• Sanierung abgeschlossen: Heidehaus in Babelsberg übergeben

Sanierung abgeschlossen : Heidehaus in Babelsberg übergeben

Das Heidehaus zählt zu den ältesten Gebäuden in Babelsberg. Nach der abgeschlossenen Restaurierung soll dort Mitte Oktober ein Nachbarschaftscafé eröffnen.

Jörn-Michael Westphal überreichte einen Briefkasten an Caféleiterin Nora Stelter.
Jörn-Michael Westphal überreichte einen Briefkasten an Caféleiterin Nora Stelter.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Fast drei Jahrzehnte verfiel das Heidehaus in der Großbeerenstraße unweit des heutigen Willi-Frohwein-Platzes zusehends, 2019 begannen die Sanierungsarbeiten: Am Mittwoch wurde das fertig restaurierte Gebäude mit der neuen Hausnummer 98a von Jörn-Michael Westphal, dem Geschäftsführer der kommunalen Pro Potsdam, an die künftigen Nutzer übergeben. Nora Stelter vom Interlog e.V. wird das geplante Nachbarschaftscafé leiten. „Es ist wichtig, solche Orte in der Stadt zu haben“, sagte die Anwohnerin Katharina Tietz.

Ab Mitte Oktober soll das Haus Vereinen und Privatpersonen offenstehen, Sitzungen, Seminare und andere Bildungsangebote sollen hier ebenso stattfinden wie Spiele- und Kochabende, Lesungen oder andere Veranstaltungen. Auch für Privatfeiern soll das Heidehaus gemietet werden können. „Da wir nur eine Stelle für den Nachbarschaftstreff haben, werden wir das Haus zunächst nur an drei Tagen in der Woche für einige Stunden öffnen können“, sagt Nora Stelter. Aber man hoffe auf ehrenamtliche Helfer, um längere Öffnungszeiten zu ermöglichen.

Nach aufwändiger Sanierung wurde das Heidehaus in Babelsberg als zukünftiger Bürgertreff übergeben.
Nach aufwändiger Sanierung wurde das Heidehaus in Babelsberg als zukünftiger Bürgertreff übergeben.Foto: Andreas Klaer

Heidehaus wurde um 1850 herum errichtet

Im Februar 2019 hatte die Pro Potsdam mit den Sanierungsarbeiten am Heidehaus begonnen, das zu den ältesten Gebäuden in Babelsberg zählt: Das um 1850 herum errichtete Haus war ursprünglich vermutlich der Wohnsitz eines Müllers. Seit Anfang der 90er Jahre war es unbewohnt. 

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Ursprünglich sollte mehr von dem denkmalgeschützten Haus erhalten werden, doch der Zustand im Inneren war so katastrophal, dass am Ende nur noch die Hülle übrig blieb. So gibt es nur noch drei historische Fenster im Gebäude, an einer Wand wurde die ursprüngliche Wandfarbe beibehalten. Alles andere ist neu: Die Treppe, die Heizung, die behindertengerechte Toilette, die großen Fensterwände zur rückwärtigen Terrasse. Auch den alten Keller gibt es nicht mehr: Er war eingestürzt und wurde aufgefüllt.

Der Restaurierung waren lange Diskussionen vorangegangen: So gab es unter anderem die Pläne, aus dem Haus eine Pension oder eine Kita zu machen. In einer gemeinsamen Erklärung hatten sich die Landeshauptstadt, das Infrastrukturministerium, die Pro Potsdam sowie Interlog dazu bekannt, das Haus im Rahmen der Sanierung der Heidesiedlung zum Nachbarschafts- und Begegnungshaus zu entwickeln. Rund 650 000 Euro flossen in die Sanierung, davon 570 000 Euro Förderung durch das Land.
 

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