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Insolvenz : Kutschstall muss zeitweise schließen

Die Betreiberfirma des Kutschstall-Ensembles am Neuen Markt, die "Fine & Functional GmbH" ist zahlungsunfähig. Weitergehen soll es trotzdem - allerdings fehlt der Zeitplan. 

Das Kutschstall-Ensemble.
Das Kutschstall-Ensemble.Archivfoto: Manfred Thomas

Potsdam - Die Betreiberfirma des Kutschstall-Ensembles am Neuen Markt ist zahlungsunfähig. Die Insolvenz aus dem diese Woche begonnenen Verfahren zur „Fine & Functional GmbH“ hat das Amtsgericht Potsdam jetzt bestätigt. Als Insolvenzverwalterin sei die Anwältin Susanne Riedemann bestellt worden.

Vor Ort ist der Betrieb weitgehend eingestellt, wie ein PNN-Besuch am Donnerstag zeigte. Es geht um den Saal „Le Manège“ und das Restaurant „Schmiede 9“, wo zuletzt auch der Tanzclub „Laguna“ untergekommen war. Unternehmenschefin Alice Paul-Lunow erklärte in einer Mitteilung, wegen eines „noch nicht abschließend behobenen Wasserschadens“ im Kutschstall habe man schon mehrere Monate schließen müssen. Dazu seien „strukturelle sowie private Veränderungen“ gekommen. Somit habe man sich entschlossen, „den Standort ab Herbst nicht weiter zu betreiben“. Da man weder zusätzlich „Schäden aus mehreren Einbrüchen im Kutschstall noch den Betriebsausfall“ bisher habe vollständig regulieren können, sei das Unternehmen nun in der Insolvenzverwaltung.

Allerdings erklärte Paul-Lunow auch, sowohl „Le Manège“ als auch „Schmiede 9“ würden noch mit einem Investor „liebevoll saniert“ und „dann nach einer kurzen Pause von diesem, mit neuem Konzept, langfristig als Eventlocation betrieben“. Sie persönlich werde sich auf ihre Familie und „meine anderen Geschäftsfelder konzentrieren“, so Paul-Lunow. Ihre Firma wolle weiter im Bereich Catering arbeiten. Zudem organisiert sie das Potsdamer Lichterfest und das Tulpenfest im Holländischen Viertel – hier gibt es wie berichtet Streit mit den früheren Organisatoren.

In der Vergangenheit hatte Paul-Lunow bereits mit einer „Fine Events GmbH“ ein Insolvenzverfahren beginnen müssen – Geldbeständen von rund 21.000 Euro standen hier laut Amtsgericht Forderungen von mehr als 160.000 Euro gegenüber, wie es im Juli hieß. Paul-Lunow teilte dazu mit, es handele sich um eine acht Jahre zurückliegende Insolvenzangelegenheit mit einer Agentur, die sie damals mit einer Geschäftspartnerin geführt hatte.