• Rücktritt als AfD-Fraktionschef: Dennis Hohloch verlässt Potsdamer Stadtverordnetenversammlung

Rücktritt als AfD-Fraktionschef : Dennis Hohloch verlässt Potsdamer Stadtverordnetenversammlung

Keine Zeit: Dennis Hohloch gibt sein Amt als Vorsitzender der AfD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung in Potsdam auf. Jetzt muss ein Nachfolger gekürt werden.

Dennis Hohloch.
Dennis Hohloch.Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Der Potsdamer AfD-Landtagsabgeordnete Dennis Hohloch gibt sein Amt als Vorsitzender der Stadtfraktion auf und verlässt Ende Januar auch die Stadtverordnetenversammlung. Entsprechende Informationen von Hauptstadt-TV bestätigte der 30-Jährige am Freitag den PNN auf Anfrage. Seine Tätigkeit als parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion und seine Verpflichtungen als junger Vater seien mit der Arbeit im Kommunalparlament zeitlich nicht mehr vereinbar, sagte er: „Ich will für meine Familie da sein.“

Anfang Dezember hatte sich Hohloch gegenüber den PNN noch unentschieden gezeigt, ob er im Kommunalparlament bleiben werde. Zugleich hatte er in den vergangenen Monaten zum Beispiel mehrfach im Hauptausschuss gefehlt. Den PNN sagte er, er habe einen Wunschkandidaten als Nachfolger – er wolle dem Votum der Fraktion aber nicht vorgreifen. Den Fraktionsvorsitz hat momentan Ambros Josef Tazreiter inne, Büroleiter des AfD-Bundestagsabgeordneten Udo Hemmelgarn.

Hohloch sagte, der Stadtpolitik werde er wohl dennoch erhalten bleiben. Erfreuen dürfte das nicht jeden: Mehrfach war Hohloch, der bis zum Einzug in den Landtag als Grundschullehrer arbeitete, zum Beispiel mit Polemik gegen die deutsche Flüchtlingspolitik aufgefallen. Den PNN sagte er, er wolle sich bei einem Parteitag am 25. Januar als Vorsitzender des Kreisverbands der Rechtspopulisten zur Wahl stellen. Der bisherige Potsdamer AfD-Kreischef, der Bundestagsabgeordnete René Springer, tritt nicht noch einmal an – er zieht nach eigenen Angaben nach Eberswalde (Barnim).

Hohloch, der 2018 bei den Oberbürgermeisterwahlen 11,1 Prozent erreichte, ist bereits Vorsitzender der Jungen Alternative (JA) Brandenburg, die als radikaler als die AfD gilt und vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall für Rechtsextremismus geführt wird.

Nachfolger von Hohloch im Kommunalparlament wird der rund vier Jahre jüngere Oliver Stiffel, der zu den Kommunalwahlen als AfD-Landtagsreferent im Wahlkreis 1 angetreten war und auch im JA-Vorstand als Schriftführer arbeitet.

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