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Potsdamer Lichtspektakel : Wo es am schönsten leuchtet

Noch bis Sonntag wird Potsdam vielfältig illuminiert und viele Gebäude mit Licht in Szene gesetzt. Die PNN geben einen Überblick über die Lichtinstallationen.

Florian Kistler
Auf dem Alten Markt waren nicht nur die Kinder fasziniert. 
Auf dem Alten Markt waren nicht nur die Kinder fasziniert. Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Licht an: Noch bis Sonntag können die Potsdamer an mehr als 30 Standorten in der Stadt Lichtobjekte beim vierten Potsdamer Lichtspektakel bestaunen. Erstmals fand das Fest 2016 statt, seither steigen die Besucherzahlen stetig von 20.000 Gästen auf 150.000 im vergangenen Jahr. Die PNN geben einen Überblick, welche Lichtinstallationen geboten werden:

Potsdamer Lichtspektakel 2019. Glanz im Holländischen Viertel. 
Potsdamer Lichtspektakel 2019. Glanz im Holländischen Viertel. Foto: Andreas Klaer

Holländisches Viertel

Das Viertel gilt als Zentrum des Festes. Bis Sonntag findet jeweils von 17 bis 22 Uhr ein Lichtermarkt statt. Dazu gibt es verschiedene Live-Performances und ein breites gastronomisches Angebot. Die Einzelhändler öffnen ihre Geschäfte heute bis 21 Uhr, morgen, am verkaufsoffenen Sonntag, stehen die Läden ab 13 Uhr für die Kunden offen.

Die "Light Anemone" auf der Alten Fahrt.
Die "Light Anemone" auf der Alten Fahrt.Foto: Malte Kebbel

Freundschaftsinsel

Der deutsche Lichtkünstler Malte Kebbel präsentiert auf der Freundschaftsinsel seine Installation „Licht Anemone“.„Ausgegangen von der „Seeanemone“ halb Tier, halb Pflanze, habe ich mich von der mannigfaltigen Form und Farbe inspirieren lassen, zusätzlich steht sie in enger Verbindung mit anderen Organismen mit dessen sie eine Symbiose unterhält“, so der Künstler. In der Nacht erstrahlt das Werk durch Lichtlinien, welche mittig im Zentrum der Installation im Kreis rotieren und das Licht zwischen und auf den äußeren Streben erstrahlen und reflektieren lassen.

Potsdamer Lichtspektakel 2019. Das Potsdam Museum. 
Potsdamer Lichtspektakel 2019. Das Potsdam Museum. Foto: Andreas Klaer

Potsdam Museum

Das Gebäude des Alten Rathauses wir in diesem Jahr in einer Kooperation mit den Bahnhofspassagen illuminiert. Dahinter steckt das Projekt „Mood Of Potsdam - Potsdam How Do You Feel?“ In den Bahnhofspassagen werden mit einer Gesichtserkennungssoftware Mimik und Gestik von Gästen des Lichterspektakels gescannt. Anschließend werden diese in biometrische Daten übersetzt. Die Software projiziert die Stimmung der Besucher in Echtzeit als Grafik nach draußen an die Fassade des Museums.

Potsdamer Lichtspektakel 2019. Der Luisenplatz.
Potsdamer Lichtspektakel 2019. Der Luisenplatz.Foto: Andreas Klaer

Brandenburger Tor

Studierende der Filmuniversität „Konrad Wolf“ werden am Brandenburger Tor fünf verschiedene Arbeiten mit Licht präsentieren. Unter anderem gibt es eine interaktive Projektion von Simon Stimberg, bei der die Gegenwart der Passanten in kleine Kreaturen, welche die Gebäudefassade erkunden, übersetzt wird. Franziska Pätzold lässt Hunde mithilfe eines kaleidoskopischen Effekts erscheinen. Mit der Bewegung der Formen sollen die Tiere sichtbar werden.

Potsdamer Lichtspektakel 2019. Das Filmmuseum.
Potsdamer Lichtspektakel 2019. Das Filmmuseum.Foto: Andreas Klaer

Filmmuseum

Das Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Gebäude ist eines der ersten Stationen auf dem Licht-Spaziergang zum dahinter liegenden Neuen Markt, in Richtung Nikolaisaal oder in Richtung Landtag. Durch den Lichtkünstler „pigi DDRA“ soll das langgestreckte Gebäude noch imposanter als sonst erscheinen.

Potsdamer Lichtspektakel 2019. Der Nikolaisaal.
Potsdamer Lichtspektakel 2019. Der Nikolaisaal.Foto: Andreas Klaer

Nikolaisaal

Wie die Jahre zuvor wird der Nikolaisaal und seine imposante Barockfassade im Rahmen des Potsdamer Lichtspektakels bestrahlt. Im Innenhof des Konzerthauses können sich die Besucher an der Bar des Fine-Dine-Teams bei Punsch und Glühwein wärmen. Ebenfalls gibt es dort frisch gebackene Waffeln. Der Nikolaisaal lässt auch den daneben liegenden Stadtkanal mit erleuchten.

Investitionsbank

Der Licht- und Videokünstler Stefan Ihmig bestrahlt das Gebäude gegenüber der Bahnhofspassagen. Der Künstler gestaltet ein sogenanntes 3D-Mapping auf der Fassade, passend zu den vier Förderbereichen der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Ihmig wurde in Moskau während des Circle of Lights Festivals mit dem ersten Preis des Art Vision Contests ausgezeichnet. 

Potsdamer Lichtspektakel 2019. Das Belvedere auf dem Pfingstberg.
Potsdamer Lichtspektakel 2019. Das Belvedere auf dem Pfingstberg.Foto: promo

Belvedere

Im Belvedere auf dem Pfingsberg wird noch heute und morgen um jeweils 18.15, 19.30 und 20.15 Uhr die Sandanimationskünstlerin Aljona Voynova zu ausgewählter Musik live kleine Geschichten in den Sand malen. Diese werden anschließend an die große Schlossmauer projiziert. Zwischen den Veranstaltungen wirft der Künstler Archim Mogge wiederum Visualisierungen an die Wand, die an urzeitlichen Prozesse und die Entstehung der Welt erinnern. 

Biosphäre

Im Frühjahr 2019 wurden in der Kunstausstellung „Natürlich inspiriert“ Bilder von Studenten der Fachhochschule Potsdam ausgestellt. Die Skizzen und Druckgrafiken können nun in Großformat an der Außenfassade der Tropenhalle bestaunt werden. Als Inspiration und Motivwahl der Grafiken dienten die tropischen Pflanzen in der Biosphäre. Zusätzlich erstrahlt der Tropengarten in verschiedenen Lichtern. 

Potsdamer Lichtspektakel 2019. Das Hotel Mercure.
Potsdamer Lichtspektakel 2019. Das Hotel Mercure.Foto: Andreas Klaer

Keine Illumination am Nauener Tor und nh-Hotel

Einen Dämpfer gab es für die Veranstalter am Nauener Tor und am nh Hotel, wie die Unternehmerin Alice Paul-Lunow am Freitagabend kurzfristig mitteilte, die das Spektakel mit organisiert. Aus Sicherheitsgründen wegen der nahen Tram-Schienen habe die Stadt eine Illumination an den beiden Gebäuden nicht gestattet. Auf der Homepage des Veranstalters wird das Nauener Tor aber weiterhin als eine der Lichtattraktionen aufgeführt.