• Platten auf der Brandenburger Straße: „Boulevard des Films“ startet in diesem Jahr

Platten auf der Brandenburger Straße : „Boulevard des Films“ startet in diesem Jahr

Filme und Filmschaffende aus Potsdam werden mitten in der Innenstadt auf der Brandenburger Straße eine besondere Würdigung erhalten

Auf der beliebten und gut besuchten Brandenburger Straße soll zukünftig an das filmische Erbe made in Potsdam erinnert werden.
Auf der beliebten und gut besuchten Brandenburger Straße soll zukünftig an das filmische Erbe made in Potsdam erinnert werden.Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Der „Boulevard des Films“ auf der Brandenburger Straße in der Potsdamer Innenstadt soll noch in diesem Jahr starten. Wie die Stadt mitteilte, sollen über eine Fachjury und eine Bürgerbeteiligung jene Filme ausgewählt werden, die dann auf speziellen Platten auf der Fußgängerzone an die Filmgeschichte Potsdams erinnern. Das Beteiligungskonzept und der Zeitplan sollen im August dem Hauptausschuss und der Öffentlichkeit vorgestellt werden, kündigte die in der Stadt für das Projekt verantwortliche Koordinatorin Sigrid Sommer an.

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Ziel des „Boulevard des Films“ soll die Vermittlung des regionalen Filmerbes sein. Es gehört zu den Projekten, die im Rahmen des Titels „Unesco – Stadt des Films“ gestartet wurden. Um den Titel hatte sich Potsdam beworben und erhielt die Auszeichnung als erste Unesco-Filmstadt in Deutschland im Oktober 2019.

Weitere Projekte wurden seitdem auf den Weg gebracht, skizziert eine Zwischenbilanz des Projektbüros, das von mehreren Partnern aus der Film-, Wissenschafts- und Tourismusbranche sowie der Stadt getragen wird. So sollen zwei Neubauvorhaben, die das Filmkulturerbe erhalten, ebenfalls Teil der Unesco-Projekte sein. Wie berichtet wird für den Studio-Kostümfundus derzeit ein Neubau an der Großbeerenstraße errichtet. Zudem bekommt das Filmmuseum-Depot ein neues Haus auf dem Medienstadtgelände.

Seit Dezember 2019 läuft darüber hinaus das internationale Forschungsprojekt „Das filmische Gesicht der Städte“ von der Filmwissenschaftlerin Anna Luise Kiss von der Filmuniversität "Konrad Wolf" in Babelsberg in Kooperation mit der dänischen Universität Aarhus. In diesem Projekt wird am Beispiel von Aarhus und Potsdam untersucht, welchen direkten Einfluss der Film auf Städte hat.


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