• Plattners Stiftung baut am Griebnitzsee: Neuer Plan für freien Uferweg

Plattners Stiftung baut am Griebnitzsee : Neuer Plan für freien Uferweg

Babelsberg - Mit Hilfe eines neuen Bebauungsplans (B-Plan) will die Stadt Potsdam zumindest den nördlichen Teil des gesperrten Uferwegs am Griebnitzsee wieder freigeben. Einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss haben die Stadtverordneten am Dienstagabend im Bauausschuss gefasst. In der Vorlage für den Ausschuss heißt es, mit dieser „Neuplanung der Wegeführung ergibt sich die Chance, zeitnah einen von der Allee nach Glienicke bis zum Stichweg an der Karl-Marx-Straße 26 in Gänze durchgehenden Uferweg herzustellen“.

Die geänderte Wegeführung entspreche mehr den bisher geäußerten Eigentümerinteressen, hieß es auch im Ausschuss. Aktuell sind laut Rathaus die Uferabschnitte Karl-Marx-Allee der Nummern 28/29 sowie 32 gesperrt. Ein dazwischenliegender, der Stadt gehörender Abschnitt sei als sogenanntes gefangenes Grundstück ebenfalls derzeit nicht zugänglich. Ein weiterer Anlass für die Planungen sei auch die vorgesehene Errichtung eines Verwaltungssitzes der Hasso-Plattner-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung. Die Stiftung müsse von ihrem jetzigen Standort am Campus Griebnitzsee wegziehen, weil das Hasso-Plattner-Institut dort kurzfristig umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen für die dort vorhandenen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen plant.

Stadtplanungschef Andreas Goetzmann sagte im Ausschuss auf Nachfrage von Stadtverordneten, mit dem Beschluss für den neuen Bebauungsplan sei auch kein rechtliches Risiko für den schon von diversen Anwohnern gerichtlich angefochtenen weiteren B-Plan für den Uferweg verbunden – der derzeit auch noch für den jetzt neu zu planenden Bereich gilt.

Seit Jahren streiten Stadtverwaltung und die privaten Anrainer um den gesperrten ehemaligen Postenweg der DDR-Grenztruppen. 

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