• Museum Barberini Potsdam: Bis zu 2000 Gäste pro Tag

Museum Barberini Potsdam : Bis zu 2000 Gäste pro Tag

Innenstadt - Seit diesem Montag ist das neue Museum Barberini für alle Besucher regulär geöffnet – und das Interesse ist ungebrochen groß. Wie das Museum am Freitag mitteilte, seien in der Eröffnungswoche 1500 bis 2000 Gäste täglich ins Barberini gekommen. Es haben sich immer wieder auch Schlangen vor dem Museum gebildet.

Am Montag wurden wie berichtet bereits 1000 Jahreskarten verkauft. Weil die Drucktechnik dafür öfter streikte, bekamen viele Gäste vorerst Gutscheine. Zusätzlich seien am ersten Besuchertag auch 2400 Tagestickets verkauft worden – nur 30 Prozent davon an der Kasse, der Großteil war vorab im Internet gebucht worden. Dies empfiehlt das Museum ausdrücklich auf seiner Internetseite: „Tipp: Zeitfensterticket online kaufen und ohne Wartezeit ins Barberini“.

In den ersten Ausstellungen des neu eröffneten Museums sind wie berichtet bis zum 28. Mai Werke von Claude Monet, Auguste Renoir, Gustave Caillebotte und Auguste Rodin sowie Bilder der Amerikanischen Moderne und Kunst der DDR zu sehen, insgesamt geht es um 170 Werke in 17 Sälen. Der Software-Milliardär und Potsdam-Mäzen Hasso Plattner hat das Haus errichten lassen, seine Stiftung finanziert den Kunstbetrieb. Geplant sind wechselnde Ausstellungen zu allen Kunstepochen – so steht vom 17. Juni bis 3. Oktober eine Schau „Von Hopper bis Rothko. Amerikas Weg in die Moderne“ an, zudem vom 28. Oktober bis 11. Februar 2018 eine Ausstellung „Hinter der Maske. Künstler in der DDR“. Im kommenden Jahr ist zudem eine Schau über den deutschen Maler, Grafiker und Bildhauer Max Beckmann geplant.

Indessen sucht die Potsdamer Bibliotheksgesellschaft, also der Förderverein für die Stadt- und Landesbibliothek, Zeitzeugen zur Geschichte des bei der Bombardierung Potsdams am 14. April 1945 zerstörten ursprünglichen Barberini-Baus. Von der Zerstörung waren auch die städtische Bücherei und eine daneben befindliche Verwaltungsbücherei betroffen, die sich im Barberini-Palais befanden. An den Erinnerungen an beide Einrichtungen sei man interessiert, so die Bibliotheksgesellschaft. Zwei der Fragen: „Wer hat seine Eltern beim Besuch der Städtischen Bücherei begleitet oder hat sie gar selbst benutzt? Finden sich noch Bücher, die nachweislich zum Bestand der Städtischen Bücherei oder der Verwaltungsbücherei Potsdam 1945 gehört haben?“ Dazu sollen sich Zeitzeugen unter Tel. (0331) 201 33 67 melden oder eine E-Mail an [email protected] senden. HK

 

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