• Neue Kooperation des Hans Otto Theaters Potsdam: Kostenlose Theatervorstellungen für Studenten

Neue Kooperation des Hans Otto Theaters : Kostenlos ins Theater?

Mit einen neuen Kooperation des Hans Otto Theaters  sollen kostenlose Vorstellungen für Potsdamer Studenten ermöglicht werden. Nur die Universität macht noch nicht mit.

Das Hans Otto Theater will mehr Studenten anlocken.
Das Hans Otto Theater will mehr Studenten anlocken.Foto: A. Klar

Das Hans Otto Theater und das Studentenwerk führen eine Theaterflatrate für Studenten der Fachhochschule und der Filmuniversität Babelsberg ein: Diese können ab sofort kostenlos die Vorstellungen des Theaters besuchen. Das teilte das Studentenwerk am Montag mit.

Das Modell funktioniert so: Die Studenten müssen sich an der Theaterkasse registrieren lassen und können ab vier Tage vor der gewünschten Vorstellung ihre Freikarte reservieren, die sie dann an der Abendkasse gegen Vorlage des Studierendenausweises erhalten. Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen. 

Das Studentenwerk zahlt dem Theater einen festen Betrag

Kostenlos gibt das Theater die Karten aber nicht heraus: Als Kooperationspartner überweist das Studentenwerk dem Theater einen Beitrag in Höhe von einem Euro pro Semester und Student der beteiligten Hochschulen. Der derzeit gültige Studentenwerksbeitrag von 50 Euro pro Semester wird mit Einführung der Theaterflatrate allerdings nicht angehoben, hieß es. Das Modell gilt testweise bis September 2019, schon im kommenden Frühjahr soll über eine Fortführung entschieden werden.

Die studentische Theaterflatrate sei ein bundesweit erprobtes Modell und würde bereits in etwa 20 Städten praktiziert. Die neue Theaterintendantin Bettina Jahnke sagte, es gehe als Theater auch um einen kulturellen Bildungsauftrag: „Dazu gehört auch, für junge Erwachsene attraktiv zu sein – oder es wieder zu werden.“

Warum die Uni nicht mitmacht

Außen vor sind zunächst die mehr als 20 000 Studenten der Universität Potsdam, die weiter bis zu zehn Euro pro Karte zahlen müssen. Grund: Der gewählte Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Hochschule hat sich dagegen entschieden. Aus dem Gremium hieß es gegenüber den PNN zur Erklärung, man zweifle an dem Modell, ob dies tatsächlich flexibel genug für Studenten nutzbar sei. Zudem stehe man für eine Kulturförderung von studentischen Projekten wie dem KuZe in der Hermann-Elflein-Straße – statt etablierte Einrichtungen wie das Theater mit weiteren Mitteln zu unterstützen, wie es hieß. Das Studentenwerk begründete sein Engagement hingegen damit, dass die kulturellen Angebote für Studenten in Potsdam eher rar gesät seien. Das Theater könnte ein neuer Ort der Begegnung werden, so die Hoffnung. 


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