• Unruhe bei den Stadtwerken Potsdam: Nach nicht mal zwei Jahren geht der EWP-Chef

Unruhe bei den Stadtwerken Potsdam : Nach nicht mal zwei Jahren geht der EWP-Chef

Nur anderthalb Jahre war er im Amt: Jetzt hört der Chef der Energie und Wasser Potsdam schon wieder auf. Auf die Kunden kommt derweil eine Erhöhung des Strompreises zu.

EWP-Chef Ulf Altmann (links) verlässt den Konzern, Sophia Eltrop (rechts) wird zunächst alleinige Geschäftsführerin.
EWP-Chef Ulf Altmann (links) verlässt den Konzern, Sophia Eltrop (rechts) wird zunächst alleinige Geschäftsführerin.Foto: Henri Kramer

Potsdam - Kurzer Auftritt: Der technische Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochter Energie und Wasser Potsdam (EWP), Ulf Altmann, scheidet zum Jahresende bereits wieder aus. Er hatte erst im April 2017 den Posten übernommen. Altmann habe in der turnusmäßigen Herbstsitzung des EWP-Aufsichtsrates am Montag um die vorzeitige Auflösung seines Anstellungsvertrages gebeten, bestätigten die Stadtwerke am Montagabend entsprechende PNN-Informationen.

Altmann erklärte, „mit größtem Bedauern“ müsse er Potsdam „aus persönlichen Gründen verlassen“. Die Entscheidung habe im Unternehmen für Überraschung gesorgt, hieß es hinter vorgehaltener Hand. Gleichwohl hätten der Aufsichtsrat und auch Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) den Schritt abgesegnet, hieß es. 

Der damals 52-jährige Altmann hatte gemeinsam mit Sophia Eltrop 2017 die Geschäftsführung übernommen und Hoffnung auf eine neue, transparentere Unternehmensführung erweckt, nachdem die frühere Stadtwerke-Spitze ein Jahr zuvor, unter anderem nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft, gehen musste. Nun werde Eltrop zunächst die alleinige EWP-Geschäftsführerin, so das Unternehmen. Für Altmann werde ein Ersatz gesucht, der im Sommer 2019 feststehen soll. 

Für Kunden soll der Strom teurer werden

Das Unternehmen kündigte zudem an, am Dienstag über „Veränderungen“ bei seinen Energiepreisen zu berichten – offenbar gibt es Erhöhungen. Erst vor wenigen Tagen hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ über geplante Strompreiserhöhungen für etwa 200 große und kleinere Geschäftskunden der EWP berichtet – unter anderem auch für den kommunalen Verkehrsbetrieb als weitere Stadtwerke-Tochter.

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