• Potsdam Newsletter für Samstag, den 5. und Sonntag, den 6. September 2020: Start der Einheits-Expo, ein Vergnügungspark im Neuen Garten und eine autofreie Innenstadt

Potsdam Newsletter für Samstag, den 5. und Sonntag, den 6. September 2020 : Start der Einheits-Expo, ein Vergnügungspark im Neuen Garten und eine autofreie Innenstadt

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Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.
Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.Foto: Sebastian Gabsch PNN

Guten Morgen,

liebe Männer, ihr müsst jetzt ganz stark sein: Frauen sind taktisch schlauer. Es wäre taktisch äußert unklug, das einfach zu behaupten. Diese Feststellung kommt aber nicht von mir, sondern von einem Mann, der es wissen muss:  Ex-Bundesligaspieler Sofian Chahed. Seit zwei Monaten trainiert Chahed mit Turbine Potsdam zum ersten Mal ein Frauenteam - und schwärmt im Interview von weiblicher Taktik. Ein taktisch unkluges Manöver (zu viel Testosteron?) führt Potsdams CDU-Fraktionschef Götz Friederich durch. Um in der Fußballsprache zu bleiben, die Männer dem Vernehmen nach gut verstehen: Das war ein grobes Foul. In einer Kleinen Anfrage vom Mittwoch kritisiert Friederich die längere Abwesenheit von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) - obwohl dieser seine Augenverletzung bereits öffentlich thematisiert hatte. "Der Oberbürgermeister ist seit geraumer Zeit sowohl bei der Stadtverordnetenversammlung und im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung abwesend", schreibt Friederich. Gestern sagte Schubert auch seine Teilnahme bei der heutigen Eröffnung der Einheits-Expo ab. Ein Rathauschef, der sich einen Termin entgehen lässt, der deutschlandweite Aufmerksamkeit garantiert? Das geschieht sicher nicht aus nichtigem Grund. Um das zu verstehen, muss man kein Käpsele und auch kein Schlaule sein. Wenn Sie den Unterschied zwischen beiden Begriffen begreifen wollen, sollten Sie beim Expo-Pavillon Baden-Württembergs vorbeischauen, dort geht es um künstliche Intelligenz (die können alles - außer Hochdeutsch). Wenn Sie Ihr Wochenende taktisch planen wollen, wäre es schlau, jetzt weiterlesen. Es gibt nämlich jede Menge weitere Termine.

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Was könnte ich am Wochenende unternehmen?

Paare – Berührungen 
Im Kunsthaus sans titre eröffnet eine neue Ausstellung: „Paare - Berührungen“ mit Bildern von Hans Vent und Skulpturen des im Kunsthaus verorteten Potsdamer Malers und Bildhauers Mikos Meininger. Hans Vent (1935 – 2018) hat einen Großteil seiner Arbeiten seiner Hans-Vent-Stiftung übertragen, einige befinden sich in der Sammlung des Museums Barberini  (ab heute ist dort Hasso Plattners Impressionisten-Schau zu sehen) und des Potsdam Museums (dort gibt es Wendeherbst-Bilder zu bestaunen). Vent lernte zunächst Bau- und Dekorationsmaler, studierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er schuf unter anderem zahlreiche Wandbilder für DDR-Bauten. Ab den 1970ern konzentrierte er sich auf Malerei, Grafik und Keramik. Wenn Sie sich selber ein Bild machen wollen: Hier gibt es einen ersten Eindruck - oder einfach die Ausstellung besuchen.
Vernissage am Samstag ab 17 Uhr in der Französischen Straße 18. Geöffnet Mittwoch bis Sonntag 14 bis 18 Uhr sowie zu Veranstaltungen.

Letzter Aufruf: Hagemeister

Nur noch dieses Wochenende ist die Karl-Hagemeister-Ausstellung „…das Licht, das ewig wechselt“ im Potsdam Museum zu sehen. Am Sonntag findet die letzte Führung durch die Bildwelt des Malers aus Werder (Havel), der mit seiner impressionistischen Naturmalerei international bekannt wurde, statt.
Sonntag 11 Uhr im Potsdam Museum, Am Alten Markt, 10 Euro kostet die Teilnahme. Bitte anmelden unter (0331) 2896868.

Gründungsdirektorin Andrea Palent und Programmdirektor Michael Dühn feiern 20 Jahre Nikolaisaal.
Gründungsdirektorin Andrea Palent und Programmdirektor Michael Dühn feiern 20 Jahre Nikolaisaal.Foto: Sebastian Rost

20 Jahre Nikolaisaal

Der Nikolaisaal feiert Saisoneröffnung und 20 Jahre Neubeginn. Samstagabend treten Keimzeit, das Babelsberger Filmorchester, Balbina, Dominique Horwitz, Gemma Ray, Jesper Munk, Teresa Bergman im Saal auf. Karten gibt es nur noch für 4er-Tische in der Public Viewing Lounge, unter freiem Himmel vor dem Haus, mit eigenem Bildschirm und auf Wunsch einer „Dinnerbox“. Am Sonntag sind dann Familien mit Kindern ab zwei Jahren dran: „Happy Birthday“ heißt der Nachmittag mit Gesang, Body Percussion, Instrumenten-Ausprobieren und einem echten Konzert mit der Kammerakademie. Im Interview mit Lena Schneider sprechen die Gründungsdirektorin Andrea Palent und der neue Programmdirektor Michael Dühn über Herkunft und Zukunft des Konzertsaals.
Konzert Samstag ab 19 Uhr, die Karte für vier Personen kostet 40 Euro. Der Familiennachmittag Sonntag ab 14.30 Uhr ist ohne Eintritt aber nur mit Anmeldung zu erleben. Info und Karten per Mail an [email protected] oder telefonisch unter (0331)2888828.

Erstmal eine Tasse Tee

Die prächtigen Figuren am Chinesischen Teehaus im Park Sanssouci sind tiefenentspannt. Die Personen tragen exotische Gewänder, haben Zeit, trinken Tee und hören Musikern zu. Bei einer Führung mit der Flötistin Antje Becker und Michael Metzler, Experte für historische Percussion, wird in die Vergnügungen der höfischen Gesellschaft eingeführt. Wer gleich noch feinen Tee kaufen möchte: Das kann man unter anderem im Teefachgeschäft Götz & Götz. Hier findet man auch passendes Zubehör und Leckereien, die eine Teepause wunderbar abrunden. In der Gutenbergstraße 98, am Samstag geöffnet von 10 bis 16 Uhr.
Führung am Samstag ab 16 Uhr, Treffpunkt ist am Eingang zum Chinesischen Teehaus im Park Sanssouci, die Teilnahme an der Führung inklusive Besichtigung des Chinesischen Teehauses kostet 16 Euro. Karten gibt es in den Besucherzentren und vor Ort.

Erinnern an das Ende

Walter Kempowskis Tagebuchbände über die Zeit des Zweiten Weltkriegs gehören zu den wichtigen zeitgeschichtlichen Zeugnissen über jene Jahre. Kempowski verarbeitete in den literarischen Collagen Tagebücher, Brief, autobiografische Erinnerungen sowie Fotografien. Aus dem Band „Abgesang“, der das Kriegsende thematisiert, wird bei einer szenischen Lesung im Garten des Museum Alexandrowka vorgetragen. Vorher bietet sich ein Abendessen im benachbarten russischen Restaurant an. Im musealen Holzhäuschen gibt es Klassiker wie Pelmeni, Borschtsch und Piroggen, oder Sie erkunden, was im „Kosakentopf“ steckt. Geöffnet bis 21 Uhr, Küchenschluss bereits um 20 Uhr.
Lesung am Samstag ab 20, Museum Alexandrowka, Russische Kolonie 2, der Eintritt kostet 12 Euro. 

Yoga auf dem Berg

Den Sonntag beginnt, wenn man denn möchte, mit Freiluftyoga am Belverdere auf dem Pfingstberg. Für den Sonnengruß im Lustschloss unter Anleitung des Potsdamer Yoga-Lehrers Tom Seeger bitte eine eigene Matte mitbringen.
Sonntag ab 10.30 Uhr auf dem Pfingstberg. 10 Euro kostet die Teilnahme an der Yogaeinheit.
Engerling erst am kommenden Freitag
Das Konzert von Engerling im Lindenpark fand nicht, wie gestern irrtümlich angekündigt, am gestrigen Freitag statt. Engerling tritt dort erst am kommenden Freitag (11. September) auf. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.
Im Vorverkauf können Sie jetzt noch 3 Euro sparen, hier kostet die Karte nur 17 Euro.

Die Empfehlungen für Sie hat heute Steffi Pyanoe kuratiert.

Welche Termine sind am Wochenende wichtig?

In Brandenburg beginnt die Sanddornernte.
In Brandenburg beginnt die Sanddornernte.Foto:Andreas Klaer
  • Start der Sanddornernte: Am Samstag startet offiziell die Sanddornernte in Brandenburg. Über die Zukunft des Sanddornanbaus diskutiert ab 11 Uhr Agrarstaatssekretärin Silvia Bender im Sanddorn-Garten Christine Berger in Petzow mit Mitgliedern des Sanddornvereins. 
  • Slubice-Frankfurt-Pride: Um 14 Uhr am Samstag treffen sich Schwulen- und Lesbenvereine der Städte Slubice und Frankfurt (Oder) unter dem Motto „Liebe ohne Grenzen“ zum ersten deutsch-polnischen Christopher Street Day. Die Route führt durch Slubice über die Oderbrücke nach Frankfurt.
  • Verleihung des Integrationspreises: Die Integrationspreise der Landeshauptstadt und der Sonderpreis Nachbarschaft der Pro Potsdam werden am Sonntag ab 14 Uhr verliehen. Um 15.30 Uhr versammeln sich die Preisträger zum Foto auf dem Platz vor dem Filmmuseum. Im Anschluss beginnt die 30. Potsdamer Interkulturelle Woche mit einem Straßenfest vor dem Filmmuseum. Außerdem wird die Ausstellung  „Anders als du glaubst 2020…“ vorgestellt. 
  • Brasiliens Kultur: Eine weitere Ausstellung wird am Sonntag um 15 Uhr im Museumshaus „Im Güldenen Arm“  in der Hermann-Elflein-Straße eröffnet. Ilka Raupach aus Caputh zeigt „AMANTIKIR - Brasiliens Kultur und Natur beleuchtet durch Skulpturen und Collagen“. Die Schau ist vom 9. September bis 25. Oktober, mittwochs bis sonntags von 12 bis 18 Uhr,  geöffnet. Eintritt frei.
  • Wahl des neuen Generalsuperintendenten: Wer wird neuer Generalsuperintendent des Sprengels Potsdam als Nachfolger von Heilgard Asmus? Christoph Vogel oder Kristóf Bálint? Am Sonntag fällt ab 15 Uhr in der Nikolaikirche die Entscheidung. 

Was soll ich heute lesen?

Zeitzeuge Ingbert Littmann im Neuen Garten.
Zeitzeuge Ingbert Littmann im Neuen Garten.Foto: Sebastian Gabsch

Rummel, Rennbahn und Kalinka 
Oberst Pawel Skomorowski, Chef im Neuen Garten, lauschte eines Spätsommertags 1953 staunend in den Hörer seines Feldtelefons: „Da, da, verstehe, wird geräumt“, mag er seinem Gesprächspartner den Befehl bestätigt haben. Am Sonntag ist es 67 Jahre her, dass das sowjetische „Disneyland“ wieder in deutsche Hand zurückgegeben wurde: Der Neue Garten, vom 18. Juni 1945 an von der Roten Armee als Vergnügungspark genutzt, gelangte 1953 wieder in die Obhut der Staatlichen Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci, Vorläuferin der heutigen Schlösserstiftung. Es ist ein Stück weitgehend unbekannter Stadtgeschichte, das Hans-Rüdiger Karutz mit Hilfe des Zeitzeugen Ingbert Littmann rekonstruiert hat. Die ganze Geschichte lesen Sie hier

Worüber spricht Potsdam heute? 

Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Autos sollen draußen bleiben
In der Potsdamer Innenstadt sollte man besser auf das Auto verzichten. Das liegt aktuell aber an der Einheitsexpo (siehe Verkehr). Perspektivisch wollen die Fraktionen von SPD, Grünen und die Linken weitere Fakten auf dem Weg zur autofreien Innenstadt schaffen. Für die Stadtverordnetenversammlung am 16. September haben sie in unterschiedlicher Konstellation mehrere Anträge eingebracht. So soll im November in der östlichen Brandenburger Straße zwischen der St.-Peter-und-Paul-Kirche und Friedrich-Ebert-Straße eine dauerhafte Fußgängerzone eingerichtet werden. Das fordern Grüne und die Linke. Grüne, SPD und Linke haben einen Antrag formuliert, der auf die Reduzierung von Parkplätzen in der City abzielt. Mein Kollege Henri Kramer hat die Pläne zusammengefasst

Was muss ich für heute wissen? 

Das Corona-Update
In Brandenburg sind elf weitere Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages registriert worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitagmorgen in Potsdam mit. Insgesamt haben sich in Brandenburg damit seit März 3935 Menschen mit dem Virus infiziert. Seit Freitag gelten in Brandenburg schärfere Regeln im Kampf gegen das Virus. Wer bewusst gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen und im Einzelhandel verstößt, muss mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen. Wiederholungstätern droht eine Strafe von bis zu 250 Euro. Für private Feiern  zu Hause gilt zudem ab heute eine Obergrenze von 75 Teilnehmern. In Restaurants dürfen bis zu sechs Gäste unterschiedlicher Haushalte zusammensitzen. Auch erotische Massagen sind wieder möglich.

Die meisten Infizierten in Brandenburg verzeichnet nach wie vor die Landeshauptstadt Potsdam mit insgesamt 708 Personen - vor Potsdam-Mittelmark mit 622 Fällen. Nach dem am Freitag bekannt gewordenen Corona-Fall an der Evangelischen Grundschule Potsdam hat das Gesundheitsamt den Schülern der beiden fünften Klassen und ihren Familien sowie zwei Lehrern eine "freiwillige häusliche Isolation" empfohlen. Das geht aus eine E-Mail der Schulleitung hervor, die den PNN vorliegt. Von Kontaktpersonen des positiv getesteten Fünftklässlers sollen Anfang der Woche Abstriche genommen werden. 

Über die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in Potsdam und Brandenburg informieren wir Sie wie gewohnt in unserem Newsblog.

Der Eingang zum Klinikum "Ernst von Bergmann".  
Der Eingang zum Klinikum "Ernst von Bergmann".  Foto: Sebastian Gabsch

Bergmann-Klinikum lockert Corona-Regeln
Das Potsdamer Klinikum "Ernst von Bergmann" hat seine Corona-Regeln gelockert. Dies sei wichtig, um Patienten schneller aus der Rettungsstelle auf die Stationen zu verlegen und mehr Betten belegen zu können, teilte das Klinikum auf Anfrage mit. Bislang wurden neue Patienten zunächst auf das Virus getestet, dann in einem Einzelzimmer isoliert, bis das zweite Testergebnis vorlag, und erst bei einem zweiten Negativbefund auf eine Station verlegt - dann auch in Zwei-Bett-Zimmer.  Nach den neuen Regeln können auch Patienten in einem Zwei-Bett-Zimmer liegen, für die noch kein negatives Testergebnis vorliegt, hieß es. Meine Kollegin Sabine Schicketanz mit den Einzelheiten

Neuer Lernort Garnisonkirche
Mit einer kritischen Ausstellung zum Wiederaufbau der Garnisonkirche ist am Freitagabend ein neuer Lernort im Rechenzentrum eröffnet worden. Die Schau wirft der Wiederaufbau-Stiftung mangelnde Distanzierung von Rechtsextremisten vor. Was der Stiftung konkret vorgeworfen wird, lesen Sie hier

Staubwolken über Teltow
Auch in Teltow wird erbittert gestritten. Seit Jahren sorgt der Umschlag von Schüttgütern am Güterbahnhof für Ärger bei den Anwohnern. Sie beschweren sich über Lärm und Staub. Jetzt befürchten sie, dass die Belastungen zunehmen: Auf einem Nachbarareal soll ein Transportbetonmischwerk errichtet werden. Außerdem ist eine Baustoffrecycling- sowie Betonbrechanlage geplant. Warum die Pläne Staub aufwirbeln, ist hier zu lesen

Wetter und Verkehr

Wetter
Mit vielen Wolken, etwas Sonne und vereinzelt Regen ist an diesem Wochenende zu rechnen. Immerhin, richtig kühl wird es nicht: Bis zu 23 Grad werden erreicht. 

Verkehr
Für die Feierlichkeiten zum 30. Tag der Deutschen Einheit finden ab heute bis zum 4. Oktober eine Vielzahl von Veranstaltungen in Potsdam statt. In der Innenstadt werde es deshalb punktuelle Einschränkungen geben, teilte die Stadtverwaltung mit. Aktuelle Verkehrsinfos finden Sie hier


Person des Tages

Kurt Kretschmann (1914-2007) im Jahr 2004 in Bad Freienwalde.
Kurt Kretschmann (1914-2007) im Jahr 2004 in Bad Freienwalde.Foto: Patrick Pleul/dpa

Er gilt als Nestor des Naturschutzes in Ostdeutschland: Kurt Kretschmann. Passend zum Start der Einheits-Expo gibt es heute noch ein besonderes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte zu erzählen. Vor 70 Jahren entwarf Kurt Kretschmann gemeinsam mit seiner Frau Erna das Logo einer schwarzen Waldohreule als Symbol für Natur- und Landschaftsschutzgebiete. Das Sinnbild der Waldohreule wurde mit dem ersten Naturschutzgesetz der DDR am 4. August 1954 offiziell eingeführt. Kurt Kretschmann, der 2007 im Alter von 92 Jahren in Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) verstarb, hatte damals schon für die Eule als ein gemeinsames gesamtdeutsches Naturschutzsymbol geworben. In der alten Bundesrepublik entschied man sich für den Seeadler. Nach der Wiedervereinigung beschloss die Umweltministerkonferenz 1994, das Eulensymbol auf dem Gebiet der ehemaligen DDR weiterzuverwenden. Einige westdeutsche Bundesländer nutzen seitdem auch die Kretschmann-Eule. „70 Jahre Naturschutzeule – das sind 70 Jahre, in denen der Naturschutz eine neue Sichtbarkeit und eine gesamtdeutsche Dimension erlangt hat", so Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne). 


Ob in der Natur oder in der Stadt - ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Erleben der gesamtdeutschen Dimension an diesem Wochenende. Schlaue Frauentaktik gibt es am Sonntag bei diesem Ost-West-Duell: Anpfiff der Partie 1. FFC Turbine Potsdam gegen TSG 1899 Hoffenheim ist um 14 Uhr im Karl-Liebknecht-Station.
Am Montag können Sie sich dann bei meiner Kollegin Jana Haase schlau machen, was die neue Woche bringt.


Ihre Marion Kaufmann
PNN-Vizechefredakteurin

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