• Potsdam HEUTE, Mittwoch, 19. August 2020: Milzriss-Affäre, Brandenburg-Monitor und Märkischer Wein

Potsdam HEUTE, Mittwoch, 19. August 2020 : Milzriss-Affäre, Brandenburg-Monitor und Märkischer Wein

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Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.
Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.Foto: Sebastian Gabsch PNN

Guten Morgen,

Sie waren heute schon auf Hunderunde? Brav! Dann haben Sie Ihr halbes Tagessoll bereits erfüllt. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) nämlich will Hunden ausreichend Auslauf garantieren. Eine neue Verordnung soll Hundehalter verpflichten, ihrem Tier mindestens zweimal täglich für insgesamt mindestens eine Stunde Auslauf zu geben. Auf die Frage, wie die Gassi-Regel kontrolliert werden soll, sagte eine Ministeriumssprecherin, dafür seien die Behörden der Länder zuständig. Diese würden aber sicherlich nicht bei jedem Hundebesitzer klingeln und fragen, ob er schon mit dem Hund draußen war. Es gehe vor allem um die Zwingerhaltung.

Die Potsdamer CDU-Landtags- und Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig (zum Thema Doppelmandat siehe Terminvorschau), deren Familie in Golm den Zwinger „Funcken von der Heide“, eine Doggenzucht, betrieb, ist ja bekannt für ihre Bissigkeit auch gegenüber Parteikollegen. So kommentierte Ludwig nun den Vorstoß Klöckners bei Twitter: "SELBSTANZEIGE: Ich gehe mit meinem Rhodesian Ridgeback bei 32 Grad nicht zwei Runden Gassi in #Potsdam, sondern nehme eine erfrischende Abkühlung in der Havel!"
Dieses Gekläffe in den sozialen Medien ist aber vergleichsweise harmlos. Die Brandenburger AfD-Fraktion hingegen scheint nun richtig auf den Hund gekommen zu sein und produziert, man kann es nicht treffender sagen, kräftig Schlagzeilen. Aber bestimmt wollte der frühere Rudelführer Andreas Kalbitz nur spielen und nicht sein Revier markieren, als er den derzeitigen Fraktionschef Dennis Hohloch, einst OB-Kandidat in Potsdam, so in die Seite knuffte, dass der mit Milzriss im Krankenhaus landete. 

Worüber spricht Potsdam heute?

Andreas Kalbitz (l.), ehemaliger Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag, und Dennis Hohloch, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, während einer Landtagssitzung im Juni 2020. 
Andreas Kalbitz (l.), ehemaliger Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag, und Dennis Hohloch, Parlamentarischer Geschäftsführer...Foto: Christophe Gateau/dpa

Kalbitz gibt AfD-Fraktionsvorsitz auf 

Trotzdem zieht Andreas Kalbitz jetzt Leine. Er gibt seinen Vorsitz der Brandenburger AfD-Fraktion endgültig auf, wie er am Dienstag erklärte. Kalbitz hatte den Vorsitz wegen des laufenden Rechtsstreits um seine Parteimitgliedschaft  zunächst ruhen lassen. Nun reagierte er auf Rücktrittsforderungen, die am Dienstag in der Fraktionssitzung selbst von Vertrauten erhoben wurden. Auslöser  war eben jener - angeblich freundschaftlich gemeinte, versehentlich zu hart ausgefallene - Faustschlag gegen den Parlamentarischen Geschäftsführer Dennis Hohloch, der dabei einen Milzriss erlitt.  Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein Ermittlungsverfahren gegen Kalbitz eingeleitet. Frühere Gefährten, die "Flügel"-Mann Kalbitz dem Vernehmen nach gerne an der kurzen Leine führte, sind nun von der Kette gelassen. So erhob ein Mitarbeiter des AfD-Abgeordneten Lars Hünich schwere Vorwürfe gegen Kalbitz. Es ist ausgerechnet Kai Laubach, den Kalbitz vor einigen Jahren in die Fraktion geholt hatte – trotz Nähe zur rechtsextremistischen Identitären Bewegung. „Du bist Parteikrebs, Junge“, schrieb Laubach im Dienstag bei Facebook. „Bitte geh.“ Zudem beklagt Laubach sinngemäß, dass andere Fraktionsmitglieder wie Landtagsvizepräsident Andreas Galau immer vor Kalbitz Männchen machen würden. Maria Fiedler und Alexander Fröhlich über die Brandenburger Milzriss-Affäre

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Was muss ich für heute wissen?

Das Corona-Update

Das Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt (Oder).
Das Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt (Oder).Foto: Patrick Pleul/dpa

Es war zu befürchten: In Brandenburg müssen die ersten Schulen und eine Kita wegen Corona-Infektionen schließen. Um weitere Infektionen zu verhindern, hat ein Gymnasium in Frankfurt (Oder) den Lehrbetrieb eingestellt. Sowohl unter den Schülern als auch unter den Lehrern gebe es jeweils einen bestätigten positiven Corona-Fall, sagte Oberbürgermeister René Wilke (Linke). Alle 860 Schüler des Karl-Liebknecht-Gymnasiums wurden am Dienstagmorgen nach Hause geschickt. Das Gymnasium soll für eine Woche geschlossen bleiben. Auch eine Grundschule und eine Kita in Wittenberge (Prignitz) wurden nach Corona-Infektionen geschlossen. Heute sollen alle Kinder und Mitarbeiter - insgesamt mehr als 500 Personen - getestet werden. In Brandenburg haben sich insgesamt wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Innerhalb eines Tages wurden 16 neue Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Damit sind seit März insgesamt 3752 bestätigte Fälle  erfasst. 


Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen arbeitet die Potsdamer Stadtverwaltung intern an einem Stufenplan zum Umgang mit der Lage. Das bestätigte eine Rathaussprecherin den PNN auf Anfrage. Der Plan soll voraussichtlich im September vorliegen.

Über die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in Potsdam und Brandenburg informieren wir Sie wie gewohnt in unserem Newsblog.

Brandenburger zufrieden mit Corona-Management
Die Menschen in Brandenburg vertrauen nach einer aktuellen Meinungsumfrage dem Krisenmanagement der schwarz-rot-grünen Landesregierung in der Corona-Pandemie. Die Mehrheit der Befragten (73 Prozent) zeigte sich damit zufrieden oder sehr zufrieden, wie aus dem „Brandenburg-Monitor 2020“ hervorgeht. Die Studie wurde am Dienstag im Kabinett in Potsdam vorgestellt. Demnach haben sechs von zehn Befragten Vertrauen in die Informationspolitik zur Pandemie. Zudem hält eine Mehrheit (63 Prozent) die Einschränkungen wegen Corona insgesamt für gerechtfertigt, 29 Prozent gehen sie zu weit, sieben dagegen nicht weitgehend genug. Die detaillierten Studienergebnisse mit Grafiken finden Sie hier

Eine U-Bahn für Potsdam?
Die Meinung der Bevölkerung ist auch bei Verkehrsproblemen gefragt. Die Bürgerbeteiligung zur Tramerweiterung nach Krampnitz und Fahrland beflügelt dabei offenbar die Fantasie der Potsdamer. Gefordert werden unter anderem ein U-Bahn-Netz für Potsdam oder eine Rückkehr der Oberleitungsbusse. Rund vier Wochen nach dem Start der Online-Plattform www.tram96.de gibt es 36 Beiträge und 78 Kommentare. Mein Kollege Marco Zschieck hat sie ausgewertet

Anti-Terror-Einsatz 
Die viel befahrene Behlertstraße in der Potsdamer Innenstadt war am Dienstagmorgen Schauplatz eines Polizeieinsatzes. Schwer bewaffnete Spezialkräfte des Landeskriminalamts nahmen auf dem Gehweg einen Terrorverdächtigen fest. Seine Wohnung in der Nähe wurde durchsucht.  Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe bestätigte den Einsatz. Bei dem Mann handelt es sich demnach um den Syrer Khaled A., mutmaßliches Mitglied ausländischer terroristischer Vereinigungen. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl vom 14. August vor, den der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof am Dienstagabend in Vollzug setzte.

Was soll ich heute lesen?

Märkischer Wein

Weingut-Inhaberin Lara Wolenski.
Weingut-Inhaberin Lara Wolenski.Foto: Sebastian Gabsch

Die Erntebilanz für Brandenburgs Bauern fiel in diesem Jahr nicht so schlimm aus wie befürchtet. Bei Getreide und Raps bewegte sie sich auf durchschnittlichem Niveau - sowohl im konventionellen als auch ökologischen Anbau. „Wiederholte regionale Niederschläge sorgten nach zwei Extrem-Jahren für eine durchschnittliche Getreide- und Rapsernte“, sagte Landwirtschaftsminister Axel Vogel (Grüne) am Dienstag. Aber wie steht es um den märkischen Wein? Lara Wolenski, 31 Jahre alte Inhaberin des Bio-Weinguts Klosterhof Töplitz, setzt auf einen besonders sauren Tropfen. Carsten Holm hat bei der Weinlese zugeschaut und dabei erfahren, warum Geiztrauben für Berliner Sterne-Köche ein ganz besonderer Genuss sind. Seinen gehaltvollen Text mit rundem Abgang lesen Sie hier.

Welche Termine sind heute wichtig?

  • Unternehmensbesuche: Präsident und Vorstand der Handwerkskammer Potsdam besuchen heute ab 9 Uhr Handwerksunternehmen in Potsdam und Potsdam-Mittelmark und setzen damit die seit 1997 traditionell stattfindenden Vor-Ort-Gespräche bei Mitgliedsbetrieben fort. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die allgemeine Wirtschaftslage sowie die Ausbildungs- und Fachkräftesituation. Besucht werden unter anderem das Dentallabor Lüscher in Potsdam-Babelsberg, der Steinmetzbetrieb Roberto Lorenz in Uetz und die Bäckerei Aux Delices Normands in Stahnsdorf. 
  • Hagemeister im besonderen Licht: Die Kuratorinnen der Hagemeister-Retrospektive im Potsdam Museum, Jutta Götzmann und Hendrikje Warmt, stellen um 10.30 Uhr vor Pressevertretern gemeinsam mit Richard Oeckel und Marcel Bückner vom Künstlerkollektiv Xenorama die audiovisuelle Performance „Karl Hagemeister - '...das Licht, das ewig wechselt.' | '...the ever changing light'“ vor. 
  • Tesla und Rolls Royce: Der Landtagsausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Energie kommt um 10 Uhr zusammen. Erwartet werden unter anderem Berichte des Wirtschaftsministeriums zur Ansiedlung der Tesla-Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) und zur Situation bei Rolls Royce in Dahlewitz (Teltow-Fläming).
  • Doppelmandate und Parité-Gesetz: Der Hauptausschuss des Brandenburger Landtags befasst sich ab 11 Uhr unter anderem mit der Zulässigkeit von Doppelmandaten (siehe Causa Ludwig) und der Verfassungsbeschwerde gegen das Parité-Gesetz, die am morgigen Donnerstag vor dem Landesverfassungsgericht in Potsdam verhandelt wird. 
  • Corona und Kultur: Um die aktuelle Situation im Hochschul- und Kulturbereich während der Corona-Pandemie geht es um 13 Uhr bei der Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Landtag.
  • Artenvielfalt und Klimawandel: Brandenburgs Umwelt- und Agrarminister Axel Vogel (Grüne) informiert sich um 10 Uhr auf dem Havellandhof Ribbeck über das  F.R.A.N.Z-Projekt (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft und Naturschutz mit Zukunft). Auf dem Havellandhof werden Maßnahmen erprobt, die die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft wieder erhöhen. Anschließend besucht Vogel  noch die AGRO-Farm GmbH Nauen.
  • Zuwendungsbescheid für BASF: Der Bau einer Anlage zur Produktion von Batteriematerialien beim Chemiekonzern BASF am Standort Schwarzheide (Elbe-Elster) rückt näher. Vertreter des Bundes und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wollen um 13.55 Uhr vor Ort den Zuwendungsbescheid für den Bau offiziell übergeben. 
Viel Abstimmungsbedarf wird es heute bei der Sitzung der Potsdamer Stadtverordneten geben.
Viel Abstimmungsbedarf wird es heute bei der Sitzung der Potsdamer Stadtverordneten geben.Foto:Ottmar Winter
  • Sitzung der Stadtverordnetenversammlung:  Potsdams Kommunalpolitiker stellen sich nach der politischen Sommerpause auf ein Mammutprogramm ein: Mehr als 120 Punkte umfasst die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Es ist nicht die einzige Besonderheit der ab 15 Uhr beginnenden Zusammenkunft im Hörsaal der Universität am Campus Griebnitzsee. Henri Kramer mit einer Vorschau.

Was könnte ich heute unternehmen?

Empfehlungen heute von Steffi Pyanoe.

Der Abriss der Fachhochschule in der Potsdamer Innenstadt im Juli 2018.
Der Abriss der Fachhochschule in der Potsdamer Innenstadt im Juli 2018.Foto: Sebastian Gabsch

Vom Verschwinden
Vor ziemlich genau zwei Jahren wurde der Abriss des alten Fachhochschulgebäudes in der Innenstadt beendet. Die Frage, ob überhaupt abgerissen werden musste oder ob der Plattenbau der 70er Jahre hätte erhalten werden können, ob die Neugestaltung des Umfelds des Alten Markts sich an der barocken Bauhistorie oder der zeitgenössischen Entwicklung orientieren sollte, wurde zuvor heftig in der Öffentlichkeit und Politik diskutiert, bis zur Besetzung des Gebäudes im Sommer 2017. Der Dokumentarfilm „Schrott oder Chance - Ein Bauwerk spaltet Potsdam“ von Kristina Tschesch, Elias Franke, Christian Morgenstern (zusammen 414films) erzählt die Geschichte zwar aus der Perspektive der Abrissgegner – aber dennoch sehenswert und eine Inspiration für künftige Fragen zur Stadtentwicklung. 
21 Uhr im Waschhaus Kinosommer, 10 Euro kostet der Eintritt.

Queer in der Bundeswehr
Oberstleutnant Anastasia Biefang bekam bei ihrer Geburt das Geschlecht männlich zugewiesen und entschied sich während ihrer Karriere bei der Bundeswehr, zukünftig als Frau zu leben. Gleich nach ihrer Geschlechtsangleichung übernahm sie das Informationstechnikbataillon in Storkow und bekleidet diesen Posten als erste Transgenderperson in der BundeswehrIhren Weg dokumentiert der Film „Ich bin Anastasia“, der nach Anmeldung bei der Landeszentrale für politischen Bildung kostenlos online gesehen werden kann. Heute Abend ist Anastasia Biefang in Potsdam zu Gast und spricht über ihre Erfahrungen und ihr Engagement für queere Menschen in der Bundeswehr.
18 Uhr open Air an der Landeszentrale für politische Bildung, Heinrich-Mann-Allee 107, Haus 17 (Eingang: Friedhofsgasse). Mehr Informationen gibt es hier. 

Hartmann liest Fallada
Hans Fallada schrieb die Roman-Novelle „Der Trinker“ im November 1944 im Gefängnis, wo er einsaß, weil er im Streit mit seiner Ex-Frau schwer angetrunken um sich geschossen hatte. Es wurde sein persönlichster literarischer Text: „Ein zeitloses Dokument über die Abgründe einer Sucht“, schrieb eine Zeitung nach der Veröffentlichung. Wenn der Potsdamer Schauspieler Jörg Hartmann, Experte für tragische Figuren, den Text liest, erlebt der Zuhörer die wahnhafte Entwicklung wie einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
19 Uhr auf der Terrasse der Villa Quandt, Große Weinmeisterstraße 46/47, Karten für 12, ermäßigt 4 Euro (Schüler) gibt es hier.

Wo die Bierbauchjungs singen
Während Jörg Hartmann den „Trinker“ liest, spielen im Hof der Urania die „Billi's Beer Belly Boys“ Country, Swing, Ragtime, Bluegrass und Walzer, während sie von den grünen Hügeln Brandenburgs, wo die Viehwirtschaft blüht und der Hopfen wächst, träumen. Billi Möller, Borwin Schulz-Salinas, Matthias Opitz und Wolfgang Blütchen mit zwei Banjos, einer Geige, Kontrabass, Gitarre und Gesang sind die Bierbauchjungs.
18 Uhr, Urania, Gutenbergstraße 71 / 72, der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Was kann ich heute Gutes tun?

Probenräume zur Verfügung stellen

Foto: Jens Kalaene/dpa

Chöre und andere Ensembles sind in den Zeiten der Corona-Pandemie in großen Schwierigkeiten. Singen und andere musikalische Aktivitäten sind in geschlossenen Räumen derzeit nur unter Einhaltung der geforderten Abstands- und Hygieneregeln erlaubt. Das bedeutet, die Musiker brauchen oft größere Probenräume. Egal ob Werk-, Fabrik-, Sport- oder Mehrzweckhalle, Parkdeck, Kirche oder Gemeindesaal - der Landesmusikrat Brandenburg bittet Unternehmen und die öffentliche Verwaltung in Städten und Kommunen, große Räume, die in den Abendstunden nicht benötigt werden, zur Verfügung zu stellen und so beim Neustart Kultur zu helfen.
Wer Räume anbieten möchte, kann sich an den Landesmusikrat Brandenburg, Behlertstr. 33A, 14467 Potsdam wenden, Tel.: 0331 2803525 oder E-Mail  [email protected].

Wetter & Verkehr

Wetter
Die Hundstage machen Pause. In Brandenburg bleiben die Temperaturen auch zur Wochenmitte hin unter der 30-Grad-Marke - erst am Freitag wird es wieder heißer. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für den Mittwoch erst ab den Nachmittagsstunden vermehrt sonnige Abschnitte. In der Uckermark kann es anfangs noch Schauer geben, sonst bleibe es trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 24 und 27 Grad
Verkehr
Die baustellenbedingte Vollsperrung der Nutheschnellstraße am kommenden Wochenende bleibt kein Einzelfall. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen am Dienstag mitteilte, wird die Schnellstraße auch am darauffolgenden Wochenende, also am 29. und 30. August, gesperrt - zumindest stadteinwärts. "Der Verkehr wird in dieser Zeit umgeleitet", so der Landesbetrieb. Die Einzelheiten lesen Sie hier

Person des Tages

Gisela Stahn

Gisela Stahn
Gisela StahnFoto: Solveig Schuster (Archiv)

Egal ob Nachbarschaftszoff über zu hohes Gras oder entlaufene Katzen: Wenn zwei sich streiten, ist sie zur Stelle. Die ehemalige Berufsschul-Lehrmeisterin Gisela Stahn wurde gleich nach der Wende Jugendschöffin am Amtsgericht Potsdam, auch heute noch setzt sie sich als Hilfsschöffin für Recht und Gesetz ein. Seit 25 Jahren leitet Gisela Stahn zudem die Schiedsstelle der Gemeinde Kleinmachnow. Vor fünf Jahren wurde sie mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde geehrt. Heute wird der 62-Jährigen Kleinmachnower Schiedsfrau vom Präsidenten des Amtsgerichts Potsdam, Sylvio Seidel, für 25 Jahre Jahre ehrenamtliche Tätigkeit die Dankurkunde des Landes Brandenburg überreicht.  Auch Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) wird dabei sein.


Damit Streitschlichterin Gisela Stahn nicht einschreiten muss: Fassen Sie Ihre Kollegen heute im Büro bitte nicht an! Nein, nicht einmal den Ellenbogen Corona-konform zur Begrüßung ausfahren, sicher ist sicher. Nach Feierabend dann eine zweite Gassirunde und alles bleibt friedlich. Schlag 6 Uhr begrüßt Sie dann morgen meine Kollegin Jana Haase. 

Ihre Marion Kaufmann
PNN-Vizechefredakteurin

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