• Havelspange kommt wieder auf die Agenda: Umgehungsstraße für Potsdam wird geprüft

Havelspange kommt wieder auf die Agenda : Umgehungsstraße für Potsdam wird geprüft

Bekommt Potsdam eine Umgehungsstraße mit einer weiteren Havelbrücke? Das soll nun doch geprüft werden. Allerdings nur als eine von mehreren Varianten.

Ein Vorschlag war, dass die Havelspange am Bahndamm am Templiner See entsteht.
Ein Vorschlag war, dass die Havelspange am Bahndamm am Templiner See entsteht.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Eine seit Jahren heftig umstrittene Umgehungsstraße für Potsdam – samt einer weiteren Havelbrücke – soll nun doch geprüft werden. Allerdings nur als „eine von mehreren Varianten“, im Zuge der ohnehin geplanten Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzepts Verkehr. Das haben die Stadtverordneten am Mittwochabend – nach heftiger Debatte – mit 26 zu 15 Stimmen beschlossen.
Ein erster, deutlich klarerer Vorstoß für eine solche Umfahrung des Stadtgebiets hatte sich zuletzt als nicht mehrheitsfähig erwiesen - dieser kam von Linken, CDU/ANW, Bürgerbündnis/FDP und einem SPD-Mann. Grundlage des neuen Beschlusses war ein Vorschlag von Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos).
Umgehungsstraße könnte wichtige Waldflächen zerschneiden
Gegner verweisen unter anderem darauf, dass so eine Umgehungsstraße wichtige Wald- und Naturflächen zerschneiden würde. So sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) die Debatte werde eine andere, wenn es um eine konkrete Trassenführung gehe - und etwa das Golmer Luch oder der Wildpark betroffen sei. Daher sei es auch wichtig, mehrere Varianten zu prüfen. Dem folgte Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg. Die Grünen und die Fraktion Die Andere lehnten das Ansinnen ab. Über das Thema, die sogenannte Havelspange, könne man weiter im Kommunalwahlkampf streiten, hieß es unter anderem.


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