• Bewegender Trauergottesdienst für Joachim Zehner in der Friedenskirche Sanssouci

Dank und Lob zum Abschied : Bewegende Trauerfeier für Joachim Zehner in der Friedenskirche

Am Samstagvormittag fand in der Friedenskirche im Park Sanssouci der Trauergottesdienst für Joachim Zehner in der Friedenskirche Sanssouci in Potsdsam statt. Beerdigt wurde er auf dem Bornstedter Friedhof.

Trauergottesdienst für den ehemaligen Superintendenten Joachim Zehner in der Potsdamer Friedenskirche.
Trauergottesdienst für den ehemaligen Superintendenten Joachim Zehner in der Potsdamer Friedenskirche.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Unter dem berühmten Mosaik in der Friedenskirche mit der Christusfigur aus dem frühen 13. Jahrhundert, die das Buch des Lebens in der Hand hält, stand Joachim Zehner zehn Jahre, von 2008 bis 2018, als Pfarrer und Superintendent, um Gottesdienst mit der Gemeinde zu feiern. Am Samstagvormittag kehrte er noch einmal in das Gotteshaus im Park Sanssouci zurück, nun gebettet in einem Sarg, der bedeckt war mit der Fahne des Johanniterordens, dessen Mitglied er war.

Große Anteilnahme
Große AnteilnahmeFoto: Andreas Klaer

Neben der Witwe Christa Zehner, der Tochter Hannah, dem Sohn Julian, weiteren Familienmitgliedern nahmen rund 450 Menschen aus den Gemeinden Potsdams und Frankfurt (Oder), darunter Johanniter und Rotarier in einem bewegenden Trauergottesdienst Abschied von Joachim Zehner, der am 21. September im Alter von 62 Jahren im Hospiz auf Hermannswerder starb. Die letzte Ehre für den ehemaligen Superintendenten des Kirchenkreises Potsdam erwiesen auch Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, Superintendentin Angelika Zädow, Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) sowie sein Vorgänger im Amt, Jann Jakobs.

Auch Jann Jakobs (vorne links), ehemaliger Oberbürgermeister von Potsdam, und Mike Schubert, derzeitiger Oberbürgermeister, erwiesen Joachim Zehner die letzte ehre.
Auch Jann Jakobs (vorne links), ehemaliger Oberbürgermeister von Potsdam, und Mike Schubert, derzeitiger Oberbürgermeister,...Foto: Andreas Klaer

Der Gottesdienst war weniger gekennzeichnet von Trauer und Trostlosigkeit, sondern von Dank und Lob. Von Nachdenken und Hoffnung. Dazu trug die Musik aus dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms und der Arie „Die Seele ruht in Jesu Händen“ von Johann Sebastian Bach bei, doch auch die Lieder, die die Gemeinde stimmkräftig sang.

Der Sarg war mit der Fahne des Johanniterordens bedeckt.
Der Sarg war mit der Fahne des Johanniterordens bedeckt.Foto: Andreas Klaer

In den Reden von Familienmitgliedern und Freunden wurde die Persönlichkeit Joachim Zehners noch einmal fassbar. Die Kinder Hannah und Julian sprachen von der stets positiven Lebenseinstellung ihres Vaters, der mit seiner starken Glaubenskraft sehr für sich einnehmen konnte und Vorbild wurde. Joachim Uhlig, ein Freund des Verstorbenen, betonte in seinen Erinnerungen, dass Joachim Zehner immer wieder Brücken der Versöhnung baute.

Joachim Zehner wirkte selbst eine Dekade in der Friedenskirche.
Joachim Zehner wirkte selbst eine Dekade in der Friedenskirche.Foto: Andreas Klaer

Auch Pfarrer Simon Kuntze, der sieben Jahre Kollege von Zehner an der Friedenskirche war, kam in seiner Predigt ebenfalls auf diesen wichtigen Aspekt zurück. Er habe so manche Konflikte im Kirchenkreis und auch in der Gemeinde durchgestanden, so Kuntze, aber Joachim Zehner habe immer wieder mit Gottvertrauen Menschen, die im Streit waren, ermutigt, neu anzufangen. Der Leitgedanke des Theologen hieß: Seid miteinander barmherzig.

Foto: Andreas Klaer

Zum Abschluss des Gottesdienstes intonierte Kantor Johannes Lang auf der Orgel den froh machenden Choral „Mein Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht … Christus meine Zuversicht“. Der Sarg wurde aus der Kirche getragen und zum Bornstedter Friedhof überführt. Dort wurde er unter den Klängen des alten Osterliedes „Christ ist erstanden“ zur letzten Ruhe gesenkt.

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