• Probleme auf Potsdams Wohnungsmarkt: Linke fordert mehr Personal für die Verwaltung

Probleme auf Potsdams Wohnungsmarkt : Linke fordert mehr Personal für die Verwaltung

Die Verwaltung sei nicht in der Lage, dringende Anträge von den Stadtverordneten zu bearbeiten, also will die Linke-Fraktion helfen. Dabei steht der Wohnungsmangel für die Partei im Fokus. 

Die Speicherstadt in Potsdam.
Die Speicherstadt in Potsdam.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Wohnungsmangel, steigende Mieten und Angst vor Verdrängung – in der Fraktion der Linken in der Stadtverordnetenversammlung ist man unzufrieden damit, wie die Stadtverwaltung diese Probleme bearbeitet. Mit einem Antrag für die nächste Sitzung der Stadtverordneten Anfang März möchte die Fraktion der Verwaltung helfen: Das Personal soll unverzüglich aufgestockt werden, um die Aufträge der Stadtverordneten erfüllen zu können, heißt es in dem Antrag. Beispielsweise soll die Verwaltung eine Satzung erarbeiten, die das jüngst vom Landtag beschlossene Zweckentfremdungsverbot für Wohnraum umzusetzen, einen Mietendeckel prüfen und das wohnungspolitische Konzept evaluieren soll. Doch der Linken geht es nicht schnell genug. „Obwohl dringender Handlungsbedarf besteht, sieht sich die Verwaltung nicht in der Lage, entsprechende Aufträge der Stadtverordnetenversammlung zügig zu erfüllen“, heißt es in dem Antrag. Offensichtlicher Grund sei die unzureichende Personalausstattung im dafür zuständigen Fachbereich. 

Festival zu Problemen auf dem Wohnungsmarkt

Um die Probleme auf dem Potsdamer Wohnungsmarkt soll sich auch ein sogenanntes Wohnfestival drehen, das Anfang Mai im Treffpunkt Freizeit stattfinden soll. Zwei Tage lang sollen diverse Aspekte des Themas diskutiert werden, dazu gibt es ein Rahmenprogramm. Organisiert wird das Wohnfestival von einer lokalen Initiative, der Vertreter unterschiedlicher Interessengruppen der wohnungspolitischen Debatte angehören. Mit dabei sind bisher Lars Eichert vom Verband Haus & Grund Brandenburg, Carsten Hagenau vom Arbeitskreis Stadtspuren, Anja Heigl vom Mieten-Stopp-Bündnis, Gregor Jekel von der Stadtverwaltung, Sascha Podubin vom Arbeitskreis Wohnungsnotfallhilfe, Rainer Radloff vom Mieterbund Brandenburg und Holger Zschoge vom Mietshäuser-Syndikat. Weitere Akteure wie ein Vertreter des Großvermieters Semmelhaack würden noch angefragt, sagte Hagenau den PNN.

Auch Klimawandel soll eine Rolle spielen

Die Veranstaltung soll am 8. und 9. Mai stattfinden. Noch stehen nicht alle Details fest und Interessierte können sich noch bis zum 9. März einbringen, hieß es. Geplant sind bisher Diskussionen, Vorträge und Workshops, aber auch Ausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen und Kabarett. An den Veranstaltungstagen soll es Catering- und Kinderbetreuungsangebote geben, als Gäste für Diskussionen werden unter anderem der Stadtsoziologe Andrej Holm und der Autor Daniel Fuhrhop erwartet. Zu den Themen zählen der Klimawandel sowie die Prävention von Wohnungslosigkiet und alternative Wohnformen. 

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