• Verzögerter Schulbau im Norden: Notfallplan für Gesamtschule sorgt für Verdruss

Verzögerter Schulbau im Norden : Notfallplan für Gesamtschule sorgt für Verdruss

Wegen einer erneuten Verzögerung beim Bau einer neuen Gesamtschule im Norden Potsdams, müssen einige Schulklassen ausweichen.

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SymbolbildFoto: Daniel Karmann/dpa

Potsdam - Die Stadtverwaltung hat ihren Notfallplan für die neue Gesamtschule „Am Schloss“ im Bornstedter Feld verteidigt, deren Unterrichtsräume wie berichtet ein halbes Jahr zu spät fertig werden. Dass nun die drei siebten Klassen der neuen Schule die bestehende Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule mitnutzen sollen, sei zwar „nicht optimal“, sagte Stadtsprecherin Christine Homann auf PNN-Anfrage – man wolle aber die Übergangszeit für beide Schulen „möglichst kurz halten und bestmöglich ausgestalten“.

Ende vergangener Woche hatte die Stadt die erneute Verzögerung bei diesem Schulbauprojekt gemeldet. So sollte die Schule eigentlich eine zu errichtende Modulanlage an der Esplanade nutzen – doch die dafür beauftragte Fachfirma wird eben nicht rechtzeitig fertig. Daher soll die Schule nun für ein halbes Jahr in die Da-Vinci-Schule – was in beiden Einrichtungen für Verärgerung sorgt, wie auch schon die „Märkische Allgemeine“ berichtet hatte. So muss etwa die Da-Vinci-Schule nun Ganztagsangebote einschränken, weil die Räumlichkeiten zu knapp sind.

Stadtsprecherin Homann sagte aber auch, die Da-Vinci-Schule sei bereits mit einem über den geltenden Standards erweiterten Raumprogramm errichtet worden, um Bedarfe wie Inklusion oder Differenzierung anbieten zu können. Daher sei die Unterbringung der zusätzlichen Klassen – es geht um etwa 85 Schüler und acht Lehrer – auch machbar. Dass der jetzige Plan B möglich sei, habe auch eine Begehung vor Ort gezeigt. „Auch in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt und dem Bildungsministerium ist dies als zielführendste Lösung gefunden worden“, so die Sprecherin. Alle weiteren Lösungsansätze hätten zusätzliche Nachteile gehabt: „Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler möglichst nah zum ursprünglich geplanten Standort zu versorgen.“ So war nach PNN-Informationen auch die Unterbringung in Räumen jenseits des Bornstedter Felds erwogen worden.

Nun gelte es, insgesamt 21 Schulwochen zu gestalten. Man habe auch schon ergänzende Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe der Schule angeboten und arbeite nun an der Detailplanung.

Die Planungen zur Errichtung des endgültigen Schulgebäudes „Am Schloss“ am geplanten Standort Pappelallee/Reiherweg sind übrigens nicht betroffen. Dieses neue Haus soll Mitte 2023 fertig sein. Seit Jahren gibt es in Potsdam immer wieder Verzögerungen bei Schulneubauten, auch weil die Stadt erhebliche Schwierigkeiten hat, geeignete Baufirmen zu finden.