• Christliche Kliniken in Potsdam: Corona-Prämie auf der langen Bank

Christliche Kliniken in Potsdam : Corona-Prämie auf der langen Bank

Die Grünen wollten eigentlich Corona-Prämien für Mitarbeiter von christlichen Kliniken in Potsdam - doch der Antrag wird nun bis Ende des Jahres nicht mehr behandelt

Henri Kramer
Das St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam
Das St. Josefs-Krankenhaus in PotsdamFoto: Ottmar Winter/PNN

Potsdam - Mitarbeiter der christlichen Kliniken in Potsdam müssen noch länger auf eine Corona-Prämie warten. Das ist Ergebnis der Sitzung des Hauptausschusses am Mittwochabend. Die Grünen hatten dafür einen Antrag gestellt, dass zumindest ein Konzept für Sachprämien in einem Wert von 500 Euro für diese Mitarbeiter erstellt werden müsse - „um die zusätzliche Belastung während der Coronakrise zu würdigen“. 

Doch im Ausschuss ließ Stadtverordnete Janny Armbruster von den Grünen den Antrag bis Ende des Jahres zurückstellen - bis dahin wird er nicht entschieden. Zur Begründung verwies sie auf laufende Verhandlungen zwischen Bund und Land zu solchen Prämien, auf deren Ergebnis wolle man warten.

Die christlichen Kliniken hatten viel zusätzliche Arbeit

Nach dem schweren Corona-Ausbruch im städtischen Bergmann-Klinikum und dessen zeitweiser Schließung für neue Patienten hatten die christlichen Kliniken wie das St. Josefs oder das Oberlinhaus die Aufgaben des größeren Krankenhauses übernommen. Zugleich hatten die Stadtverordneten im Mai nur eine 500-Euro-Prämie für die Bergmann-Mitarbeiter beschlossen, was wie berichtet für Unmut bei den christlichen Kliniken gesorgt hatte.

Kritik kommt aus der CDU

Zunächst hatte sich vor allem die CDU dann für ähnliche Regelungen in diesen Kliniken eingesetzt - war aber an der rot-grün-roten Rathauskooperation gescheitert. Ein von der CDU angedrohtes Bürgerbegehren zu dem Thema verfolgt die Fraktion indes nicht weiter - aus rechtlichen Gründen sei das nicht möglich, habe zuletzt eine Prüfung ergeben, hieß es von dort. Die Rückstellung des Prämienantrags durch die Grünen kommentierte CDU-Fraktionschef Götz Friederich gegenüber den PNN, dies zeige „einmal mehr das Desinteresse an einer schnellen Gleichbehandlung“. 

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