• Dienstag, 8. Oktober 2019: Das ist heute in Potsdam wichtig

Dienstag, 8. Oktober 2019 : Das ist heute in Potsdam wichtig

Ein "Drache" sprüht heute Funken, ein Skateplatz ist stillgelegt, Trinkwasser wird bräunlich, junge Wasserratten sollten ins blu und abends wird eine Oper sehr ungewöhlich präsentiert.

Gerüst um den Bassinplatz in Potsdam.
Gerüst um den Bassinplatz in Potsdam.Foto: Hajo von Cölln

Potsdam - Skater müssen jetzt ganz stark sein: Der Bassinplatz fällt in den nächsten Tagen als Übungsfläche aus. Der "Bassi" wird generalüberholt, wurde uns vor Ort erzählt. Der Platz ist bereits eingerüstet. Aber bei dem Wetter (siehe unten) wäre dort zumindest heute bestimmt eh nicht viel los.

Junge Wasserballer gesucht

Nass werden kann man aber heute nicht nur draußen. Die Wasserballer des OSC suchen Nachwuchs. Für Kinder unter zwölf Jahren veranstalten die "Orcas" in den aktuellen Ferien daher zwei Schnuppertrainingseinheiten. Heute und am Donnerstag können interessierte Kinder von 16 bis 17 Uhr aktiv an einem Wasserball-Training teilnehmen. Brandenburgs Landestrainer Gregor Karstedt empfängt die interessierten Mädchen und Jungen um 15.45 Uhr im Foyer des blu-Bades.

Besonders in der U12 (Jahrgänge 2008 bis 2012) sind noch eine Reihe von OSC-Kappen zu vergeben, teilte der Verein mit. Da trifft sich gut, dass das beste Einstiegsalter "bei etwa acht bis zehn Jahren liegt“, wie Potsdams Wasserball-Urgestein Harry Volbert erklärt. Wer es heute nicht zum Schnuppertraining schafft, kann übrigens zu den Trainingszeiten immer dienstags und donnerstags (jeweils von 15 bis 17 Uhr) vorbeischauen. Weitere Informationen gibt es unter www.wasserball-potsdam.de.

Expertenwissen: Das alte (und bereits abgerissene) Bad am Brauhausberg wurde übrigens gestern vor genau 48 Jahren eröffnet.

Trübes Trinkwasser

Apropos Wasser: Die Energie und Wasser Potsdam (EWP) führt in der Innenstadt derzeit Rohrnetzspülungen im Leitungsnetz durch. Noch anderthalb Monate wird jeweils von Sonntag bis Donnerstag in den Nachtstunden von 22 Uhr bis 6 Uhr gespült. "Mit Eintrübungen des Trinkwassers in den betroffenen Bereichen [ist] zu rechnen", teilte die EWP mit. Auch könne der Druck sinken, heißt es - was auch direkte Auswirkungen auf "unmittelbar an die Wasserleitung angeschlossene Maschinen- und Wäschereianlagen, Badeöfen, Geschirrspüler und Warmwasseraufbereitungsanlagen" hat.

Vortrag zum Viertel Stadtheide

Bauhistoriker Thomas Sander hält heute um 19 Uhr einen Vortrag über die Stadtheide im Westen Potsdams. Der sachliche Siedlungsbau in diesem Viertel war in den 1920er-Jahren eine Antwort auf die damalige Wohnungsnot und Verdichtung der Städte. Damals gehörte er zur sogenannten „Heimatschutz-Architektur“. Im Gemeindesaal der Erlöserkirche, Nansenstraße 5, stellt Sander die Planung und Realisierung der Siedlung vor. Der Eintritt ist frei.

Sicherer Pilzgenuss

Die Pilzsaison hat wider Erwarten doch noch an Fahrt aufgenommen. Wie Wolfgang Bivour, Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie und Vorsitzender des Brandenburgischen Landesverbandes der Pilzsachverständigen, mitteilte, sprießen zurzeit essbare Champignon-Arten, Schirmpilze, Maronen und Steinpilze sowie Butter- und Birkenpilze. Nur wer (er)kennt die? Wer pflückt hundertprozentig die richtigen Pilze und bereitet ein leckeres Mahl zu? Ehrlich gesagt sind wir da SEHR vorsichtig - und gehen daher heute zwischen 9 und 12 Uhr zum Markt auf den Bassinplatz. Zu dieser Uhrzeit hat sich nämlich auch Herr Bivour mit der Pilzberatung angesagt. Er wird uns hoffentlich anhand unserer Auswahl sagen können, welche im Kochtopf laden dürfen.

Tagungsband zu Hohenzollern veröffentlicht

Das Research Center Sanssouci (RECS) hat einen Tagungsband zur Konferenz über die Abdankung der Hohenzollern 1918 und das Ende Preußens im vergangenen Jahr in Potsdam veröffentlicht. Auf der Konferenz wurden Fragen zu den Ereignissen in der Novemberrevolution 1918, den Folgen der Abdankung Kaiser Wilhelms II. und der Auflösung des preußischen Staates gestellt. Zudem ging es um den Umgang mit den Hohenzollern und ihrem kulturellen und materiellen Erbe.

Der Band „Preußendämmerung. Die Abdankung der Hohenzollern und das Ende Preußens“ macht Beiträge dieser Konferenz nun öffentlich und kann unter der ISBN Nummer 978-3-947449-88-0 in Papierform oder als PDF erworben werden.

"La Traviata" mit englischem Charme

Oper ist nicht so Ihr Ding? Na, dann nichts wie hin zur heutigen Veranstaltung "Oper mal anders" vom Urania e.V. in der Gutenbergstraße. Der englische Pianist, Dirigent und Dozent Richard Vardigans bringt dem Publikum das Operngenre ganz pur näher. Heute ab 18 Uhr auf dem Programm: Guiseppe Verdis "La Traviata", eine der erfolgreichsten Opern der Musikgeschichte.

Vardigans macht das Meisterwerk "quasi nackt", wie es in der Ankündigung heißt. Nach der Veranstaltung wissen die Besucher, worum es geht und - gut später zum Glänzen vor den Freunden - erkennen versteckte musikalische Zusammenhänge. Die Karten kosten 12 Euro.

Leuchtender Schauer

Noch bis Donnerstag kommt mit den Draconiden ein Sternschnuppen-Schauer vom Himmel. Der Sternschnuppenstrom vom "Kopf" des Sternbilds Drache wird für Himmelsbeobachter in diesem Jahr voraussichtlich aber eher spärlich ausfallen. Zwar sind heute und morgen traditionell die Höhepunkte des kosmischen Spektakels, aber in diesem Jahr gibt es leider nur die Sparvariante. Daher heute Abend jedes kleine Loch in der Wolkendecke nutzen und in den Himmel kieken. Wer mit dem Mond im Rücken hoch an den Himmel blickt, sollte mit etwas Glück ein bis zwei Dutzend Sternschnuppen pro Stunde erkennen. Die Menge variiert jedoch fast jedes Jahr. Glück, wer vor acht Jahren in den Himmel geguckt hat. Damals konnten bis zu 800 Sternschnuppen beobachtet werden - pro Stunde. 

Zum Schluss das Wetter

Ja, auch heute gibt es Wetter, aber längst nicht so schön wie gestern. Es bleibt grau, aber es wird etwas wärmer. Aber was bedeutet diese Wetterprognose für das Sternschnuppen-Spektakel? Schwierig zu sagen. Unser Tipp: Etwas länger aufbleiben. Am späteren Abend soll es, je nachdem, welches Wetterportal man zurate zieht, etwas auflockern. Dann könnte man tatsächlich Sternschnuppen sehen. Und Wünsche loswerden.

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