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Potsdam Royals : Neuer Zuschauerrekord

Die Kulisse war stark, das Potsdamer Spiel ordentlich, der Ausgang der Partie unbefriedigend: Ihr erstes Heimspiel in der German Football League 1 verloren die Potsdam Royals gegen die Dresden Monarchs. So viele Besucher wie noch nie kamen zum Football ins Stadion Luftschiffhafen.

Gerhard Pohl
Sieg verpasst. Die Royals um Frederik Myrup Nielsen (l.) unterlagen Dresden. 
Sieg verpasst. Die Royals um Frederik Myrup Nielsen (l.) unterlagen Dresden. Foto: Gerhard Pohl

Beim ersten Heimspiel in der German Football League 1 verbuchten die Potsdam Royals einen Rekord. Im Stadion Luftschiffhafen verfolgten 2714 Zuschauer das Match gegen die Dresden Monarchs – das ist mit Abstand neuer Höchstwert in der Royals-Geschichte. Geboten bekamen die Besucher über 2:45 Stunden hinweg attraktiven American Football. Und aus Potsdamer Sicht einen inzwischen ungewohnten Ausgang. Nach zuvor 18 Pflichtspielsiegen in Serie verlor die Mannschaft von Cheftrainer Michael Vogt mit 34:45 (21:24).

Möglichkeit zur schnellen Revanche

Den Start in ihre Erstliga-Heimpremiere verschliefen die Havelstädter völlig. Rasch lagen sie 0:17 hinten. „Das darf eigentlich nicht passieren“, haderte Offensivneuzugang Lane Acheampong. Aber: „Danach sind wir regelrecht explodiert. Wir haben dann Charakter gezeigt.“ Nach Touchdowns von David-Austin Gahafer, Frederik Myrup-Nielsen und David Saul sowie im Anschluss verwandelte Extrapunktversuche von Patrick Felber hieß es zur Halbzeit 21:24. Potsdam war mit dem Deutschen Vizemeister von 2013 und Vorjahresdritten der Nordstaffel auf Augenhöhe.

Nach vier Minuten in der zweiten Halbzeit zogen die Königlichen sogar an den Monarchen vorbei – Tyvis Smith und Felber sorgten für das 28:24. „Wir hatten danach gute Möglichkeiten, um noch deutlicher in Führung zu gehen und Dresden unter Druck zu setzten“, sagte Coach Michael Vogt. Doch sein Team ließ viele aussichtsreiche Situationen ungenutzt. „Die Monarchs haben das ihrerseits effektiver gemacht. Das war der eigentliche Unterschied zwischen einem Top-Team und einem, das noch eines werden will“, fügte er hinzu. Dresdens größere Cleverness und Erfahrung zeigte sich besonders deutlich im vierten Viertel, das mit 14:6 an die Sachsen ging. Dennoch verabschiedete die Rekordkulisse ihre Royals nach der Niederlage mit viel Beifall für einen Auftritt, der Erwartungen für die weiteren Aufgaben im deutschen Football-Oberhaus weckte. Zugleich war der Applaus ein Ansporn zur Revanche. Denn wie es die Spielplanmacher so wollen, kommt es bereits am nächsten Samstag zur Rückpartie zwischen beiden Teams in Elbflorenz.