• Potsdam: Viele wollen das Licht im Bundesrechnungshof ausschalten

Potsdam : Viele wollen das Licht im Bundesrechnungshof ausschalten

Beim Bundesrechnungshof haben sich zahlreiche Spezialisten gemeldet, die gegen die Dauerbeleuchtung in der Potsdamer Außenstelle vorgehen wollen.

Beim Bundesrechnungshof Potsdam brennt Licht - 24 Stunden lang. Seit Monaten.
Beim Bundesrechnungshof Potsdam brennt Licht - 24 Stunden lang. Seit Monaten.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Schon knapp 160. 000 Menschen haben den Satire-Clip der Sendung „Extra 3“ zur ungewollten Dauerbeleuchtung in der Potsdamer Außenstelle des Bundesrechnungshofs (BRH) gesehen. Und die skurrile Geschichte zu der defekten Lichtsteuerungsanlage in der Behörde sorgt für eine Welle der Hilfsbereitschaft: Seit Ende vergangener Woche hätten sich schon mehrere Firmen und Experten an den Rechnungshof gewandt, um bei der Lösung des Problems zu helfen, sagte BRH-Sprecher Jens Hamer am Dienstag auf PNN-Anfrage.

Wie berichtet lässt sich in dem Gebäude in der Dortustraße seit Monaten das Licht in den Fluren nicht löschen – es geht um 33 Flurlampen auf drei Etagen, die sieben Tage pro Woche 24 Stunden pro Tag brennen. Die elektronische Steuerung der Lampen funktioniert nicht mehr, wie der sonst so auf Sparsamkeit sowie eine korrekte Haushalts- und Wirtschaftsführung bedachte Bundesrechnungshof eingeräumt hatte – was sich als gefundenes Fressen für die Satireprofis von „Extra 3“ erwies.

Doch für den BRH ist das Problem ein Dauerärgernis – zumal sich schon mehrere Fachfirmen erfolglos an der Reparatur versucht hätten, wie Sprecher Hamer bereits vergangenen Freitag gesagt hatte. Auch bei den PNN hatten sich daraufhin potentielle Helfer gemeldet, etwa ein Ingenieurbüro für LED-Dienstleistungen aus Krefeld (Nordrhein-Westfalen). In der Lichtanlage liege vermutlich eine Dauerspannung an, so das Unternehmen – das als Ausweg LED-Leuchten mit einem integrierten intelligenten Bewegungsmelder anbot. Diese Lampen würden sich automatisch abschalten, wenn in dem Bau keine Bewegung mehr registriert würde, so das Unternehmen.

Am Dienstag sagte BRH-Sprecher Hamer, all solche Hilfsangebote habe man an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) weitergeleitet, die das Gebäude vis-à-vis dem Stadtkanal verwaltet. Das erklärte Ziel des BRH: Eine möglichst kostengünstige Reparatur – zumal eine komplett neue Installation gleich mehrere Tausend Euro kosten würde, wie die Behörde fürchtet. Denn die simpelste Möglichkeit, das Licht auszumachen, ist in dem kürzlich modernisierten Gebäude nach BRH-Angaben nicht mehr vorhanden: Der klassische Lichtschalter.

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