• Sportplatz in der Kirschallee im Bornstedter Feld: Kunstrasen statt Bolzplatz

Sportplatz in der Kirschallee im Bornstedter Feld : Kunstrasen statt Bolzplatz

In der Kirschallee ist ein in die Jahre gekommenes Sportfeld saniert worden. Für den Fußballverein ist das aber nicht genug.

Stefan Engelbrecht
Ball frei. Der Platz an der Kirschallee hat einen neuen Kunstrasen.
Ball frei. Der Platz an der Kirschallee hat einen neuen Kunstrasen.Foto: Andreas Klaer

Bornstedt – Es fühlt sich fast ein wenig an wie Naturrasen, ist aber doch ein Kunstbelag. Der Sportplatz an der Kirschallee im Bornstedter Feld ist nach zwei Monaten Bauzeit fertig saniert. Am gestrigen Dienstag übergab Finanzdezernent Burkhard Exner (SPD) das Feld nun an die künftigen Nutzer vom Sportverein Potsdamer Kicker 94 und von der Karl-Foerster-Schule.

Rund 300 000 Euro kostete der neue Belag. Zudem wurden die Sitzbänke saniert und andere Kleinigkeiten auf der Anlage, wie etwa die Gewichte für die Tornetze, erneuert. Der neue Platz hat eine Spielfläche von 90 mal 45 Metern und ist damit deutlich kleiner als ein durchschnittliches Fußballfeld. Der Vereinsvorsitzende Wolfgang Schaffernicht zeigte sich trotz der geringen Ausmaße zufrieden mit der Maßnahme.

Der alte Platz sei nicht mehr tragbar gewesen. Nach 16 Jahren sei der alte Belag hart, grau und unansehnlich gewesen. Sorgen bereitet Schaffernicht allerdings die Sicherheit. So hätten in den vergangenen Tagen Jugendliche beispielsweise ein Moped auf dem Kunstrasen abgestellt. „Anschließend rauchten sie auf dem Platz.“ Das dürfe nicht passieren, wenn der Rasen wieder 16 Jahre lang halten soll, sagte der Vereinschef.

Verein: Es gibt zu wenig Sportplätze in Potsdam

Zudem bleibe es eng, müssten seine Mannschaften auch künftig auf andere Spielflächen ausweichen, etwa in Groß Glienicke, am Luftschiffhafen oder in Neu Fahrland. Es gebe zu wenig Sportplätze in Potsdam, kritisierte er. So könne er schon seit Längerem keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen. Jeden Tag bekomme er Anrufe von Interessenten, denen er absagen müsse. „Wir haben einen absoluten Aufnahmestopp“, so Schaffernicht. Dies werde sich durch den sanierten Platz nicht ändern. Die 19 Mannschaften, die derzeit trainieren wollten, seien schon zu viel für die vorhandenen Sportplätze des Vereins.

Schaffernicht kann hoffen, denn die Lage soll sich in den nächsten Jahren verbessern. Rund 60 Millionen Euro will die Stadt wie berichtet in den Ausbau und die Sanierung von Sportstätten investieren. Zusätzlich werde mit Stadt- und Landesmitteln ein weiterer Sportplatz im Bornstedter Feld gebaut, so der Werkleiter des Kommunalen Immobilien Service (KIS), Bernd Richter. Den genauen Standort wollte er noch nicht nennen. Er sei vielleicht „nicht ideal, aber machbar“. Bemerkenswerte Aussage Richters: Auf einen Bebauungsplan werde verzichtet, da es in diesem Fall zu lange dauern würde, bis der Platz fertig sei.

Das Geld für den neuen Kunstrasenplatz der Potsdamer Kicker stammt bereits aus dem städtischen Investitionsprogramm. Insgesamt sollen dadurch 29 neue sogenannte Sporteinheiten entstehen, etwa in der Gagarinstraße Am Stern, in der Potsdamer Straße (Bornim) und an den Roten Kasernen. Zu dem Investitionsprogramm zählt auch die neue Turnhalle in der Haeckelstraße mit vier Feldern. Saniert werden soll außerdem der Sportplatz in der Hans-Sachs-Straße, der Kunstrasenplatz im Kirchsteigfeld wurde bereits saniert. Die Anlage soll am 13. September dem Schul-und Vereinssport übergeben werden.