• Kandidatin ausgewählt: Eine Frau für die Potsdamer Uferwege

Kandidatin ausgewählt : Eine Frau für die Potsdamer Uferwege

Neuer Anlauf für einen freien Weg am Griebnitzsee, Sperrungen am Groß Glienicker See: Die Uferwegsbeauftragte muss große Aufgaben bewältigen. Am 1. Februar tritt sie ihren Dienst an.

Die Stadt Potsdam strebt weiterhin einen freien Uferweg am Griebnitzsee an.  
Die Stadt Potsdam strebt weiterhin einen freien Uferweg am Griebnitzsee an.  Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Nach den juristischen Pleiten rund um den gesperrten Uferweg am Griebnitzsee wird es in Potsdam wieder eine Beauftragte nur für den freien Zugang zu Seen und Flüssen geben. Inzwischen sei eine Kandidatin für die Stelle einer Uferwegsbeauftragten ausgewählt worden, sagte eine Stadtsprecherin auf PNN-Anfrage. Sie soll am 1. Februar mit der Arbeit starten, hieß es. Dann soll ihr Name genannt werden.

Neben einem neuen Anlauf für einen freien Uferweg am Griebnitzsee wird sich die neue Mitarbeiterin auch mit den Sperrungen am Groß Glienicker See befassen müssen, wo die Stadt bisher allerdings erfolgreicher agiert. Das hat auch der für den Ortsteil zuständige Ortsvorsteher Winfried Sträter (Groß Glienicker Forum) jetzt in einem Zwischenbericht deutlich gemacht. 

Ortsvorsteher sieht Fortschritte in Groß Glienicke

So sei bei dem dortigen Ufer die Lage insofern schon anders als am Griebnitzsee, da es einen gültigen Bebauungsplan gebe. Dennoch halten Anrainer dort schon seit 2009 den Weg an zwei Abschnitten besetzt, seitdem gibt es ein juristisches Tauziehen – unter anderem sind 20 Enteignungsanträge gestellt, bei denen laut Sträter „das Privateigentum auf dem Uferweg erhalten bleibt, aber mit einer Dienstbarkeit für die öffentliche Wegenutzung belegt ist“.

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Hier hatte die Stadt bereits Erfolge vor Gericht erzielt, grundsätzlich müsse aber laut Sträter noch das Oberlandesgericht als nächste Distanz entscheiden. Parallel dazu habe die Stadtverwaltung rund 20 000 Quadratmeter Uferflächen kaufen können – zum Teil durch die Anmeldung von Vorkaufsrechten seitens der Stadt, aber unter anderem auch durch Käufe von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). So sei eine „ganze Reihe von Teilabschnitten des Weges inzwischen öffentlich gesichert worden“, so Sträter – der zugleich die Einsetzung einer Uferwegsbeauftragten ausdrücklich begrüßte.


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