• Charity-Aktion zugunsten der Arche: Stadtwerke-Autogrammwände werden versteigert

Charity-Aktion zugunsten der Arche : Stadtwerke-Autogrammwände werden versteigert

Die Potsdamer Stadtwerke müssen coronabedingt ihr alljährliches Musikfestival ausfallen lassen. Dafür werden nun Autogrammwände der früheren Feste zugunsten der Arche versteigert.

Stadtwerkefest aus dem Jahr  2008.
Stadtwerkefest aus dem Jahr  2008.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die Stadtwerke Potsdam wollen Autogramme von Stars, die bei vergangenen Stadtwerkefesten aufgetreten sind, für einen guten Zweck versteigern. Das kündigte das kommunale Unternehmen am Montag an. Wie ein Sprecher mitteilte, handelt es sich um insgesamt sieben Plakattafeln mit den Fotos und eigenhändigen Unterschriften der Künstler früherer Stadtwerke-Festivals, darunter Joe Cocker, David Garrett, Manfred Mann's Earth Band, Jethro Tull, Rodger Hodgson, Peter Maffay und Robin Gibb. Das Stadtwerkefest hätte in diesem Jahr sein 20. Jubiläum gefeiert, geplant war eine Veranstaltung innerhalb der Feierlichkeiten rund um das Einheitsfest. Sie musste aber wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt werden.

Als Geste der Erinnerung findet nun die Benefiz-Auktion statt. Bis zum 2. Oktober kann man auf der Internetseite der Stadtwerke mitbieten. Der Erlös der Auktion nach Steuern soll der Drewitzer Arche zugute kommen. Das soziale Hilfswerk setzt sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein.

Autogramme von Joe Cocker oder Robin Gibb

Die Autogrammtafeln stammen von Stadtwerkefesten der Jahre 2005 bis 2012 und somit aus der Hochzeit dieser vom damaligen Unternehmenschef Peter Paffhausen initiierten, mehrtägigen und kostenlosen Veranstaltungen. Finanziert wurden die aufwändigen Festivals und die Gagen der teils großen internationalen Stars zum einen aus dem Werbeetat der Stadtwerke, zum anderen über Sponsorenleistungen.
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Paffhausen war selbst ein glühender Musikfan und Verfechter der Stadtwerkefestivals, schmückte sich gern mit den internationalen Stars, die Kritik an dem immer mehr ausufernden Fest aus den Reihen der Stadtverordneten wuchs. Paffhausen stürzte 2011 über eine Spitzel-Affäre. In den Jahren danach wurde das Festival in zunehmend bescheidenerem Rahmen ausgerichtet. 

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