• Die Lage in Potsdam am Sonntag: Gemischte Gefühle in der Gastronomie

Die Lage in Potsdam am Sonntag : Gemischte Gefühle in der Gastronomie

Auch in den letzten 24 Stunden wurden in Potsdam keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Gastronomen sind nur halb zufrieden mit der jetzigen Situation.

Pensionär Ingo sitzt im Café Heider. 
Pensionär Ingo sitzt im Café Heider. Foto: Carsten Holm

Potsdam - Laut Gesundheitsamt gab es von Samstag zu Sonntag erneut keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Potsdam (Stand: Sonntag 9.30 Uhr). In der gesamten Woche wurden demnach drei neue Infektionen in der Landeshauptstadt gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Genesenen um fünf Personen an. Aktuell gelten 445 Potsdamer, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren, als genesen. 

Demnach haben sich seit Februar 2020 insgesamt 627 Potsdamer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Aktuell werden in den Kliniken der Landeshauptstadt 18 infizierte Menschen behandelt, davon 17 im Klinikum „Ernst von Bergmann“ und eine im St. Josefs Krankenhaus. Fünf dieser Patienten liegen auf der Intensivstation des Bergmann-Klinikums. Außerdem befinden sich 285 Potsdamer in häuslicher Quarantäne, weil sie als Kontaktpersonen der Kategorie I gelten. Von allen mit dem Coronavirus infizierte Potsdamern sind seit Februar 2020 insgesamt 50 Personen gestorben. 29 mit dem Coronavirus infizierte und in Potsdam Verstorbene kamen nicht aus der Landeshauptstadt.

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Nur die Hälfte der Plätze darf genutzt werden

Seit Freitag haben die Restaurants und Cafés wieder geöffnet. Viele Gäste hätten den ersten Restaurantbesuch nach der langen Zeit sichtlich genossen und „ein Leuchten in den Augen gehabt“, sagt Fred Böttcher, Kellner in der „Brasserie zu Gutenberg“. Bisher hätten sich alle „sehr diszipliniert“ an die Regelungen gehalten. Der Betrieb mit nur etwa der Hälfte der Kapazität sei aber selbstverständlich nicht kostendeckend.

Auch die Kneipe „Hafthorn“ in der Friedrich-Ebert-Straße serviert wieder Burger und Bier. Der Betrieb sei zwar „gut angelaufen“, sagt Küchenchef Tino Sommer. „Aber das ist natürlich kein Vergleich zu einem normalen Sommer.“
Gastronomie-Unternehmer René Dost spricht von etwa 60 Prozent Umsatzrückgang in seinen Restaurants und Café insgesamt. Dass nur die Hälfte der Plätze genutzt werden dürfe, ist seiner Ansicht nach aber nicht das Problem, denn „mehr Leute kommen sowieso nicht“. Viele Menschen seien verunsichert und hätten außerdem Geldsorgen, weil sie selbst in Kurzarbeit seien. „Essengehen muss man sich leisten können“, sagt Dost. 


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