• Mix aus Talenten und "alten Haudegen": Orcas spielen auch wieder in der zweiten Liga

Mix aus Talenten und "alten Haudegen" : Orcas spielen auch wieder in der zweiten Liga

Um den Eigengewächsen eine bessere Perspektive im Verein zu bieten, hat der OSC Potsdam seine zweite Mannschaft für die 2. Wasserball-Bundesliga gemeldet. Sie können an der Seite von Leistungsträgern aus ehemaligen OSC-Zeiten reifen. 

Für Youngster wie den 16-jährigen Simon Kuhn ist die zweite Mannschaft eine gute Entwicklungschance.
Für Youngster wie den 16-jährigen Simon Kuhn ist die zweite Mannschaft eine gute Entwicklungschance.

Elf Jahre und gut fünf Monate ist es her, dass der OSC Potsdam zuletzt in der 2. Wasserball-Bundesliga spielte. 2008 stieg der Brandenburger Verein in die höchste nationale Klasse auf und hat sich dort inzwischen unter den Besten etabliert. Nun sind die Orcas aber wieder zurück in Liga zwei – mit ihrer zweiten Mannschaft. Der Saisonstart verlief ordentlich. Zwei Siege (8:7 bei der SG Neukölln II und 15:11 gegen den SV Zwickau) stehen einer Niederlage (9:15 gegen den SVV Plauen) gegenüber.

Tobias Lentz gehört zu Potsdams goldener Wasserball-Generation der Jahrgänge 1989/90.
Tobias Lentz gehört zu Potsdams goldener Wasserball-Generation der Jahrgänge 1989/90.

Für André Laube war es nach eigener Aussage schon seit Langem „eine Herzensangelegenheit“, seinen Club auch in der 2. Bundesliga Ost zu melden. Aufgrund des gestiegenen Leistungsniveaus des ersten Potsdamer Männer-Teams sei es nunmehr „wahnsinnig schwer“ für die zahlreichen Nachwuchstalente, direkt den Sprung aus dem U18-Altersbereich dorthin zu schaffen, sagt der sportliche Leiter der Orcas. „Um ihnen eine Perspektive für den Verbleib im Verein und Spielpraxis zu geben, war es wichtig, das Projekt mit der zweiten Mannschaft zu forcieren.“ In der Oststaffel der 2. Bundesliga können sie sich weiterentwickeln – und das an der Seite von „alten Haudegen“, wie Laube sagt.

Nun steht das Brandenburg-Derby bevor

Denn neben den Youngsters stehen im Aufgebot auch Leistungsträger aus früheren OSC-Zeiten. Zum Beispiel Jacob Drachenberg und Tobias Lentz. Die heute 30- beziehungsweise 29-Jährigen waren Teil von Potsdams goldener Wasserball-Generation der Jahrgänge 1989 und 1990. Diese holte 2004 als damalige C-Jugend den ersten Deutschen Nachwuchs-Meistertitel für den OSC und ließ anschließend fünf weitere in Serie folgen. Vier Jahre später bildete sie dann den Kern des Männer-Teams, das den Erstliga-Aufstieg realisierte.

„Es hat wieder Mega-Spaß gemacht. Echt coole Truppe“, sagt Drachenberg über die Rückkehr in die zweite Liga. Lentz ergänzt lachend: „Echt gut, aber auch anstrengend.“ Am Samstag geht es für ihre Truppe mit einem besonderen Duell weiter: Auswärts gegen die SGW Brandenburg, mit der sich der OSC einst packende Schlachten in der ersten Liga geliefert hatte. „Endlich haben wir wieder ein hochklassiges Brandenburg-Derby“, sagt Laube freudig.