• Tarifstreit im Öffentlichen Dienst: Warnstreik bei der Stadtentsorgung am Mittwoch

Tarifstreit im Öffentlichen Dienst : Warnstreik bei der Stadtentsorgung am Mittwoch

Vor den Verhandlungen mit den Arbeitgebern macht die Gewerkschaft Druck. In Potsdam soll erneut bei der Stadtentsorgung gestreikt werden. Beim letzten mal sorgte das für Ärger.

Am Mittwoch könnte wegen eines Warnstreiks bei der Stadtentsorgung etwas liegen bleiben.
Am Mittwoch könnte wegen eines Warnstreiks bei der Stadtentsorgung etwas liegen bleiben.Foto: PNN / Ottmar Winter

Potsdam - In der laufenden Tarifauseinandersetzung im Öffentlichen Dienst soll es auch in Potsdam erneut zu einem Warnstreik kommen. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Montag mitteilte, soll in Potsdam am Mittwoch die Stadtentsorgung bestreikt werden. Die zentrale Streikkundgebung werde unter Corona-Bedingungen und Einhaltung der Hygienevorgaben ab 10.30 Uhr auf dem Luisenplatz stattfinden. Um 12.30 Uhr soll die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende Christine Behle Worte an die Streikenden richten.

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Im Land Brandenburg soll nicht nur in Potsdam gestreikt werden. Zu den Betrieben und Dienststellen, die zum Streik aufgerufen worden sind, gehören unter anderem die Kreisverwaltungen Teltow-Fläming und Havelland sowie die Beschäftigten in den Verwaltungen und Kindertagesstätten in Hennigsdorf, Falkensee, Rathenow, Nauen und weiteren Gemeinden.

Verhandlungen in Potsdam

Nach Einschätzung der Gewerkschaft sei das Angebot der Arbeitgeberseite unzureichend und enthalte sogar Verschlechterungen im Eingruppierungsrecht und damit die Gefahr von dauerhaften Einkommenssenkungen für alle Beschäftigten.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für Donnerstag und Freitag in Potsdam angesetzt. Arbeitgeber von Bund und Kommunen sahen am Montag Chancen auf eine Tarifeinigung im öffentlichen Dienst – und damit ein Ende der Warnstreiks in Kliniken, Behörden oder Kitas. In den vergangenen Wochen hatte es wegen des Tarifkonflikts immer wieder Warnstreiks gegeben – unter anderem beim Potsdamer Verkehrsbetrieb und der Stadtentsorgung. Damals war es sogar zu einer Auseinandersetzung gekommen.

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