• Serie | Krisentagebuch: Susanne Fienhold Sheen (53) wünscht sich mehr Contenance

Serie | Krisentagebuch : Susanne Fienhold Sheen (53) wünscht sich mehr Contenance

Wie erleben Potsdamerinnen und Potsdamer die Coronakrise? Das erzählen sie im Krisentagebuch der PNN. Heute berichtet Susanne Fienhold Sheen, selbständige Stadtführerin und Moderatorin in Potsdam.

Susanne Fienhold Sheen ist selbständige Stadtführerin und Moderatorin in Potsdam.
Susanne Fienhold Sheen ist selbständige Stadtführerin und Moderatorin in Potsdam.Foto: privat

Potsdam - Wie erleben Potsdamerinnen und Potsdamer die Coronakrise? Wie kommen sie im neuen Alltag zurecht? Was bewegt sie – und was macht ihnen Freude? Wir führen ein Krisentagebuch und fragen nach, wie es den Menschen in unserer Stadt geht.


Wie sieht Ihr neuer Alltag aus?

Es ist ein Alltag ohne Erwerbsarbeit und Ehrenamt. Als Stadtführerin und Moderatorin sind natürlich alle Aufträge storniert, und der Förderverein des Potsdam-Museums ist momentan auch auf digitalen Austausch beschränkt.

Was fällt Ihnen in der momentanen Situation am schwersten?

Auf all die sozialen Kontakte, die meine Arbeit mit sich bringt, zu verzichten. Besonders vermisse ich Aufträge, die jedes Jahr wiederkehren; so ist zum Beispiel die „Swingin' City Tour“ für HavelHop abgesagt worden. Ebenso meine Arbeit als Dozentin an der Industrie- und Handelskammer beziehungsweise der Volkshochschule, bei der ich zukünftige Stadtführer mit ausbilde – darauf freue ich mich jedes Frühjahr doch so sehr!

Was ärgert Sie am meisten?

Ich bedauere außerordentlich, dass die Hagemeister-Ausstellung im Potsdam-Museum, für die wir als Förderverein so viel Arbeit geleistet und Geld gesammelt haben, jetzt geschlossen ist. Es ist traurig, weil die Besucherzahlen vor der Schließung so gut waren!

Worüber haben Sie sich in den letzten Tagen gefreut?

In unserem Garten sein zu können. Dafür müssen wir zwar fast 300 Kilometer weit fahren, aber Thüringen hat zum Glück keine Einreisebeschränkungen erlassen.

Ihr persönlicher Tipp zum Umgang mit der Krise?

Weniger Glückskeks-Sprüche – mehr Contenance!

Sie möchten selbst mitmachen oder kennen jemanden, den wir für unser Krisentagebuch befragen sollten? Schicken Sie uns eine E-Mail an [email protected], wir freuen uns über Ihre Nachrichten!

Alle Teile unserer Serie zum Nachlesen

Teil 1: Christian Neusser über kleine Freuden im Corona-Alltag

Teil 2: Bei Eszter Kalmár ist bisher alles entspannt

Teil 3: Jann Jakobs über nervige Ignoranten und Panikmacher

Teil 4: Jihan Alam nutzt die Zeit mit ihren Töchtern

Teil 5: Ute Parthum freut sich über Kulturangebote im Internet

Teil 6: Wolfgang Bivour ärgert sich über Hamsterkäufer

Teil 7: Uta Gerlant freut sich über Menschen mit Improvisationstalent

Teil 8: Susanne Halke (41) tut der Dank der Kunden gut

Teil 9: Julien Norman Melke (26) meistert den harten Alltag

Teil 10: Jenny Gartemann (32) hat endlich Zeit zum Planen

Teil 11: Christine Anlauff (49) entdeckt Park Sanssouci neu

Teil 12: Ariane Füchtner (53) setzt auf Hüpfen und Yoga

Teil 13: Sven Stricker (49) bleibt ruhig und freundlich


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