Potsdam : Neue Probleme beim Schulbau

Die Planungen für den Bau zweier Schulstandorte in Potsdam sind ins Stocken geraten.

Foto: Christophe Gateau/dpa

Teltower Vorstadt/Babelsberg - Neue Probleme bei der Planung von dringend benötigten Schulen in Potsdam: Die eigentlich für 2022 vorgesehene Grundschule nahe dem Humboldt-Gymnasium an der Heinrich-Mann-Allee werde nicht rechtzeitig fertig, wie Bildungsdezernentin Noosha Aubel (parteilos) am Mittwochabend im Hauptausschuss einräumte. Das nötige Grundstück sei immer noch nicht im Eigentum der Stadt – ob das gelingt, soll sich im Mai entscheiden.

Anlass war ein bereits im Bildungausschuss beschlossener Antrag der Linken, bis zur Sicherung von Flächen für die Grundschule zunächst keine Entscheidungen mehr zu dem geplanten Wohngebiet der kommunalen Pro Potsdam am ehemaligen Tramdepot zu treffen, um notfalls auch dort direkt noch die Schule bauen zu können. Aus Sicht der Pro Potsdam käme dies einem Planungsstopp für 750 Wohnungen gleich, wie Unternehmensvertreter deutlich machten. Mit einer Schule am Standort könnten sich die eigentlich fertigen Planungen im schlimmsten Fall um Jahre verschieben, hieß es. Dadurch würde das Projekt teurer, zudem drohe der Verlust von Fördergeldern in Millionenhöhe. Somit würde eine sinnvolle Entwicklung blockiert, warnte auch Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos). Im Ausschuss zeichnete sich daher auch eine Mehrheit gegen den Linke-Antrag ab, das Votum wurde aber bis in den Mai vertagt.

Einen Rückschlag musste Aubel auch für die von Filmpark und Stadt geplante Grundschule an der Medienstadt einräumen. Für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, ob das Projekt wirklich sinnvoll ist, habe sich bei einer Ausschreibung kein Interessent gefunden. Nun müsse mit veränderten Parametern neu ausgeschrieben werden, bedauerte Aubel. 

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