• Potsdam: Das Angebot der Stadt- und Landesbibliothek in der Coronakrise

Bibliothek in Potsdam : 43 Prozent mehr Online-Ausleihe

Die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam war coronabedingt 2020 rechnerisch nur das halbe Jahr offen. Die Nutzung verlagerte sich verstärkt ins Netz. 

Die Stadt- und Landesbibliothek war nur einen Teil des Jahres für Publikum geöffnet. 
Die Stadt- und Landesbibliothek war nur einen Teil des Jahres für Publikum geöffnet. Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die Potsdamer Stadt- und Landesbibliothek konnte aufgrund der Corona-Pandemie 2020 nur das halbe Jahr für Besucher öffnen – 50 Prozent weniger Öffnungsstunden verzeichnete die Bibliothek. Dadurch verlagerte sich ein großer Teil der Nutzung ins Internet. So stieg die Zahl der Online-Ausleihen um 43 Prozent. Mehr als 126.000 Medien wurden online ausgeliehen. Das teilte die Bibliothek am Donnerstag mit. Dazu habe man im ersten Lockdown 30.500 Euro in digitale Medien investiert. Genutzt wurde auch der eigens geschaffene kontaktlose Bestell- und Abholservice, insgesamt 3900 Medienbestellungen wurden bearbeitet.

Die Zahl der Besucher fiel deutlich geringer aus als im Vorjahr. Statt rund 450.000 Personen besuchten 2020 nur knapp 170.500 Menschen die Bibliothek. Gesunken ist auch die Zahl der Nutzer, sie ging um 18 Prozent zurück. „Das erklärt sich im Wesentlichen dadurch, dass ein Großteil der Vermittlungsarbeit für Kinder und Jugendliche coronabedingt nicht stattfinden konnte“, so Bibliotheksleiterin Marion Mattekat. Die Zahl der Entleihungen ging um 32 Prozent zurück. Die beliebtesten Bücher waren dabei „Das Anti-Panik-Handbuch für Eltern“, der Roman „Zonenkinder“ von Jana Hensel sowie die Biografie von Ursula Karusseit „Zugabe“. 

Ukulele und Teleskop

Neu eröffnet wurde im vergangenen Jahr die „Bibliothek der Dinge“. Dort können Nutzer Kleingeräte, Musikinstrumente oder Spielzeug ausleihen. Besonders gefragt waren nach Angaben der Bibliothek die Ukulele, das Teleskop und die Seifenblasenmaschine. Das Angebot soll weiter ausgebaut werden. Zudem sollen sogenannte Tonieboxen – ein Musik- und Hörspielsystem für Kinder – sowie 400 passende Figuren zur Verfügung stehen. 

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Auch künftig soll das digitale Angebot erweitert werden. Ab 1. Februar wird für junge Bibliotheksnutzer zwischen zwei und zehn Jahren kostenlos die App Tiger Books angeboten, mit denen Kinderbücher am Tablet oder auf dem Smartphone gelesen werden können. Ebenfalls ab 1. Februar kommt ein Zugriff auf die Plattform Overdrive mit fremdsprachiger Literatur hinzu. 

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