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Potsdamer Jugendtreff : Das Ribbeckeck wird saniert

Die Stadt will in den maroden Jugendclub in Bornstedt viel Geld investieren. Allerdings gibt es einen Haken.

Der Jugendtreff Ribbeckeck in Potsdam wird saniert.
Der Jugendtreff Ribbeckeck in Potsdam wird saniert.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Der seit Jahren marode und zwischenzeitlich schon vor dem Abriss stehende Jugendklub Ribbeckeck in Bornstedt wird nun doch saniert und noch erweitert – allerdings fließt das Geld erst ab dem Jahr 2022. Eine Stadtsprecherin bestätigte am Wochenende den PNN, dass in der Mittelfristplanung für den Doppelhaushalt 2020/21 rund 2,4 Millionen Euro für die Arbeiten vorgesehen seien, in drei Tranchen ab 2022. Zunächst hatte die „Märkische Allgemeine“ berichtet. Die Stadtverordneten müssen diese Investitionsplanung noch bestätigen. 

Damit würde für das von außen schäbig wirkende Haus eine lange Zeit der Ungewissheit beendet. Bereits 2015 hatten die Stadtverordneten eigentlich grünes Licht für eine reine Sanierung gegeben, die damals noch mit Kosten in Höhe von 600.000 Euro veranschlagt wurde. Doch ein Jahr später folgte die schlechte Nachricht in Form einer neuen Kostenschätzung des Kommunalen Immobilienservices (Kis), die von 1,2 Millionen Euro ausging, unter anderem wegen Schadstofffunden und der schlechten Bausubstanz. Damit aber sei die Sanierung „nicht wirtschaftlich vertretbar“, so der Kis damals: Der finanzielle Aufwand liege mit bis 5600 Euro pro Quadratmetern über dem Niveau von Neubauten, teilte das Jugendamt noch 2017 auf Anfrage von Die Andere mit. Ebenso hieß es damals, eine Erweiterung würde die „als begrenzt zu bezeichnende Außenfläche weiter verringern“. 

Der Trägerverein des Jugendclubs hielt dagegen

Der Trägerverein Paragraph 13 e.V. reagierte aber mit eigenen Gutachten, wonach die Sanierung durchaus billiger sei und die Räume besser ausgenutzt werden könnten.

Ende 2017 beschloss schließlich der damalige Sozialdezernent und heutige Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) den Erhalt der Immobilie – doch weitere konkrete Schritte für die Rettung des Baus fehlten bis jetzt, trotz Ankündigungen in den vergangenen Wahlkämpfen. Das Gebäude – das im Winter tatsächlich noch immer mit einer Ofenheizung warm gehalten werden muss – steht dabei nach Vereinsangaben nicht nur für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil offen. Man wolle Angebote für alle Generationen bieten, hieß es mehrfach vom Träger. 


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