. Es gibt dort ein großes Interesse an der deutschen Sprache, wegen der vielen ehemaligen Einwanderer, aber auch weil Deutschland für Berufe wie Ingenieur und im Bauwesen einen guten Ruf hat. Vorher will ich eventuell noch den Master machen, es gibt einen dualen Studiengang, ein Jahr in Brasilien, ein Jahr hier.

So lief die Bewerbung
Per Internet, es war nicht so einfach, aber mein Professor der Universidade Federal do Paraná in Brasilien hat mir geholfen – es gibt eine Kooperation der Universitäten.

Das erwarte ich von der Hochschule
Ich hoffe, dass ich hier mein Deutsch verbessern kann – aber auch viele andere Dinge lernen zu können. Ich hoffe, dass die Studierenden hier offen sind. Das Vorurteil, dass die Deutschen sehr verschlossen sind, hat sich nicht ganz bestätigt. Aber in Brasilien sind die Menschen doch viel offener. An Potsdam finde ich gut, dass es etwas ruhiger ist als Berlin. Ich finde es anstrengend, wenn zu viel los ist. Ich bin erst vor wenigen Tagen in Potsdam angekommen, ich habe aber das Neue Palais bereits besichtigt – dort werde ich studieren!

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Vanessa Schmitt, 21.
Vanessa Schmitt, 21.Foto: Peter Raddatz

Vanessa Schmitt, 21, studiert Interface Design an der Fachhochschule Potsdam.

Da komme ich her

In Trier habe ich vorher Medieninformatik studiert, drei Semester lang, aber ich bin eigentlich gebürtige Potsdamerin. Für das Studium war ich nach Trier gezogen. Jetzt bin ich wieder zurückgezogen, um Interface Design zu studieren – weil ich das interessanter finde und weil ich denke, dass das für mich ein bisschen einfacher ist. Programmieren liegt mir nämlich doch nicht so, ich bin ein bisschen zu langsam. Designsprache ist eher mein Ding als Java.

Da will ich hin

Mein Ziel ist es, in einer Werbeagentur zu arbeiten – oder mit meinem Freund zusammen. Der studiert nämlich „Digitale Spiele“ in Trier und wir haben schon darüber nachgedacht, zusammen etwas aufzumachen. Ansonsten könnte ich versuchen, in ein größeres Unternehmen reinzukommen, um dort zu arbeiten. Ein Interface-Designer wird ja eigentlich immer gebraucht, da hat man ganz gute Chancen.

So lief die Bewerbung

Erst einmal habe ich mich online beworben, bis zum 1. April konnte man sich dort bewerben. Im zweiten Schritt wurde einem die Hausaufgabe zugeschickt, die man bis zu einem gewissen Zeitpunkt erledigen musste. Schließlich bin ich nach Potsdam gekommen, um meine Hausaufgabe und auch meine Mappe zu präsentieren.

Das erwarte ich von der Hochschule

Ich hoffe, dass es eine ganz tolle Zeit wird, dass ich neue Leute kennenlerne, dass mir das Studium Spaß macht. Und dass ich vielleicht auch ein neues Gebiet abgesehen von Apps entdecke, eine neue Richtung, in die ich gehen könnte. Ich hoffe, dass ich sehr viel Spaß haben werde, dass meine Kommilitonen und Professoren sehr nett sind. Wobei ich glaube, dass ich mir da keine Sorgen zu machen brauche. Die FH Potsdam hat ja einen sehr guten Ruf. Ich freue mich schon richtig darauf, hier zu studieren.


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Über 25000 Studierende in der Stadt

Erstsemester der Potsdamer Fachhochschule im Hans Otto Theater. An der FH Potsdam beginnen aktuell rund 760 Studierende. 
Erstsemester der Potsdamer Fachhochschule im Hans Otto Theater. An der FH Potsdam beginnen aktuell rund 760 Studierende. Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die Universität Potsdam erwartet zum Wintersemester nach derzeitigem Stand über 4200 neue Studierende, rund 2600 von ihnen nehmen zum ersten Mal ein Studium auf, die anderen wechseln das Fach oder die Hochschule. Damit sind – nach vorläufigen Zahlen – aktuell 20 010 Studierende an der Universität immatrikuliert, das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Bis November können noch weitere Studierende hinzukommen. Die Neuen werden von der Uni am kommenden Montag offiziell im Nikolaisaal und am Kulturstandort Schiffbauergasse begrüßt.

Mehr als die Hälfte aller Studierenden der Universität sind Frauen, der Anteil Studierender aus dem Ausland stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent auf 2384. Besonders nachgefragt waren die Fächer Psychologie, Europäische Medienwissenschaften sowie Lehramt Primarstufe Deutsch und Sachunterricht mit jeweils rund 20 Bewerbungen auf einen Studienplatz. „Die aktuellen Zahlen zum Semesterstart belegen die ausgesprochen erfreuliche Entwicklung der Universität Potsdam in den letzten Jahren“, sagte Uni-Präsident Oliver Günther den PNN. Die Anzahl der Bewerbungen pro Studienplatz in den zulassungsbeschränkten Studiengängen habe mit durchschnittlich 7,7 ein Allzeithoch erreicht. „Um dieser erfreulichen Nachfrage Rechnung zu tragen, erhöhen wir nun auch langsam die Anzahl der Studienplätze – ohne bezüglich der Studienqualität Kompromisse einzugehen“, so Günther. Positiv sei auch, dass auch der Anteil ausländischer Studierender „nochmal deutlich“ angestiegen ist.

Die Uni Potsdam will 3000 neue Studienplätze schaffen

Für die kommenden Jahre strebt die Universität einen Ausbau der Kapazitäten bis zu 3000 neuen Studienplätzen an. Bis Ende 2020 werde die Hochschule nach eigenen Angaben etwa ein Drittel mehr Professuren und Mitarbeiter haben als heute. Möglich werde dies insbesondere aufgrund steigender finanzieller Zuwendungen durch das Land Brandenburg, so die Uni. Knapp 2000 der zusätzlichen Studienplätze sollen im Lehramt entstehen. „Im Ergebnis verbessert sich so auch das Verhältnis von Lehrpersonal zu Studierenden und somit die Studienqualität“, erklärte eine Uni-Sprecherin.

An Potsdams drei staatlichen Hochschulen beginnen in diesen Tagen knapp 5200 neue Studierende ihr Studium, hinzu kommen die Erstsemester der beiden privaten Hochschulen für Sport und Soziale Arbeit. Somit hat Potsdam gegenwärtig über 25 200 Studierende – das ist mehr als die Hälfte der landesweit aktuell 45 600 Studenten. Die Zahlen können sich bis November wegen der Nachrückverfahren allerdings noch verändern. Im vergangenen Wintersemester gab es an den acht Hochschulen des Landes rund 47 400 Studierenden, darunter rund 24 800 an Hochschulen in Potsdam. Die Absolventenzahlen an den Landeshochschulen lagen im Jahr 2017 bei rund 8300.

An der FH Potsdam war Soziale Arbeit der beliebteste Studiengang

An der Fachhochschule Potsdam haben in dieser Woche 759 Studierende ihr Studium aufgenommen (November 2017: 768). Die Nachfrage nach Studienplätzen sei auch zu diesem Wintersemester konstant hoch gewesen, so eine Sprecherin. Wie im Vorjahr hätten sich knapp 4000 Bewerber für ein Studium an der praxisbezogenen staatlichen Hochschule beworben. Zum Sommersemester werden weitere rund 500 Studierende erwartet. Insgesamt studieren an der FH Potsdam aktuell rund 4400 Studierende. Der Bachelorstudiengang Soziale Arbeit war wie in den vergangenen Jahren beliebtester Studiengang an der FH: Es gab knapp 2000 Bewerber, nur jeder Zwanzigste konnte angenommen werden. Die FH wird ab Januar von der neuen Präsidentin Eva Schmitt-Rodermund geleitet. Sie war im Juni vom Senat der Hochschule gewählt worden, der bisherige Präsident Eckehard Binas war nicht mehr zur Wahl angetreten.  

Die Filmuni richtet 2018 den Deutschen Kurzfilmpreis aus

Die Filmuniversität Babelsberg wird in diesem Jahr voraussichtlich 219 Studierende aufnehmen. 2017 hatten an Deutschlands einziger Filmuniversität 187 Studierende ihr Studium aufgenommen. Insgesamt gibt es damit an der Filmuni gegenwärtig 817 Immatrikulierte. Die 2017 nach Angaben der Hochschule erfolgreich implementierten Summerschool-Angebote sollen auch im kommenden Studienjahr fortgesetzt werden. Interessante Forschungsprojekte starten im Herbst, so beispielsweise ein Projekt, in dem der Frage nachgegangen wird, wie sich kritische und humanitäre Videos im Social Web effektiv gegen die Übermacht von Werbung, Unterhaltung und Propaganda behaupten können. Daniela Schlütz wird als neue Professorin der Hochschule die Leitung des Studiengangs „Digitale Medienkultur“ übernehmen und dort Theorie und Empirie digitaler Medien lehren. Besonders freut es die Filmuni, in diesem Jahr Pate des Deutschen Kurzfilmpreises zu sein. Die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung für Kurzfilme in Deutschland wird am 28. November bei einem Gala-Event im Potsdamer Waschhaus von Staatsministerin Monika Grütters verliehen. (Kix)


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