• Stadt Potsdam zahlte Rechnung nicht: Plötzlich ging in der Schule das Telefon nicht mehr

Stadt Potsdam zahlte Rechnung nicht : Plötzlich ging in der Schule das Telefon nicht mehr

In mehreren Potsdamer Schulen sind Telefon und Internet ausgefallen. Der Grund: Die Stadtverwaltung hat die Rechnungen nicht bezahlt.

Foto (Symbolbild): Friso Gentsch/dpa

Potsdam - Weil die Stadtverwaltung einige Rechnungen nicht bezahlt hat, waren mehrere Potsdamer Schulen tagelang vom Internet abgekoppelt und auch telefonisch nicht zu erreichen. Das hat die Potsdamer CDU am Montag kritisiert. Bestürzend daran sei, dass in vielen Schulen gerade Prüfungszeit sei, erklärte Unionskreischef Götz Friederich. Betroffen gewesen seien unter anderem das Oberstufenzentrum 1 in der Jägerallee, das Bertha-von-Suttner-Gymnasium in der Kopernikusstraße sowie die Lenné- und Voltaire-Gesamtschule am Humboldtring und in der Lindenstraße.

CDU sieht Schuld beim Oberbürgermeister

Der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Stadtparlament, Clemens Viehrig (CDU), ergänzte auf PNN-Nachfrage, die Information habe man direkte aus den Schulen. So sei etwa am Oberstufenzentrum wegen einer nicht gezahlten Rechnung der Serverzugriff für den Schulleiter abgeschaltet worden. Als Grund nannte die CDU den von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) angeschobenen Verwaltungsumbau, der „zu gravierenden organisatorischen Problemen“ führe, wie Friederich sagte. Notfalls müsse sich das Rathaus eben Hilfe von externen Dienstleistern suchen, sagte Viehrig. 

CDU-Mann Clemens Viehrig.
CDU-Mann Clemens Viehrig.Foto: promo

Wie berichtet kämpft das Rathaus seit Monaten gegen Personalknappheit, gerade im Bereich Digitalisierung. So wurde die CDU-Kritik auch nicht zurückgewiesen. Ein Stadtsprecher sagte auf PNN-Anfrage: „Uns ist klar, dass wir einen Berg von Aufgaben vor uns haben.“ Um dem Modernisierungsbedarf zu entsprechen, arbeite man eng mit den Schulen zusammen und spreche auch über die Standards bei der IT-Ausstattung. Man wolle im Bildungsausschuss quartalsweise über den Stand der Arbeiten berichten und so den „Berg Arbeit schrittweise abtragen“. Zuletzt hatte die Stadt zumindest den seit Monaten vakanten Chefposten des zuständigen Fachbereichs E-Government besetzen können.