• Potsdamer Norden: Sportplatz am Lerchensteig kommt noch später

Potsdamer Norden : Sportplatz am Lerchensteig kommt noch später

Das Funktionsgebäude zum umstrittenen Kunstrasenplatz in Nedlitz soll erst 2021 fertig werden.

Am Lerchensteig soll ein neuer Sportplatz entstehen.
Am Lerchensteig soll ein neuer Sportplatz entstehen.Foto: PNN / Ottmar Winter

Potsdam - Erneut verzögert sich der Bau des umstrittenen Sportplatzes am Lerchensteig. Ursprünglich sollte der Kunstrasenplatz bereits Ende dieses Jahres fertig werden. Nach einer massiven Kostensteigerung des Projekts von 2,1 auf 3,7 Millionen Euro hieß es dann, dass der Platz Ende 2020 fertig werden soll. Für den Platz selbst hält die Stadt an diesem Datum fest. Aber das zugehörige Funktionsgebäude etwa für Umkleiden soll erst 2021 fertiggestellt werden. Das teilte ein Stadtsprecher am Freitag auf Anfrage mit. Doch selbst dieser Zeitplan ist fraglich: Noch ist nach Angaben des Stadtsprechers die Baugenehmigung für den neuen Platz nicht erteilt. Die Zeitschiene gilt also „vorbehaltlich der Erteilung der Baugenehmigung und der Sicherstellung der Finanzierung“. 

Rathaus mache sich "unglaubwürdig"

Der Stadtverordnete Andreas Menzel (Freie Wähler), der wie berichtet für den gestrigen Freitag zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen hatte, zweifelt an der Genehmigungsfähigkeit des Platzes ohne Bebauungsplan. „Heute würde sich das Rathaus unglaubwürdig machen, nach dem vom Oberbürgermeister begrüßten Klimanotstandsbeschluss“, kritisierte Menzel zudem. Baumfällungen und Flächenverbrauch seien „das Hauptübel, das den Klimawandel befeuert“. Er bemängelt auch die Abgelegenheit des Platzes, auf dem vor allem die Potsdamer Kickers trainieren sollen.
Auch von der Stadtteilinitiative Bornstedt kam Kritik an dem Projekt. Allerdings stellte Christian Spitz von der Initiative nun klar, man sei nicht im Grundsatz gegen den Bau des Sportplatzes. „Der Potsdamer Norden benötigt dringend mehr Sportflächen“, so Spitz. „Wir finden den geplanten Standort im Lerchensteig nicht optimal und bedauern auch die notwendige Fällung von 15 Eichen.“ Trotz dieser Einschränkungen stehe man zu dem Kompromiss, der in einem langwierigen Prozess gefunden wurde, sagt Spitz. „Es sei denn, jemand kann einen besseren vorschlagen.“