• Verzögerung beim Schulneubau Am Stern: Schulzentrum wegen Cyberangriff später fertig

Verzögerung beim Schulneubau Am Stern : Schulzentrum wegen Cyberangriff später fertig

Die Montessori-Schule Am Stern für 1000 Schüler bleibt noch für ein halbes Jahr länger eine Baustelle. Grund sind IT-Probleme durch den Cyberangriff auf die Stadt.

Die Fertigstellung der Montessori-Schule am Stern verzögert sich um ein halbes Jahr. 
Die Fertigstellung der Montessori-Schule am Stern verzögert sich um ein halbes Jahr. Foto: Sebastian Gabsch PNN

Potsdam - Der Cyberangriff auf die Potsdamer Stadtverwaltung hat auch langfristige Folgen: Das Schulzentrum Am Stern in der Gagarinstraße bleibt ein halbes Jahr länger eine Baustelle. So sei es wegen der Attacke auf die Digitalstruktur der Stadtverwaltung Anfang dieses Jahres auch zu einer „Unterbrechung der Ausschreibungs- und Vergabeprozesse“ gekommen, was nun beim besagten Schulzentrum „zu spürbaren Verzögerungen“ führe. Dies hat der zuständige Kommunale Immobilienservice nun auf eine Kleine Anfrage des CDU-Stadtverordneten Clemens Viehrig geantwortet. 

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Das Ende des letzten Bauabschnitts vor Ort – die Sanierung und Erweiterung der Bestandsgebäude – verschiebe sich auf die Winterferien 2021, so das Rathaus. Und: „Wesentliche Auswirkungen auf den Schulbetrieb sind hierdurch nicht zu erwarten, da für bereits jetzt ausreichende Raumkapazitäten zur Verfügung stehen.“ Ob Mehrkosten entstehen, sei noch unklar, so das Rathaus. 

Montessori-Schule für rund 1000 Schüler

Im fertigen Komplex sollen später rund 1000 Kinder von der ersten Klasse bis zum Abitur lernen. Zentrale Einrichtung ist eine Montessori-Schule, dazu kommt eine bereits fertiggestellte Vierfeld-Sporthalle, Außenanlagen und Pausenhöfe. 35,8 Millionen Euro sollte das Bauvorhaben bislang kosten, es ist das größte Projekt des Kommunalen Immobilienservices in Potsdam.

Modell des Schulzentrums Am Stern in der Gagarinstraße. 
Modell des Schulzentrums Am Stern in der Gagarinstraße. Foto: promo


Ein Cyberangriff hatte ab dem 22. Januar dieses Jahres weite Teile der IT-Struktur der Stadtverwaltung zum Teil über Monate lahmgelegt, auch weil die Stadt danach ihre digitale Sicherheit umfassend neu organisieren und parallel gegen die Corona-Pandemie kämpfen musste. Erst vergangene Woche hatte die Stadtverwaltung bekannt geben können, dass nun wieder alle Online-Dienstleistungen funktionieren.

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