• Drewitzer Gartenstadtprojekt auf Weltklimakonferenz

Potsdam : Drewitzer Gartenstadtprojekt auf Weltklimakonferenz

Potsdam/Bonn - Die Gartenstadt Drewitz ist bei der Weltklimakonferenz in Bonn als Erfolgsmodell für die „Energieeffiziente Sanierung von Wohnsiedlungen“ vorgestellt worden. Das teilte die kommunale Bauholding ProPotsdam jetzt mit. Zusammen mit Projekten aus Frankreich, Litauen und den Niederlanden diene die Umgestaltung des Stadtteils als sogenanntes Best-Practice-Beispiel, hieß es.

ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal erinnerte an die Geschichte des Projekts: „2012 fiel mit der Sanierung unseres Pilotprojektes sowie der Umgestaltung der Konrad-Wolf-Allee in einen Park der Startschuss für die Entwicklung des Stadtteils zur Gartenstadt.“ Fünf Jahre danach sehe man schon deutlich, wie sich das Bild von Drewitz positiv gewandelt habe.

Die Sanierungsarbeiten am Pilotblock der ProPotsdam mit 196 Wohnungen waren demnach bereits 2014 abgeschlossen. Seit 2015 saniert die ProPotsdam die sogenannte „Rolle“ in der Konrad-Wolf-Allee in drei Abschnitten. Weitere Bauarbeiten im Quartier haben dieses Jahr begonnen. Für die energetische und sozialverträgliche Sanierung des Pro Potsdam-Wohnungsbestandes in der Gartenstadt werden Förderdarlehen genutzt, etwa von der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Dadurch könne man auch weiterhin sozialverträgliche Mieten anbieten, so Westphal.

Die geplanten Gesamtinvestitionen der ProPotsdam belaufen sich auf rund 170 Millionen Euro. Zugleich leistet man laut Westphal beim Kampf gegen den Klimawandel einen wesentlichen Beitrag: Unter anderem würden rund 1700 Wohnungen bereits seit Mitte 2016 mit kohlendioxid-neutraler Fernwärme versorgt. „Das hat Vorbildcharakter“, so Westphal. So sei Drewitz jüngst auch bei einem Forum des internationalen Netzwerks der Förder- und Entwicklungsbanken in Frankfurt am Main vorgestellt worden.HK

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