• Kommentar zu geänderten Plänen: Das RAW-Digitalzentrum wird eine Jobmaschine!

Kommentar zu geänderten Plänen : Das RAW-Digitalzentrum wird eine Jobmaschine!

Jetzt scheint sich beim Riesen-Digitalzentrum alles in die richtige Richtung zu bewegen: Der Investor hat nachgebessert. Ein Kommentar.

So soll das neue Innovationszentrum in Potsdam einmal aussehen.
So soll das neue Innovationszentrum in Potsdam einmal aussehen.GRAFIK: J. MAYER H. UND PARTNER

Potsdam - Das klingt doch gut: Der Investor für das über 100 Millionen Euro teure Zentrum für Digitalwirtschaft am seit Jahren brach liegenden RAW-Gelände kündigt an, dass er bei zentralen Kritikpunkten für das Projekt nachgebessert hat.

Offenbar war die bisher erwogene Lösung, die denkmalgeschützte Halle an der Friedrich-Engels-Straße mit einer Art Bürobrücke zu überbauen, nicht nur in den Entwürfen eine optische Zumutung, sondern auch mit den Gesetzen der Physik nur schwer vereinbar. Das Konstrukt mit Stützpfeilern wäre offensichtlich einfach zu teuer gewesen, weswegen die Entscheidung dagegen wohl nicht so schwergefallen sein dürfte. Damit scheint ein zentraler Kritikpunkt der bisherigen Planungen ad acta gelegt zu sein, zumal der Investorenvertreter weitere Verbesserungen an der Fassade ankündigt.

PNN-Redakteur Henri Kramer.
PNN-Redakteur Henri Kramer.Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam gewinnt durch das Projekt Zukunftsfähigkeit

Und es gilt auch: Mit so einem Projekt gewinnt eine Universitätsstadt wie Potsdam zusätzliche Zukunftsfähigkeit, weil die Absolventen von hier auch hier arbeiten können. Und wenn andere Städte um etwa ihre Autoindustrie bangen, kann diese Stadt auf viele neue Arbeitsplätze verweisen, die noch extra durch so ein Digitalzentrum entstehen: Es muss jemanden geben, der etwa die Mittagessen der Mitarbeiter zubereitet, der vor allem erst einmal die ganze Anlage aufbaut. Und umso besser, dass das nun sogar mit einem nicht bis zur Unkenntlichkeit entstellten Denkmalbau möglich sein könnte. 

Daher scheint sich nun alles in die richtige Richtung zu bewegen. Allerdings müssen die auf Bausachen spezialisierten Stadtverordneten natürlich wachsam bleiben – und sich alles genau erklären lassen.

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