• Coronaprämie für Potsdamer Helfer: Unterstützung für Schubert-Vorstoß

Coronaprämie für Potsdamer Helfer : Unterstützung für Schubert-Vorstoß

Grüne, Linke und die SPD unterstützen den Vorschlag des Oberbürgermeisters, auch Beschäftigten des Josefs-Krankenhauses eine Anerkennung für ihren Einsatz in der Coronakrise zukommen zu lassen.

Auch Mitarbeiter des katholischen St. Josefs-Krankenhauses wünschen sich eine Corona-Prämie der Stadt.
Auch Mitarbeiter des katholischen St. Josefs-Krankenhauses wünschen sich eine Corona-Prämie der Stadt.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Die rot-grün-rote Rathauskooperation in Potsdam stellt sich hinter den Vorschlag von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD), auch den Beschäftigten des St. Josefs Krankenhauses sowie weiteren Potsdamer Helfern eine Anerkennung für ihre Leistungen und ihren persönlichen Einsatz in der Corona-Krise zukommen zu lassen. So sollen ihnen in Form einer Sachprämie Angebote aus der städtischen Bäderlandschaft, den Museen, dem Hans Otto Theater und dem Nikolaisaal zugutekommen. Diesen Ansatz haben nun die Fraktionsspitzen von SPD, Grünen und Linken in einer gemeinsamen Erklärung begrüßt. So erklärte SPD-Fraktionschefin Imke Eisenblätter, man sei dafür, den Einsatz der Helfer „unter Berücksichtigung der rechtlichen Situation“ anzuerkennen.

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Zustimmung auch von Linken und Grünen

Stefan Wollenberg von den Linken ergänzte: „Da direkte Bonuszahlungen der Stadt an fremde Beschäftigte offenbar auf rechtliche Probleme treffen, halte ich es für eine gute Idee, nach anderen Wegen zu suchen. Um alle Helferinnen und Helfer, die an vorderster Stelle gegen das Corona-Virus arbeiten, gleichwertig zu behandeln und anzuerkennen, ist der Vorschlag des Oberbürgermeisters ein richtiger Ansatz, den wir im Sinne der Beschäftigten ausdrücklich unterstützen.“ Und Janny Armbruster von den Grünen sagte: „So wird auch die lokale Kulturlandschaft, die unter der derzeitigen Krise in existentiellen Nöten ist, unterstützt.“ Weiter hieß es in der gemeinsamen Erklärung, „sobald der rechtssichere Vorschlag durch die Verwaltung ausgearbeitet und der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt wird, können somit mit der Mehrheit der Rathauskooperation die angekündigten Sachprämien schnell und unkompliziert jenen zugutekommen, die unser aller Dank verdienen“.

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Für Klinikumsmitarbeiter gibt es 500 Euro

Wie berichtet sollen die Mitarbeiter des Klinikums „Ernst von Bergmann“ einen 500-Euro-Bonus von der Stadt erhalten. Nun geht es noch um andere Krankenhäuser. Hier kann sich OB Schubert offenbar mit einer kleinen Lösung anfreunden. Er schlägt die Ausgabe von Sachprämien vor – beispielsweise Tickets für städtische Bäder, den Nikolaisaal oder das Hans Otto Theater. Den Stadtverordneten wolle er vorschlagen, dazu eine Richtlinie zu formulieren. „Eine direkte Prämienzahlung aus dem kommunalen Haushalt könnte sich nach ersten rechtliche Prüfungen des Kämmerers als schwierig erweisen“, so Schubert weiter. Ein Hintergrund ist: Die CDU-Fraktion will mit einem Dringlichkeitsantrag für die Sitzung der Stadtverordneten am heutigen Mittwoch erreichen wollen, dass die Mitarbeiter aller Krankenhäuser in Potsdam von der 500-Euro.Zahlung profitieren. Dazu solle der Oberbürgermeister prüfen, ob Mittel von Land oder Bund bereitstehen. Alternativ solle ein Bonusprogramm aus Sachleistungen und Ermäßigungen über die städtischen Betriebe geprüft werden, so die CDU. Wie berichtet hatte die Stadtverordnetenversammlung Anfang Mai einen einmaligen Bonus von 500 Euro für alle Mitarbeiter des Klinikums „Ernst von Bergmann“ beschlossen. Für die Kosten von rund 900.000 Euro kommt die Stadt auf.

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