• Parkgebühren in Potsdam mit dem Handy bezahlen: Bargeldlos parken

Parkgebühren in Potsdam mit dem Handy bezahlen : Bargeldlos parken

Potsdamer Autofahrer können die Parkgebühr jetzt mit dem Handy begleichen. Die Gebühr für das Handy-Parken ist etwas höher als bei der Barzahlung. Es gibt dafür aber auch einige Vorteile.

Praktisch, aber teurer. Handy-Parken ist jetzt auch in Potsdam möglich.
Praktisch, aber teurer. Handy-Parken ist jetzt auch in Potsdam möglich.Foto: A. Klaer

Potsdam - Autofahrer können in Potsdam künftig Parkscheine gegen einen Aufpreis bargeldlos lösen – mit dem Mobiltelefon. Denn als erste Kommune in Brandenburg bietet die Landeshauptstadt nun das sogenannte Handy-Parken an, seit dem gestrigen Montag ist es laut Verwaltung an allen kostenpflichtigen Parkplätzen der Stadt eingerichtet.

Wer das Handy-Parken nutzen möchte, kann zwischen verschiedenen privaten Anbietern wählen – aufgelistet sind diese an allen Parkscheinautomaten. Per App, SMS oder Telefonanruf wird der Standort angegeben, ab dann läuft sozusagen die digitale Parkuhr. Loggt sich der Fahrer wieder aus, wird die Gebühr berechnet und von den Betreibern abgebucht – vom Konto des Autofahrers oder zum Beispiel über dessen Handyrechnung. Die Betreiber überweisen die Parkgebühr dann weiter an die Stadt – und behalten einen Teil für sich.

Gebühr wird minutengenau abgerechnet

Deshalb ist der Preis für das Handy-Parken auch etwas höher als bei der Barzahlung. Der Anbieter Easypark zum Beispiel legt noch einmal 15 Prozent drauf – bei einer Parkdauer von einer Stunde in der Parkzone 1 kommen zu den 1,50 Euro Parkgebühr also noch mal 22,5 Cent dazu. Auch eine Flat für „Vielparker“ bietet Easypark an: Für 4,99 Euro im Monat können Autofahrer den Service jederzeit nutzen. Der Anbieter Mobile City hingegen berechnet zum Beispiel pauschal pro Parkvorgang zwölf Cent. Neben Easypark und Mobile City bieten derzeit auch Park Now, Travipay und Trafficpass Handy-Parken in Potsdam an. Bald sollen noch Parkfoxx und Yellowbrick hinzukommen.

Die Vorteile für den Autofahrer seien zum einen, dass er nicht das passende Kleingeld für den Automaten parat haben müsse, sagte der Projektleiter Handy-Parken bei der Stadt Potsdam, Heiko Schenck, bei der Vorstellung des Angebots am Montag. Außerdem müssten sich die Fahrer nicht vorher auf eine bestimmte Parkdauer festlegen, die Gebühr werde minutengenau abgerechnet.

Aufkleber für die Windschutzscheibe nötig

Damit die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes wissen, dass per Handy bezahlt wurde, müssen die Nutzer des Handy-Parkens einen entsprechenden Aufkleber an der Windschutzscheibe befestigen, zu bekommen zum Beispiel unter mobil-parken.de. Über ihr Dienst-Smartphone können die Kontrolleure dann checken, ob das entsprechende Kennzeichen in der Liste der Handy-Parker an dem Standort auftaucht. „Wer noch keinen Aufkleber hat, kann vorübergehend auch einen handschriftlichen Zettel hinter die Windschutzscheibe legen“, so Schenck.

Handy-Parken gibt es schon seit einigen Jahren, deutschlandweit wird es inzwischen in rund 120 Städten angeboten. Einmal bei einem Anbieter registriert, kann der Service auch in anderen Städten genutzt werden – etwa in Berlin. 

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